Will mir ein eigenes Unternehmen gründen wie stelle ich es an?

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5 Antworten

Ein unternehmen ist innerhalb weniger Minuten beim Ordnungsamt gegründet, funktionieren kann es aber nur, wenn man ein tragfähiges Konzept hat.

Das könnte in Deinem Fall beispielsweise so aussehen:

Um ein Unternehmen in den Profit zu führen benötigt man zunächst mal Kapital, im kleinsten Rahmen kann das ein Einkommen aus unselbstständiger Arbeit sein, die man weiter führt bis das eigene Unternehmen profitabel genug ist um davon leben zu können.

Als nächstes überlegt man was man wie verkaufen will.
Du weisst was Du für die Dinge im Einkauf bezahlen musst, überschlägst Deine Kosten und versuchst eine Schätzung wieviele Stücke sich monatlich verkaufen lassen müssen. Du verschaffst Dir einen Überblick, welche Kosten das Unternehmen monatlich verursacht, ganz wichtig dabei ist eine Betriebshaftpflichtversicherung, Versandkosten und alle weiteren anfallenden Kosten wie zb. Lagerkosten, Raummiete, Steuerberatungskosten und und und... Auch musst Du Reklamationen und Retouren (besonders beim Internethandel ganz wichtig, da diese Kaufverträge dem Fernabsatzgesetz mit 14 Tagen Rückgaberecht unterliegen)  Eine einfachste Kalkulation könnte zb. folgendermaßen aussehen:

Raummiete 200 €
Versicherungen 30 €
Steuerberatungskosten 1/12 von 800 € ~70 €
Versandkosten bei 10 Stück 400 €
Einkaufspreis (netto) 10 Stück 2000 €
Rücklagen 10% des Wareneinkauf 200 €
Unternehmerlohn 10% des Wareneinkauf 200 €
Rücklagen für Reklamationen 3% des Bruttoerlös = x,xx €
Telefon und Internetkosten 30 €
Büromaterial und Porto 30 €
Professioneller Internetshop 600 € per Anno 1/12  = 50€

Angemerkt sei ein Zitat von Henry Ford:
"Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen zweiten bereithalten, um das bekanntzugeben."

Summa sumarum benötigst du damit einen Verkaufserlös von 3.210 € für 10 Stück.
zzgl 3% = 96,30 € Rücklagen für Reklamationen.
zzgl Umsatzsteuer 19% = 626,30 €
Damit kommst du auf einen Verkaufspreis von 3922,60 €
Damit weißt Du, dass Du alles was Du verkaufst, mit 190% b is 200% des netto- Einkaufspreis kalkulieren musst.

Gleichzeitig hasst Du damit deinen Zeitaufwand auf 10 Stunden Monatlich je 10 verkaufter Stücke festgelgt um mindestens 10 € Stundenlohn zu erwirtschaften.

Damit kannst Du einen Versuch starten das Unternehmen im Gewinn zu führen. Die Rechnung sollte insgesamt regelmäßig nach spätestens 3 Jahren aufgehen, solange musst du Dir zu Anfang Zeit geben um gewinnbringend arbeiten zu können. Kommst Du in den ersten 3 Monaten nicht auf insgesamt 15 verkaufter Stücke, dann solltest Du darüber nachdenken wie der Vertrieb erfolgreicher werden kann oder ob sich das Unternehmen überhaupt jemals lohnen kann und man villeicht doch anders leichter an sein Geld kommt.

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Kommentar von RudiRatlos67
04.02.2017, 12:09

eine 190% - 200% Kalkulation entspricht überigens in aller Regel der eines Möbelhauses mit Ausstellungshalle

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Kommentar von Tuscus
05.02.2017, 11:27

Danke dir

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Ein anderer funktionierender Weg ist, sich nach Unternehmen dieser Art umzuschauen und sich dann zu informieren, welches dieser Unternehmen in 3-5 Jahren einen Nachfolger sucht.

Dann das Gespräch mit dem Inhaber suchen.

Wenn die Chemie stimmt, dann kommt eventuell ein Arbeitsvertrag zustande, der dann über die Einarbeitung beim alten Chef in 3-5 Jahren zur zukünftigen Geschäftsführung führt.

In dieser Zeit und danach können sie dann, je nach eigener Liquidität, die Geschäftanteile nach und nach von ihm abkaufen.

Dieser Weg hat das gleiche Ergebnis wie ihre Frage, aber ein ungleich niedrigeres Risiko.

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Aber wie gründe ich mein Unternehmen?

Genau hier fängt die Selbstständigkeit an

Da du anscheinend bar jeglichen Wissens zur Selbstständigkeit bist, ist der erste Schritt den du machen msst: einen Kurs für Existenzgründer besuchen. denn dort erfährst du das grundlegnde Wissen, das ein Selbstständiger haben sollte. Du lernst etwas über: Konzeptionen, Markting, Betriebs und Firmenformen, hörst was von gesetzen, Auflagen und Verordnungen. Du erfährst etwas über das Finanz und Steuerwesen wie: BWL. Buchführung, Gewinn.-Verlustrechnung.

Hast du diesen  Kurs absolviert ist der nächste Schritt sich einen Existenzgründercoach an zulachen und einen Steuerberater mit ins Boot zu nehmen.

Alles andere erscheint mir bei dir nicht von Erfolg gekrönt zu sein.

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Kommentar von tommy40629
04.02.2017, 11:22

So machen es aber viele Neugründer und scheitern nicht ohne Grund.

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Frag mal bei der Industrie- und Handelskammer an, ob die  potentiellen Frmengründern Informationen geben können (evtl. Kurse). Die Informationen, die du hier bei Gutefrage bekommen kannst, reichen bei weitem nicht aus.

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Eigentlich lernt man das in "Einführung in die BWL".

Die Unternehmensform ist wichtig:

http://www.welt-der-bwl.de/Rechtsformen-Ueberblick

Ein Termin beim Finanzamt wäre wichtig, die erklären einem auch einige wichtige Dinge.

Dann sollte man sich einen Steuerberater zulegen.

Außerdem mache Dich darauf gefasst, dass Deine Mitbewerber Dich angreifen werden, teilweise wird man für nichts und wieder nichts verklagt.

So ging es mir, weil ich die Produkte nicht für 20.000 bis 30.000 sondern nur für ca. 5.000€ verkauft habe.

Einen Anwalt sollte man also auch an der Hand haben.

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