will einen wald in bayern kaufen - gibt es etwas zu beachten?

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Hallo fabelhaft,

zunächst mal: finde es sehr sympatisch, dass Du einen Wald in erster Linie "Wald sein lassen willst". Auf die Idee kommen nämlich die meisten Menschen leider nicht, insbesondere auch in diesem Forum. Es graut einem, was man hier so liest... Genau aus diesem Grund sind (neben Intensivlandwirtschaft und fortschreitende Zersiedelung) auch die "Roten Listen" so lang: Unser Wälder sind meist nur bessere Holzplantagen, die im Jugendstadium schon wieder geerntet werden, noch dazu meist bestehend aus standortfremden Bäumen (Fichtenwüsten etc.) in strukturarmen Altersklassenwäldern und sog."aufgeräumten" Beständen. Die ökologisch so wichtigen Reife- und Altersphasen eines Waldes mit gewaltigen Stammdurchmessern (BHD bis 150 cm und mehr) und unglaublichen Holvorräten von über 1000 Festmeter pro Hektar und viel stehendem Totholz, Höhlenbäumen etc.,in denen die Artenvielfalt schier explodiert, sind nur noch in ganz wenigen Naturwaldreservaten im Staatsforst auf lächerlich kleinen Flächen vorhanden. Die Meisten wissen leider nicht, wie ein wirklicher Wald eigentlich aussieht..

Ich bin selbst Waldbesitzer und kann nur sagen: Das Eigentumsrecht ist in Deutschland sehr stark verankert. Deshalb darfst Du einen gekauften Wald grundsätzlich erst einmal so behandeln, wie Du das für richtig hälst. Wenn Du Ihn bewirtschaften willst, musst Du Dich nur an die sog."ordnungsgemäße Forstwirtschaft" halten, das heißt lediglich, dass Du nicht einfach einen kompletten Kahlhieb machen darfst und dass Du für Wiederaufforstung sorgen musst (am Besten und am kostensparendsten mit Naturverjüngung). Sofern Du keinen Fichtenforst kaufst, kann Dir auch das Problem des Borkenkäfers egal sein. Die Natur rächt sich mit diesen vermehrungswütigen Insekten lediglich für waldbauliche Fehler der Vergangenheit (und leider immer noch Gegenwart bei einigen Privatwaldbesitzern)und korrigiert diese. Der klassische Gebirgsbaum Fichte wurde aus rein wirtschaftlichen Gründen zum Tieflandbaum gemacht, wo er aber standortfremd ist und entsprechend anfällig für Rotfäule, Windwurf und Borkenkäfer ist. Das "gute" Waldbestände selten verkauft werden und meist nur mit "Vitamin B" zu ergattern sind, ist leider wahr.

@ fagus 1: Auch wenn es dich nicht mehr gibt möchte ich ein paar Fragen zur Anregung für Interessierte stellen:

  1. Nutzen Naturschützer kein Holz,Papier, Energie usw. ?
  2. Woher soll das Holz dafür (1) herkommen?
  3. Ist eine kontrollierte Forstwirtschaft in Deutschland, Bayern nicht sinnvoller als Import? Bei Importen haben wir nur wenig Einfluss auf Naturschutz, Artenschutz und sonstige Schutzfunktionen
  4. Ich weiß, dass es zur Nutzfunktion (Holzproduktion) noch eine Vielzahl von anderen Funktionen gibt, die genauso wichtig sind.

Wenn man sich diese Fragen stellt und für sich den richtigen Weg gefunden hat ist dies ok. Aber für mich ist heimische Forstwirtschaft in Bayern mit einem integratieven Ansatz sinnvoller als eine Käseglocke des Naturschutzes auf unseresn Wald zu stülpen.

Beides wird stimmen. Es sind Wirtschaftswälder und wie das eben so ist, die Spezln mochna das scho. An Zugroastn brauchns d'zu net.

In Bayern gibts nicht nur forstwirtschaftlich betriebene Wälder. Man kann i.d.R. mit seinem eigenen Wald tun was man will (nur nicht komplett abforsten). Aber schwierig ist es in Bayern tatsächlich.

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@wandartist

Ganz so einfach ist es nicht! Als Waldbesitzer bist Du verpflichtet Deinen Wald regelmäßig zu begehen und aufzuräumen, insbesondere das Bruchholz zu entsorgen, damit der Ausbreitung und Vermehrung des Borkenkäfers Einhalt geboten werden kann. Verstöße dagegen werden hier bei uns mit drastischen Bußgeldern geahndet!

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@1hoss43

Das,was Du schreibst, gilt nur für die typischen standortfremden "Fichtenwüsten", die durch den fortschreitenden Klimawandel und den Borkenkäfer dahingerafft werden.. In einem standortgerechten Laubwald aus Rotbuche etc. gibt es keine Pflicht und keine Notwendigkeit, "aufzuräumen". Im Gegenteil, für die Artenvielfalt ist das fatal.

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