Will man nach einem Nikotinentzug immer noch rauchen?

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6 Antworten

Bei mir (ca 35Zigaretten/Tag Ausgangssituation) hat das etwa eine Woche gedauert. Nach etwa 2 Monaten war ich ganz weg vom Rauchen. Eines Morgens hab ich mir einfach (ich weiss, dass ist verdammt einfach dahergesagt) Keine zum Kaffee angezündet. Dann Keine bei der Fahrt zur Arbeit, Keine wenn ich wo warten musste usw. Zur Mittagszeit wollte ich mich mit ner Kippe belohnen weil ich schon so lange ausgehalten hatte, nach 2 Zügen warf ich sie weg weil es dann bereits ekelhaft geschmeckt hatte. Ich bin dann noch einen Monat lang täglich mit meiner Tagesration ausser Haus und hab sie wieder Heim gebracht, dann noch einen Monat mit einer Schachtel bis ich die auch verschenkte.

Jedenfalls hab ich gemerkt, dass ich von meinem Willen aus nicht mehr rauchen muss. Also man muss nicht mehr rauchen wollen, wenn man es nicht mehr kann oder darf geht es meist schief.

WennsHilft 16.10.2012, 19:43

Ging mir auch so: Es war kein Problem, damit aufzuhören, als der Entschluss gefasst war, dass ich wirklich ohne Reue aufhören will. Ich habe auch noch mindestens 2 Wochen immer Zigaretten dabei gehabt, nur um diesen psychologischen Faktor auszuschalten, dass man keine Zigarette dabei hat und alleine deswegen schon ein Verlangen danach hat. Das hat prima funktioniert, auch wenn da viele Raucher und ehemalige Raucher den Kopf drüber schütteln. :)

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Ja, kann man. Es dauert allerdings seine Zeit. Ich habe vor ca. 10 Jahren aufgehört und denke schon seit Jahren nicht mehr dran. Rauch stört mich nur noch wie jeden anderen Nichtraucher vermutlich auch.

Wie lange hat es bei mir gedauert? Bestimmt 3 Monate, bis ich nicht mehr regelmäßig nach dem Essen oder zu typischen Gelegenheiten dran denken musste und das Verlangen nach einer Zigarette hatte. Danach ging's immer besser bis zu dem Punkt, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, mal tatsächlich geraucht zu haben. Es dauerte sicher einige Jahre, bis ich nachts gar nicht mehr davon geträumt habe, schwach geworden zu sein.

Ich würde allerdings niemals auch nur eine Zigarre bei einem besonderen Anlass rauchen. Die Gefahr, wieder anzufangen, wäre mir einfach zu groß. Auf diese Art bin ich schon mal rückfällig geworden und ich habe mich dafür verflucht. Die Zeitspanne nach dem letzten Aufhören war da aber auch kürzer, 1 Jahr oder so. Ich denke nicht, dass die Gefahr vergleichbar mit einem Alkoholiker ist, aber ich wollte es heute einfach nicht drauf ankommen lassen. Abgesehen davon könnte ich dem rauchen auch gar nichts mehr abgewinnen.

Es kommt nicht nur auf den körperlichen Entzug an... das wahre Problem liegt tiefer: In der Motivation, die Dich ganz persönlich dazu gebracht hat, das rauchen attraktiv zu finden.

Egal welche Sucht: Wir wollen uns durch den Genuß (und anfangs ist es genau das: Ein reiner Genuß! Also das Erleben und vor allem das Steigern eines Wohlgefühls) .. wir wollen also durch den Genuß eines Mittels einen glücklichen Zustand erreichen.

Oder: Wir wollen einen schlechten Gefühlszustand in uns mindern oder diesem gar ganz ausweichen.

Über das seltene Zuführen dieses "Genußmittels", sei es Alkohol, Nikotin... Schokolade, Süßes... ja sogar Sex und Arbeit können diese Hochgefühle vermitteln... kann eine regelmäßige Handlung entstehen. Eine Gewöhnung.

Dazu kommt, dass auch der Körper eine gewisse Toleranz diesem Suchtstoff aufbaut. Aus einer Zigarette am Abend werden 2,3,4--- über den tag... nach der Schule/Arbeit reicht nicht mehr, sondern 1. Pause, 2. Pause.... nach dem Frühstückskaffee... oder dazu!

Aus dem Feierabendbier werden 2, weil wir ja "so jung nicht mehr zusammenkommen" und weil "es sich auf einem Bein schlecht steht kommt das 3.te hinterher. "So früh geh´n wir nicht heim" heißt das 4te. Bier.... und dann ist´s "eh wurscht"... #5.6,7... Das funktioniert ruckzuck über 4,5,6 Wochen.... und dann braucht man grundsätzlich 2 oder gar 4 Bier.... um die Entspannung zu erreichen, die sich anfangs mitten im ersten Glas eingestellt hatte.

Mit der Arbeit und Sex ist es ähnlich: Auch hier werden die Endorphine im Gehirn nicht mehr in den anfänglichen Massen ausgeschüttet.... und Papa verbringt jetzt noch mehr Zeit mit Tüftelei seiner Präsentation um seinen Chef zu überraschen: Nur weil der einmal gesagt hatte; "War ja phänomenal, Herr Schmidt, was sie da auf dem Kasten haben,- das wußte ich gar nicht von Ihnen"!

Also: Welche Abspannungen hat das rauchen Dir erspart. Mancher muss wieder lernen, dass man eben 10 Minuten alleine an der Bushaltestelle steht und wartet.... und muss lernen, sich auszuhalten.

Mancher muss lernen, vor einen anstehenden Personalgespräch seinen Kopf anders zu beruhigen als mit einer Zigarette.

Du musst lernen, Deinen Spannungszustand in den verschiedenen Situationen anzuerkennen.... und einen Umgang damit zu lernen: Sonst wird der "Schmacht" nach einer Zigarette übermächtig.

Nicht, weil das Nikotin fehlt... sondern weil Du Deine Unruhe nicht ertragen kannst.

Sincerly Norbert

ich bin selber exraucher und auch heute noch gibt es momente wo eine stimme sagt: Boa jetzt eine Rauchen! obwohl ich seit 1,5 jahren clean bin. Es ist aber halb so schlimm, bei diesen Gedanken handelt es sich meißt um sekunden sie kommen genau so schnell wie sie gehen, was den rauch selber angeht kann ich diesen nicht mehr riechen und auch nicht mehr ertragen und habe selber erkannt wie egoistisch, unverschämt, dreist und selbstsüchtig raucher sind besonders bei mir auf der arbeit die raucher.

Am ende sag ich nur, alles eine sache des willens und der erkenntnis das rauchen nichts anderes als sebstmord ist nur in Zeitlupe.

Das ich aufgehört habe, ist eines der besten dinge die ich jemals getan habe....

ich denke das ist wie beim Alkoholiker oder sogar fast noch schlimmer wenn man den Duft der Zigarrette schon riecht....kriegt man einen Anfall.

Jedenfalls ging es mir so und ich habe es nicht geschafft aufzuhören.

kommjt darauf an, viele werden von diesen gedanken (eine anzuzünden) jahrelang verfolgt.

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