William Faulkners Zitat bezogen auf Deutschland?

2 Antworten

Nun, wenn du das beziehst auf die deutsche Geschichte und die Kollektiv-Verantwortung der Deutschen für das, was einmal im deutschen Namen von einem verbrecherischen Regime begangen worden ist ... und dass wir Deutschen zu unserer Vergangenheit stehen (wollen) und sie nicht verdrängen, sondern alles daran setzen, dass aus rassischen, religiösen und politischen Motiven verfolgte Menschen unseren Schutz (Asyl) finden ~~~ ??

... so ist die Vergangenheit verdammt aktuelle Gegenwart, wenn schwarzgekleidete Glatzköpfe mit schwarz-weiß-roten Bannern und rechtsradikalen Sprüchen durch unsere Städte marschieren und harmlose Mitbürger über den Haufen schießen, weil sie anderer Hautfarbe, Rasse, Nationalität oder Religion sind ~~ ??

in der art hätte ich auch was gedacht...schon traurig, dass man immer wieder darauf etwas beziehen muss...

0

Das Zitat heißt RICHTIG:

"The past is never dead. It's not even past", KEIN "in fact".

Es ist aus dem Buch "Requiem für eine Nonne" und beschreibt die Unfähigkeit der Menschen, aus der Vergangenheit zu lernen. Das gilt für den Menschen allgemein, nicht nur für einzelne Länder oder sogenannte "Rassen". In den USA meinte Faulkner damit die noch immer nicht überwundene Diskriminierung der Schwarzen, im Deutschland könnte man es auf die Tatsache beziehen, dass wir offenbar noch immer Gefallen daran finden, ANDERE auszugrenzen und zu diskriminieren. Inwiefern sie "anders" sind, ist dabei egal.

Die amerikanischen GIs kommen nach dem Zweiten Weltkrieg zurück aus Europa, wo sie "Europa und die Juden befreit" haben, weil sie das "Menschenrecht" achten aber verbieten Schwarzen, zu studieren. Menschen sind SUBJEKTE und werten Dinge und Situation unterschiedlich, abhängig vom subjektiven Standpunkt.

Mobbing ist ein perfektes Beispiel: Wer nicht so ist, wie andere ihn wollen, ist außenvor und wird diskriminiert und gedemütigt und wie im Dritten Reich gibt es "Anführer" bzw "Rädelsführer", die aber nur "erfolgreich" sein können mit ihren Demütigungen anderer, wenn die breite Masse entweder aus Angst, selbst plötzlich außenvor zu stehen, mitmacht, oder aus Gleichgültigkeit nicht einschreitet. So sehen wir mit Entsetzen die Anfänge der Judenverfolgung durch die Nazis und fragen uns, wie "normale Menschen" die Scheiben jüdischer Geschäfte einwerfen konnten - und verlassen den Filmsaal und mobben jemanden, der "gerade dran ist"...

tut mir leid, aber das zitat steht so in meinem englischbuch...

0

Was möchtest Du wissen?