Wir beurteilt ihr die Glaubwürdigkeit von Internetmedien in unserer Zeit?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Naja... das Problem ist doch hausgemacht.

Qualitativ guter Journalismus kostet eben Geld. Reporter und Fotografen, (Online-)Redakteure und die Bereitstellung von Medien (entweder als gedruckte Zeitung oder als Web-Paper) wollen bezahlt werden.

Immer weniger Menschen sind aber dazu bereit, das Geld für Informationen bzw. Nachrichten auszugeben, da es "im Internet" ja alles umsonst gibt. Warum also eine große Zeitung kaufen, wenn mir eine kurze Google-Suche im besten Fall gleich mehrere Hundert Meldungen zum selben Thema anzeigt? Und das ggfs. noch einige Stunden früher als die Zeitung?

Nur ist es eben für den Einzelnen schwierig, aus den vielen Online-Suchergebnissen die "guten" von den "schlechten" zu unterscheiden. Und so kommt es dann eben, dass Fakenews sehr schnell die Runde machen und selbst einigermaßen seriöse Anbieter nur qualitativ minderwertige Infos liefern (können), da sie sich mangels eigener Reporter selbst nur auf andere Quellen berufen und mangels Zeit diesen Input nicht hinterfragen bzw. selbst recherchieren können - und dann durch den herrschenden Zeitdruck auch noch Fehler bei der Aufarbeitung der übernommenen Texte entstehen.

Meine Meinung: Es gibt im Internet eben sehr viel mehr unseriöse als seriöse Quellen. Und selbst die mutmaßlich seriösen, die dauerhaft kostenlosen Content anbieten, müssen stark an der Kosten- und damit an der Qualitätsschraube drehen. Am glaubwürdigsten erscheinen mir da tatsächlich diejenigen Nachrichtendienste und Zeitungen, die für ihr (vollständiges) Angebot auch Geld verlangen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Frage ist über welches Medium man spricht. Viele Menschen sagen, sie informieren sich bspw. über YouTube oder Facebook. Es ist nicht so, dass es auf Facebook oder YouTube keine wahren Informationen geben kann, aber es ist durchaus so, dass das Konzept dieser Plattformen darauf ausgelegt ist, dass man nur mit gleichen oder ähnlichen Inhalten konfrontiert wird.

YouTubes Algorithmen sind so gestaltet, dass es dem Konsumenten leichter gemacht werden soll, für ihn interessante Inhalte zu finden. Schaue ich Videos über die jüdische Weltverschwörung, werden mir in den vorgeschlagenen Videos, auf der Startseite oder sonstwo auch nur solche Inhalte angezeigt und keine die das Gegenteilige behaupten oder die Situation kritisch betrachten. Ein ähnliches Problem gilt eben auch für Facebook. Dieses Problem kann man unter dem Begriff "Filterblase" oder "Echokammer" zusammenfassen. Der Nutzer fängt an sich in einer Informationsblase zu befinden, in der mit anderen Nutzern die ähnliche Interessen haben, ähnliche Inhalte schaut und sich darüber austauscht und so entsteht der Eindruck, man würde 1. die Wahrheit erfahren und 2. einer von vielen sein.

Fakenews gab es schon immer. Heute heißen sie Fakenews, sie hießen mal Ente und auch mal Tartarenmeldung. Der Unterschied von damals zu heute ist aber, dass sie im Kontext von Medien aufgetaucht sind, deren Aufgabe die Aufklärung ist und nicht dem Kunden unter dem Deckmantel des Service die immergleichen Inhalte anzubieten die das eigene Weltbild stärken.

Daher muss man immer und egal welches Medium man konsumiert darauf achten, dass man versucht selbst auch nach unterschiedlichen Sichtweisen zu suchen. Man muss explizit zum Gegenentwurf einer Darstellung suchen, sie gegeneinander abwegen und dann für sich entscheiden, was davon plausibler ist.

Im Idealfall beschäftigt man sich auch mit der philosophischen Sichtweise auf Wahrheit und Wahrnehmung, so dass man weiß, ab wann eine Darstellung bewiesen ist und ab wann sie Späkulation ist. Allein bspw. der Expertenstatus eines Menschen, bedeutet noch lange nicht, dass seine Äußerungen wahr sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn mehrere UNABHÄNGIGE Quellen die gleiche Meldung relativ zeitnah zueinander bringen, kann man von der Wahrheit ausgehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Glaube einfach nichts, was du nicht selbst erlebt hast. Auch echte Nachrichtensender stellen die Situationen mittlerweile falsch da.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Pedda1981
30.06.2017, 10:40

Meinst du etwa "Lügenpresse"? Ganz dünnes Eis, Testbunny.

1

Ein gutes Zeichen dafür, ob eine Nachricht echt ist, sind verschiedene Quellen, die ebenfalls diese Nachricht veröffentlichen. Nicht immer nur auf eine Quelle verlassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?