Wir Menschen sind Tiere. Biologisch besteht anhand unserer DNA da keinerlei Frage, sondern es ist völlig eindeutig. Oder sehe ich das falsch?

26 Antworten

Deine Frage beschäftigt mich selbst seit etwa fünfzehn Jahren ganz ausserordentlich, nachdem ich einmal aus gesundheitlichen Gründen (eher zufällig) eine aussergewöhnliche Ernährungs-Therapie gemacht habe, die mich, was die Bedeutung Deiner Frage angeht, total umdenken liess.

Was beim Vergleich Mensch/Tier alle stets vergessen, so auch die berühmte Schimpansenforscherin Jane Goodall, ist die Tatsache, dass der Mensch, so wie wir ihn wahrnehmen, erst in der Welt auftauchte, nachdem seine Urahnen das Feuer zu nutzen verstanden. Besonders mit der Veränderung der Nahrung durch Erhitzen und damit der steten Zufuhr denaturierter Substanzen über Jahrtausende hinweg, entwickelte sich der "menschliche Primat" vom Affenprimaten weg in Richtung einer eigenen Art.

Man kann zu Recht mutmassen, dass diese chronische "Vergiftung" des Körpers mit pyrolytischen Substanzen der eigentlich Grund sowohl für die Entstehung unserer Krankheiten (besonders der "Zivilisationskrankheiten") wie auch der Entstehung dessen ist, was wir als "Psychosphäre" bezeichnen könnten: Eine Art rückkoppelndes Wahrnehmungsmuster der Welt. Der Dichter Rainer Maria Rilke beschrieb das einmal so: "Mit allen Augen sieht die Kreatur (Anm.:gemeint ist hier die Schöpfung/die Natur im übertragenen Sinne) das Offene, nur unsere Augen sind wie umgedreht und um sie gestellt als Fallen, rings um ihren freien Ausgang".

Genau genommen ist unsere zivilisierte Welt auf Feuer gegründet. Wir verbrauchen Energie und Materie, um eine künstlich geschaffene Welt aufrechtzuerhalten. Tiere "sind" einfach. Sind "draussen" zu Hause. Brauchen keinerlei Artefakte, um sich dort eine "Heimat" zu schaffen. Sind sind Heimat in einer Heimat. Wir Menschen sind woanders. In einem Kunstraum, der vom "Draussen" bedrängt und bedroht wird.

Die Sehnsucht des Menschen nach einem "Welteninnenraum" (Rilke), der uns wieder vollumfänglich einschliesst und trägt, begleitet uns als Art seit unserer evolutionären Wegspaltung vor Jahrzehntausenden: Träume, Kulturprozesse, Kunst, Denkmuster, Verhaltensmuster. All das ist ein Ersatz und eine Sehnsucht zugleich.

Wir Menschen haben uns zufällig selbst erschaffen, nachdem unsere Neugier uns das Feuer anheimstellen liess. Wir sind die, die die Natur verliessen im Geiste. Körperlich sind wir Tiere, mental sind wir Menschen und Tiere zugleich. Unser Unterbewusstsein ist durchdrungen von instinktiven Projektionen. Unser Körper ist nach wie vor ausgerichtet an Trieben und Instinkten. Teils merken wirs selbst, teils reden wir es uns aus. Über die Zeit hinweg entstanden all die psychischen Phänomene, all unser mentalen Krankheiten und soziopathischen Eigenschaften (Perversionen, Kriminalität usw.).

Der Mensch schaut auf das Tier. Das Tier schaut zu uns. Und, laut Rilke: "Stumm durch uns durch".

Ich nehme an, dass der Mensch das intelligenteste Tier ist, aber wer weiß? Wer weiß, was noch alles erforscht wird, denn immer und immer wieder wird neues entdeckt. Vielleicht sind wir auch gar nicht dazu fähig noch intelligentere Tiere zu verstehen?

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Ich bin der Meinung, dass der Mensch sehr wohl ein (Säuge)Tier ist - was sollte er auch sonst sein - ein Alien? :-D Wir Menschen bringen genauso unsere Kinder zur Welt und Säugen diese, wie auch andere Säugetiere. Auch bei uns gibt es Gier, Neid, Mobbing, aber auch Freundschaft und Hilfsbereitschaft - diese allerdings nicht ganz uneigennützig. So, wie es auch bei anderen Tieren der Fall ist.

Ist man nun der Meinung, dass der Mensch auf Grund seiner (angenommen) höchsten Intelligenz ein Mensch, aber kein Tier ist, so könnte man genauso fragen, ob denn ein Schimpanse im Gegensatz zu einem Strauß, ein Schimpanse ist und kein Tier, so wie der Strauß. ^^

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Der einzige wirkliche Unterschied zwischen "Mensch und Tier", sind die Worte, die eigentlich ein und dasselbe beschreiben:

Fressen - essen, Paarung - Sex, Kalb, Kitz, Junges, Welpe, usw. - Kind, trächtig - schwanger, und noch vieles mehr... ^^

Ebenso gibt es auch genügend andere Tiere, die ein Selbstbewusstsein (Spiegeltest) besitzen und darüber hinaus, ganz genau wissen, was sie tun.

Bei meinen Hyänen zum Beispiel, gab es auch schon Koalitionen. Jeder Clan ist anders. Es gibt sogar einen mir bekannten Clan (Engitati), der mit Warzenschweinen zusammen lebt. :-D Delfine geben sich gegenseitig Namen und sprechen in verschiedenen Regionen andere Dialekte. Raben beobachten unsere Augen und merken, ob wir sie angucken oder nicht. Bei Pavianen klaut ein Kind dem anderen etwas, fängt dann an zu schreien, damit Mutti kommt und tut dann so, als hätte das andere Kind ihm etwas gestohlen. Mutti verjagt das andere Kind und der Schlingel hat das, was er wollte. :-D Auch bei Erdmännchen gibt es Jobs. Zum Beispiel einen Lehrer. Bonobos haben ein viel ausgeprägteres Kurzzeitgedächtnis als wir...

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Die meisten Tierarten unterscheiden sich:

So gibt es die Makrosmatiker, Herbivoren, Reptilien, usw. Viele Tierarten unterscheiden sich auch nochmals im Verhalten. So verhält sich zum Beispiel ein Hund ganz anders, als ein Elefant.

Andere Tiere sind uns, was die Schnelligkeit, Kondition und körperliche Stärke betrifft, weit voraus. Dies kompensieren wir mit unserer Feinmotorik, mit der wir das, was uns im Mund und Körper fehlt, mit den Händen schaffen. Doch was wäre, wenn auch andere hochintelligente Tiere unsere Feinmotorik hätten?

Hallo IQDieFragerin,

um die mehr oder minder ähnliche DNS geht es m.E. nicht. Auch Pflanzen, Pilze u.a. haben DNS, die auch noch Gemeinsamkeiten mit unserer aufweist, aber Pflanzen sind wir nicht.

Der Fehler bei der Dichotomie ('der Mensch' vs. 'das Tier') ist ein Kategorienfehler:

Der Begriff des Menschen bezeichnet eine einzelne Spezies, die des Tieres jedoch einen Oberbegriff, der extrem unterschiedliche Lebensformen wie sessile Blumentiere einerseits und Menschenaffen andererseits umfasst.

Das Einzige, das alle gemeinsam haben, sind eukaryontische Zellen ohne Zellwand und Chloroplasten.

Und diese Eigenschaft teilt auch der Mensch.

Nun gibt es noch den Einwand, wir seien zwar biologisch Tiere, nicht jedoch philosophisch, was immer das heißen soll. Das, was ich an dieser Sichtweise verwerfe, ist nicht das Menschenbild. Es ist das Tierbild:

Ein Un-Begriff ,,des Tieres" als ultimatives Antonym zu ,,der Mensch", der durch mehr oder minder dogmatische Zuschreibungen geprägt ist. Das ist kein 'philosophischer Begriff des Tieres', denn Philosophie bedeutet 'wissen wollen' und nicht 'zu wissen glauben'; Letzteres ist Ideologie und damit Denkfaulheit.

Und sie sind auch abwertend. Ähnliche Zuschreibungen kennen wir ja sogar in Bezug auf Menschen, sei es des Geschlechts oder der sog. ,,Rasse" wegen.

Ich behaupte gar nicht, dass der Mensch nicht herausragende Features hätte, was seine kognitiven Leistungen betrifft. Wer aber etwa einem Bonobo jede geistige Dimension abspricht und ihm mehr Abstand zum Menschen als zu einem Schwamm bescheinigt, weil Bonobo und Schwamm zur Kategorie 'Tier' gehörten, verhält sich selbst so, als gehöre er dazu, weil er keinen Gebrauch von seiner Vernunftbegabung macht, sondern nur der 'Duftspur' folgt, die andere gelegt haben.

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