Wir sind keine Kreditnehmer, sollen aber Eigentümer vom Haus werden. Welche rechtlichen Grundlagen gibt es um uns abzusichern?

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6 Antworten

So etwas kann nicht gut gehen! Vergessen das Ganze mal schnell wieder!

Völlig gleichgültig, wer da was und wie lange zahlt, werden alle Eigentümer des Hauses und haften auch alle solidarisch gebenüber der Bank oder bei dem fragwürdigen Mietkaufmodell gegenüber dem Verkäufer/Vermieter. Geht einem von Ihnen finanziell die "Puste" aus, leiden die Übrigen automatisch darunter.

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Natürlich wollen wir Miteigentümer werden und für Renovierung unserer Wohnung den gleichen Geldanteil erhalten. So haben wir das auch abgesprochen und soll so gehandhabt werden. NUR MIETER wollen wir nicht sein, die Immobilie soll genauso in unseren Besitz gehen. Dadurch tilgen wir mit unserem Anteil den Kredit automatisch mit.

Geht ein Grundbucheintrag von Anfang an? Bzw. müsste man das im Mietverhältnis mit einem Mietkaufvertrag machen? Sollten wir unser Wohnanteil ausmessen lassen bzw. den Wert bestimmen lassen?

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Hi! Vorsicht - diese Konstellation kann m.E. nur zu Problemen führen. Entweder seid Ihr Mitkreditnehmer UND Miteigentümer im Grundbuch und damit zukünftig auch an allen Grundstücks- und Hauskosten beteiligt oder ihr bleibt raus aus der Eigentümernummer und seid lediglich Mieter (Mietvertrag!! auch unter Geschwistern) und die Miete wird zur Tilgung verwendet, was Dich dann aber nichts angeht. Ich finde es komisch, dass Du an der Tilgung beteiligt werden sollst aber in der Konsequenz keinerlei Rechte an Haus und Grundstück hast - darauf würde ich mich nicht einlassen. Entweder ganz oder gar nicht. Gruss Don

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Eigentümergemeinschaften sind großer Mist. Bei 6 Leuten und "wilden Ehen" ist der Streit doch schon vorprogrammiert. Wenn da einer ausscheiden will oder Kosten verteilt werden sollen wird es schnell kompliziert.

Wenn ihr überhaupt dieses Projekt anfassen wollt, macht eine Aufteilung in Wohnungeeigetnum Sinn, sodaß ihr Eigentümer der von euch genutzten Wohnung werdet.

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Bei der Berechnung wurden ich und mein Gefährte allerdings nicht als
Kreditnehmer berücksichtigt.

Das wundert mich. Denn im Interesse der finanzierenden Bank dürfte es liegen, wenn sie auf mehrere Kreditnehmer, aufgrund der gesamtschuldnerischen Haftung, zurückgreifen kann.

Allerdings soll die Kreditrate durch 3 geteilt werden, so dass praktisch alle 3 Parteien den Kredit in 20 Jahren abbezahlt haben.

Auf dieses Verfahren würde ich nur eingehen, wenn ich als Miteigentümer im Grundbuch stehe.

Wir haben ein Haus gefunden und haben schon eine Wohnhälfte in die wir
einziehen wollen. Allerdings möchten wir auch Eigentümer werden und uns
absichern, sozusagen nicht nur "Mieter" sein, Miete zahlen und am Ende
nix davon haben.

Mein Vorschlag: Ihr solltet das Haus mittels einer notariellen Teilungserklärung in  Eigentumswohnungen aufteilen. Somit kann auf jede Eigentumswohnung dann für zu finanzierenden Kredit eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen werden. Auch sollte evtl. das Nutzungsrecht bezüglich des Gemeinschaftseigentums (z.B. Garten) in der Teilungserklärung geregelt werden.

Dieses Vorgehen hat den Vorteil, daß ihr z.B. bei einem Arbeitsplatzwechsel mit verbundenem Umzug in eine andere Stadt oder Region, oder auch bei größeren Streitigkeiten, die zwar jetzt noch nicht absehbar sind, aber im Lauf der Zeit durchaus auftreten könnten, Eure Eigentumswohnung jederzeit verkaufen oder auch vermieten könntet.

Von einem Mietkauf möchte ich abraten: Was wäre denn wenn ein Paar seine Kreditraten (z.B. durch Krankheit, Arbeitslosigkeit usw).nicht mehr aufbringen könnte und auch dann das andere Paar (durch die gesamtschuldnerische Mithaftung) dadurch in eine finanzielle Schieflage kämen - im schlimmsten Fall würde das Haus zwangsversteigert und ihr seid als Mietkäufer die "Angeschmierten".

http://www.ratgeber-geld.de/mietkauf/vorteile-nachteile.html

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Nie, nicht, nimmer, würde ich mich auf solch ein Abenteuer einlassen.

Entweder ich bin Mieter oder Eigentümer.

Als Mieter zahle ich dann eben nur Miete und habe keine weiteren finanziellen Verpflichtungen. Wenn ich ausziehen will, dann zieh ich aus - und fertig.

Wenn ich Miteigentümer werde, dann nur wenn das Haus in Teileigentum aufgeteilt wird. Jeder bekommt sein ihm vertraglich zugewiesenes Sondereigentum. Alles andere ist Gemeinschaftseigentum und mit einer Teilungserklärung geregelt. Darin wird auch geregelt, wie welche Kosten  geregelt werden.

Zudem hat es den Vorteil, das man durch Eigentum auch steuerliche Vorteile hat. Ganz wichtig: sollte man dennoch aus dem Haus ausziehen, dann könnte man diesen Teil einfach verkaufen.

einfach : Das ist auch so ein Ding. und je nach dem wie das Haus aufgeteilt/gebaut wurde. Wer will das kaufen?

Ich hab genau diese Konstellation bei einem Arbeitskollegen. 2 Brüder, eine Schwester kaufen ein älteres Haus und teilen es in ETWs auf. Die Schwester trennt sich von ihrem Mann und kann alleine die Hypothek nicht bezahlen.

Wohnung unverkäuflich! Die Garage hat ein Bruder übernommen damit die Last nicht zu hoch wird. Alles in allem - nur Ärger!

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