Win gewöhne ich einen älteren Hund mit einem jungen Neuzugang?

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1 Antwort

Nach einer so langen Zeit als einziger Aufmerksamkeitspunkt ist es schwierig für alle Beteiligten, eine Balance zu finden.

Deine Hündin versteht die Welt nicht mehr, der Kleine versteht sie noch nicht und ihr probt den Spagat.

Anfängliche Probleme sind absolut normal.

Wenn der Junghund Aufmerksamkeit einfordert, wenn ihr euch mit der Alten beschäftigt, gehört er sehr konsequent in die Schranken gewiesen! Von euch und nicht von eurer Alten.

Deine Hündin ist ja deutlich ruhiger, zumindest schaut sie nur. Ihr müßte dem Junghund klar machen, daß er nicht die Regeln aufstellt, sondern ihr.

Ein Hund, eine Sorge, zwei Hunde, viele Sorgen. In allen Belangen.

Ihr müßt für klare Verhältnisse sorgen, sonst kommt es tatsächlich zu direkten Kämpfen, weil die beiden das unter sich ausmachen.

Deine alte Hündin sieht selbstverständlich eine Konkurrenz um alle Resourcen, die sie bislang nicht teilen mußte. Also liegt es auch an euch, diese entsprechend zu verteilen.

Ich würde sogar so weit gehen, die Rangfolge dahingehend zu unterstützen, daß die Alte vor dem Jungen Futter bekommt.

Getrenntes Arbeiten mit beiden wäre auch wichtig. Zumindest anfänglich. Danach kann man auch zu zweit mit beiden gleichzeitig arbeiten. Aber alleine arbeitest du keine zwei unterschiedlichen Hunde mit total unterschiedlichem Ausbildungslevel.

Eine stabile Rangfolge zwischen den Tieren wird sich erst mit einer Weile und mit eurer Unterstützung ausbilden.

Toleranz bedeutet nicht gleichzeitig auch Akzeptanz. Das muß man einfach wissen, sonst geht es daneben. Wenn Toleranz kippt und Aggressionen ins Spiel kommen, ist es eine ganz harte Nummer, um da noch einzugreifen.

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