will mich trennen von meinem Mann, wo kann ich mich erkundigen?

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8 Antworten

wenn noch soviel Vertrauen zwischen euch möglich ist und die Trennung von beiden gewollt wird, dann geht bitte zu einem Familien- oder Paartherapeuten und bittet den um eine Trennungsbegleitung.

Mit etwas Glück spart Ihr euch so den ganzen Mist mit gierigen Anwälten und Rosenkrieg.

Ich drück Euch die Daumen.

pj

ps: bei Trennung zuerst an Unterhalt zu denken heißt von Vornherein den unangenehmsten Weg zu wählen. Trennung heißt Scheidung der Lebenswege für Eltern und zum Teil für die Kinder. Da werden so viele Gefühle verletzt, da sollte Geld erst ganz weit hinten stehen.

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Kommentar von pjakobs
06.01.2008, 11:56

als Nachtrag und Beispiel mal:

http://www.kreis-aachen.de/C1256C41005373D6/vwContentFrame/N25F4HY7153JDOFDE

solche Stellen sollte es in jeder Stadt geben.

pj

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Leider zeigt die Erfahrung, dass bei Trennungen das Einvernehmen zwischen den Ehegatten regelmäßig nicht in dem Umfang besteht, dass man sich vertrauensvoll begegnet und alles friedlich lösen könnte. Zumindest für eine erste Beratung ist erforderlich, dass ein Fachmann(Frau) dich in Deinem Interesse berät. Was Du daraus machst, ist dann Deine Sache. Du willst ja wissen, was Dir zusteht, und nicht, wie Du jeglichen Streit vermeiden kannst.

Zu einer einvernehmlichen Lösung sind beide Ehegatten erforderlich. Zumeist handelt es sich um Lippenbekenntnisse, wenn die Eheleute sich versichern, sich im Guten zu einigen. Sobald der Mann hört, wie wenig ihm von seinem Lohn verbleiben soll, und sobald die Frau hört, mit wie wenig Geld sie auskommen soll, fühlt sich derjenige schon in der Klemme und versucht, für sich einen Vorteil herauszuholen.

Leider funktioniert es zumindest in Deutschland nicht so gut mit der angesprochenen Mediation. Abgesehen davon, dass auch ein Mediator Geld verdient, erfordert eine erfolgreiche Mediation, dass die Parteien zur gütlichen Lösung bereit sind. Der Mediator darf nicht im Interesse einer Partei tätig werden, sondern soll beide möglichst "neutral" über die beiderseitigen Rechte und Pflichten aufklären und eine Einigung herbeizuführen. Schert im Rahmen der Mediation einer aus, ist die Mediation gescheitert und der Streit geht dann doch mit Anwälten weiter. Mediationskosten in diesem Fall vergebens aufgewendet. Zumeist lassen verletzte Gefühle und Rachegelüste eine friedliche Auseinandersetzung zumindest aus der Sichteines Gatten nicht zu.

Im Scheidungsverfahren besteht für denjenigen, der den Scheidungsantrag stellt, Anwaltszwang nach § 78 ZPO. Wer als sogenannter Antragsgegner nicht entgegentritt, benötigt für das Scheidungsverfahren keinen Anwalt.

Dass die Rechtsanwälte an einer streitigenAuseinandersetzung besonderes Interesse hätten, ist nur bedingt richtig. En Rechtsanwalt verdient aufgrund des deutschen Vergütungssystems am bestensein Geld, wenn er mit wenigen Briefen und Worten schnell eine Einigung mit der Gegenseite herbeiführt. Die Vergütung geht in einer Art Fallpauschale und mit Ausnahme einiger Spitzenanwälte nicht nach Stundensatz. Ein Rechtsanwalt muss auch in eigener Verantwortung prüfen, in welchem Umfang die Vorstellung einer Partei zu vermeintlichen Ansprüchen zutrifft. Ein guter Anwalt wird auch abraten, unbegründete Ansprüche einzuklagen. Ein verlorener Prozess, in den einen ein Anwalt getrieben ha, ist für den Anwalt wegen der damit verbundenen negativen Propaganda des Unterlegenen auch nicht gut.

Die schlimmsten Kriegstreiber in den meisten Scheidungsverfahren sind nicht die Rechtsanwälte, sondern die Verwandten und guten Freunde der Parteien, die den beiden jeweils vorwerfen, sich ausnehmen oder über den Tisch ziehen zu lassen. Und die schon immer gesagt haben, dass der Partner nichts taugt und nur hinter dem Geld des anderen her war. Oder die neuen Partner, die der Partei den Rückenstärken, weil dann in der neuenPartnerschaft mehr Geld vorhanden ist.

Horch Dich bei Bekannten ein wenig um, was die mit Trenungen für Erfahrungen gemacht haben, und versuch daraus herauszufinden, welcher Anwalt/Anwältin für Deine Belange geeignet ist. Aber einen Anwalt solltest Du auf jeden Fall aufsuchen. Der haftet im übrigen auch für falsche Auskünfte oder falsche Prozessführung.

Dass Rechtsanwälte ihren Job ausüben um Geld zu verdienen, ist unstreitig. Wenn Deine Vermögensverhältnisse eng sind, kannst Du den Anwalt bitten, die Übernahme der Kosten durch die Beratungshilfe oder Prozeßkostehilfe zu prüfen und zu beantragen.

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Kommentar von pjakobs
06.01.2008, 22:02

hmm.. Du klingst ein wenig involviert - so, als ob Du selbst in diesem Bereich arbeiten würdest.

Lass mich Dir ein paar Dinge entgegnen:

  • Die Tatsache, daß eine Mediation scheitern kann ist eigentlich kein Grund, sie von vornherein als gescheitert anzusehen, oder? So pessimistisch wäre ich nicht. Es ist wahr, daß Mediatoren auch nicht kostenlos arbeiten, aber viele Gemeinden und Organisationen stellen diese Dienstleistung günstig oder sogar kostenlos zur Verfügung. Ob das dann unbedingt mit der Qualität eines freien Mediators vergleichbar ist sei dahingestellt. Die von Dir angeführten verletzten Gefühle und Rachegelüste sind aber auch genau der Grund, warum es durchaus sinnvoll sein ist, einem Scheidungsverfahren ein Mediationsverfahren vorzuschalten.

  • zum finanziellen Aspekt: ich habe natürlich überhaupt kein Problem damit, daß Rechtsanwälte für ihre Dienstleistung Geld verlangen. Natürlich nicht, ich arbeite auch nur selten kostenlos. Schlimm ist aber: Scheidungen sind, rechtlich betrachtet, fast immer reine Standardverfahren. Eigentums-, Vermögens-, Unterhalts- und Versorgungsregelung, dazu Sorge- und Besuchsrecht für Kinder. Es dürfte in weniger als 10% der Fälle tatsächlich irgendetwas ungewöhnliches dazukommen. Ein Anwalt, der ein Scheidungsverfahren annimmt, weiß also von Vornherein ziemlich genau, was dabei herauskommt. Sowohl monetär als auch vom Aufwand her. Er hat allerdings einen gewissen "Gestaltungsspielraum", was die Verfahrensführung angeht. So kann er z.B. einen zahlungswilligen Unterhaltspflichtigen ohne weitere Probleme per einstweiliger Anordnung zur Feststellung des Unterhalts vor Gericht zwingen. Schwupps sind zwei, drei Extrapauschalen verdient, für etwas, das man auch in einem persönlichen Gespräch oder Schreiben hätte lösen können.

Das Interessante dabei: zumindest bei nicht allzu komplizierten finanziellen Verhältnissen (beide Partner im Angestelltenverhältnis, Einkommen offengelegt) genügt auch für den Laien ein Blick in die Düsseldorfer Tabellen um den Unterhaltsanspruch abzulesen. Dazu muß niemand Jura studiert haben. Um aber die vorliegenden Zahlen gehörig aufzublähen und den Streitwert in die Höhe zu treiben vielleicht schon. (hier hat sich ein bißchen Autobiographie eingeschlichen, falls es nicht sowieso zu erkennen war).

  • Ich gebe Dir Recht, das Halbwissen und die Halbverletztheit der Familien und Freunde trägt gerade beim Unterhaltsberechtigten Partner deutlich dazu bei, eine "das steht mir doch zu, das will ich haben" Einstellung zu wecken. Ein Anwalt wird dem aber nur ungern einen Riegel vorschieben, denn alles, was theoretisch erstreitbar ist kann auch versucht werden und nach dem Gütetermin fallen für jede weitere anwaltliche Dienstleistung neue Pauschalen an.

  • Anwalt haftet für falsche Ausfkünfte und falsche Prozessführung. Wieviele Kollegen werden bereit sein, einen der ihren in einer solchen Sache zu belangen? wie hoch sind die dadurch entstehenden Kosten? Kann ein juristischer Laie den Fehler des Anwaltes wirklich erkennen? Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus und ich habe schon mehrfach erlebt, daß sich keiner bereitfand, einem anderen an den Karren zu fahren bzw. ein entsprechendes Verfahren zu führen, zumal die Beweisführung da oft nicht ganz einfach ist.

Aber: nach alledem ist natürlich eines klar: wenn es keine Gesprächsbasis gibt, wenn eine der Parteien nicht in der Lage ist, einem Konsens zuzustimmen, dann führt in der Tat kein Weg um eine unfriedliche Scheidung herum und dann sind tatsächlich Anwälte gefragt. Da kann man sich dann überlegen, ob man einen Anwalt möchte, der die eigenen Belange massiv, bis zur Grenze der Rücksichtslosigkeit vertritt oder eher jemanden, der, mit den ihm gegebenen Mitteln, versucht einen Kompromiss herbeizuführen. Das sollte in meinen Augen aber immer nur der letzte, nicht der erste Schritt sein.

pj

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Geh zum Anwalt; egal, was andere hier sagen.

Natürlich verdient der Anwalt daran. Aber Du wirst ihn ohnehin brauchen - und bezahlen müssen. Dann ist es jedoch besser, gleich am Anfang zu ihm zu gehen: Es kostet das gleiche Geld und Du vermeidest Fehler die Dich teurer kommen können.

Einvernehmliche Scheidung ist auch mit einem Anwalt möglich; ich rate aber ab: Dies setzt ABSOLUTE Einigkeit und Vertrauen voraus. Erfahrungsgemäß schwindet das im Laufe des Verfahrens.

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Kommentar von pjakobs
06.01.2008, 11:50

so kann man es sehen, wenn man eine Scheidung rein als den Akt der Unterhaltszumessung sieht.

Deshalb gibt es in Deutschland so viele hässliche Scheidungsverfahren.

pj

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...als ehemalige Sekretärin eines Antwalt (hauptsächlich Scheidungen und Erbschaftsangel.)....würde ich sagen, zuerst alle anderen Wege ins Auge fassen....so oder so wird es sonst teuer und zwar für alle, und ganz besonders auch für das Nervenkostüm, alles Gute und überlege es Dir noch hundertmal...

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Kommentar von pjakobs
06.01.2008, 11:48

und das aus berufenem Munde - quasi von der Gegenseite. Danke ;-)

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Über den Unterhalt etwa kannst Du sicher bei einer lokalen Behörde kostenlos Auskünfte bekommen.

Ansonsten kann ich Dir nur raten, dass Du versuchst, Dich mit Deinem Mann über alle Scheidungsfolgen gütlich zu einigen, denn dann bräuchtet ihr nur einen Anwalt und hättet schon mal die Hälfte der sonst fälligen Kosten gespart.

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Kommentar von pjakobs
06.01.2008, 11:35

Mittlerweile geht es, soweit ich weiß, auch ganz ohne Anwalt in einem Mediationsverfahren. Das dürfte für alle das Beste sein. Nun weiß ich zufällig, daß auf der Karte der Anwältin meiner Ex auch "Mediatorin" stand. Das sagt mir, daß es auch unter den Mediatoren schwarze Schafe gibt, die den Kunden das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

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Bei einem Anwalt für Familienrecht.

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Sie mal auf http://www.geschieden24.de nach. Da gibt es Erfahrungsberichte, das ist sehr gut.

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soweit ich weiß , besteht in deutschland bei scheidungen immer noch anwaltzwang.

also, kannst du beruhigt zu einem anwalt gehen und bist so immer am besten beraten.

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Kommentar von pjakobs
06.01.2008, 11:54

ich frage mich wirklich, wie Du zu einer solchen Aussage kommst.

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