Windenstehung am Nachmittag

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Durch die starke Sonneneinstrahlung über Mittag hinweg erwärmt sich die Erdoberfläche. Die Luft nahe der Erdoberfläche ist dann wärmer, leichter und steigt auf. Dabei bahnt sie sich den Weg durch höhere Luftschichten und durch diese Durchmischung und Verwirbelung haben die Luftströmungen in größeren Höhen eine Chance, bis zur Erde hinunter vorzudringen. Bei einer stabilen Luftschichtung wäre das nicht der Fall, die Strömungen blieben abgeschirmt.

Um das lokale Wetter und sein Windsystem zu verstehen, sollte man das Wesen der Konvektion verstehen.

In der Nähe von Bergen, wie z.B. in Freiburg kommt es zu ausgeprägten Berg- und Talwinden. nachts bläst der Wind vom Berg ins Tal und tagsüber ist es umgekehrt.

In einer Ebene ist der Beginn der Konvektion und damit der Windentstehung etwas komplizierter. Der Boden besitzt auf Grund der verschiedenen Bodenbeschaffenheiten unterschiedliche Reflexionsgrade, damit wird ein Boden schneller warm als der benachbarte Boden. Das beeinflusst die Geschwindigkeit mit der sich die darüberstehende Luft erwärmt. Die wärmere Luft steigt aber nicht sofort in die Höhe, sondern benötigt entweder einen äußeren Einfluss wie z.B. ein fahrender Zug oder ein Wärmeüberschuss der das Ablösen vom Boden begünstigt. Wenn sich nun das Luftpaket vom Boden löst und aufsteigt, dann muss Luft aus der Umgebung nachfliessen. Da wirkt auf den Beobachter wie umlaufende Winde, da die Luft aus allen Richtungen nachströmt. Am Nachmittag besitzt die Sonne immer noch einen Hochstand, damit ist die Einstrahlung intensiver. Für den Segelfliger ist es Erfahrungswissen das er um ca. 14 Uhr die beste Thermik vorfinden kann.

Die Beobachtung ist zunächst korrekt, kenne das vom Segeln auf der Ostsee.

Das sind rein lokale Erscheinungen, die nur bei Sonnenschein auftreten. Den ganzen Vormittag über wird die Erdoberfläche aufgeheizt. Bei unterschiedlichen Oberflächen (Land-Wasser, Wald-Wiese, Stadt-Land etc.) heizen sich die Flächen aber unterschiedlich stark auf.

Über den heißen Flächen steigt die Luft dann stärker auf, als über den kühleren. Dadurch wird sozusagen ein sehr großer vertikaler Luftwirbel erzeugt, den wir auf der Oberfläche als Wind wahrnehmen.

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