Will die USA das Verhältnis zu Russland und Deutschland beeinflussen?

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5 Antworten

Hallo,

ja, es wäre besser, "Hand in Hand" zu arbeiten, weil die Zukunft profiliert sich schon: die asiatischen Markte werden immer wichtiger und werden immer weiter expandieren wollen.

Um dies Paroli zu bieten, wäre es an der Zeit, die alten Fehden zwischen Amerika und das europäische Kontinent zu vergessen, aber es gibt eben auf der US-Führungsebene eine Lobby, welche traditionell absolut gegen Russland fixiert ist. Diese Leute sind so zu sagen beim Statu Quo von World War II geblieben... Deutschland bleibt ein unterworfenes Land und Russland ist der Feind.

Das Säbelrasseln der Nato ist ziemlich gefährlich. Sollte es einen Nuklearschlagabtausch geben - egal wie territorialisch begrenzt, oder wie kurz - wäre es extrem gefährlich in Europa auszutragn, nicht zuletzt weil Frankreich mit über 60 Atomkraftwerken bestückt ist. Dann gäbe es sicher eine Art  "Massentschernobyl"!

Der General (De Gaulle) hatte eben Frankreich aus der Nato herausgenommen. Sarkozy hat Frankreich wieder zum Partner der Nato gemacht.

Auf lange Sicht kommt die evtl. "Gefahr" nicht aus Russland, sondern womöglich aus Asien, weil China, insbesondere, irgendwann wachsen wollen wird. Die Bevölkerung von China zählt schon über 1 1/2 Milliarden Menschen.  Obwohl die Chinesen traditionsmäßig eine friedliches Volk sind, das sich mit ihrem eigenen Territorium begnügt, könnte es sein, daß eines Tages, sich eine Diktatur anbahnt, mit allen Konsequenzen.

Dies könnte eher möglich sein, angesichts der Einkind politik, die von China bis vor kurzem betrieben wurde, insbesondere in den Städten (auf dem Lande ist eine Kontrolle schwerer durchzuführen), wo die meisten Kinder der zukünftigen Eliten heranwachsen.

Es handelt sich um eine soziologischen Entwicklung: das Einzelkind, welches die volle Aufmerksamkeit der Familie genießt als Hoffnungsträger. Solche Kinder werden es nicht gewöhnt sein zu teilen, gar "sinnvoll" und konfliktarm zu streiten mit anderen Kindern. Es könnte sich also eine Generation von introvertierten und ich-bezogenen Kindern in egomanischen Erwachsenen entwickeln, mit allen Konsequenzen: Egoismus, Herrschsüchtigkeit, Prahlerei, usw..

Vielleicht ist diese Theorie gewagt, aber es sind so Sachen, die mich gedanklich beschäftigen....

Man muß auch in Betracht ziehen, daß China verhältnismäßig über wenig urbarem Boden (urbar = zu kultivieren) verfürgt Viele Böden sind arm, verkarstet oder einfach mit schlechter Kohle verseucht -. In den großen Städten mußten Farmen mit fruchtbarem Boden Platz machen für Wolkenkratzer. Die Metropolen in China sind atemberaubend groß. Nicht selten zählen diese Zentren mehrere Millionen, gar mehrere Zehnmillionen Menschen. Es sind Megalopolen. Die Chinesen haben in Afrika große Anbauflächen für ihre eigene Versorgung angelegt. Das wissen die wenigsten. Sollte diese "Produktion" nicht mehr funktionieren können aus dem einen oder anderen Grund, dann wäre es für China dramatisch.

In China existieren noch keine Kranken- oder Unfallversicherungen. Bisher hat die Familie alles an sozialer Not aufgefangen. Mit der Einkindpolitik werden sich mit der Zeit ganzen Horden von unversorgten Menschen bilden, was sicher für sozilalen Zündstoff sorgen wird.. Abgesehen davon gibt es hunderttautsende von "illegalen" Kindern, welche nicht mal registriert sind. Das sind Kinder, welche meist auf dem Lande geboren wurden, und zu Wanderarbeiter werden, da sie sonst nirgendwohin können. Diese jungen Leute werden ausgebeutet von Fabrikanten. Sie Leben und arbeiten an einem Ort, ohne Sozial- oder Unfallversicherung, und bekommen die Kosten für ihre Unterkunft und Verköstigung abgezogen.

Warum arbeiten wir nicht "Hand in Hand" mit den USA und Russland, weil dieses traditionelle Denken weiter besteht (West gegen Ost)...

Manche in Washington können nicht über ihren eigenen Schatten springen. In Amerika gibt es auch viele Probleme. Die Infrastruktur ist veraltet, viele Schulen sind schlecht ausgerüstet, die Kluft zwischen arm und reich wächst, weil das Bildungssystem dort kostenpflichtig ist - das ist einer der Gründe - wer kein Geld hat, kann ncht studieren oder kann nicht auf ein weiterführendes Gymnasium. Lehrberufe gibt es kaum.

Die Fed hat sich nach der Krise von 2008 lange nicht getraut, die Zinsen anzuheben, weil dies zu einem Dominoeffekt führen könnte im Wirtschaftsbereich. Ich bin der Meinung, daß diese FInanzleute schon gefangene ihres eigenen Systems geworden sind!... Aber die Hintergründe hier zu erklären wäre zu kompliziert...

"Honni soit qui mal y pense"

Emmy

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sie will es zu ihren gunsten beeinflussen

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Die Antwort lautet eindeutig: Ja, das will sie, die USA. Sie will doch auf der ganzen Welt ihren Einfluss geltend machen, speziell aber in Europa, siehe TTIP-Abkommen. Beispiel: VW hat ohne Frage unverantwortlich gehandelt. Die Klagen gegen VW nehmen kein Ende, im Gegenteil, VW wird es, wenn überhaupt, nur knapp überleben. Gleiches wird mit der Deutschen Wirtschaft geschehen auf der Basis des Investorenschutzgesetzes, welches von den USA unbedingt in den Vertrag eingebunden werden soll.Es sieht so aus, als begreifen Deutsche Politiker die Gefahr langsam, aber die AMIS lassen nicht nach. Wenn die unbedingt zu erfolgende engere Zusammenarbeit mit Russland realisiert würde, wäre es für Deutschland die Garantie für eine bessere Zukunft, für USA jedoch ein Schreckgespenst.

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Russland ist ein Unrechtsstaat, beherrscht von einer kleptokratischen Mischpoke aus Staatsmacht und Oligarchen, die das russische Volk ausplündern. Hier ein aktuelles Beispiel:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/weltbilder/Russland-Agrarkonzern-klaut-Bauer-die-Ernte,weltbilder5446.html

Diie russische Arbeitskraft ist meist dauerbesoffen:

"Bei Bewerbungsgesprächen in der tiefen Provinz könne man von zehn Kandidaten die Hälfte gleich nach Hause schicken, erzählt ein in der Landwirtschaft aktiver Milliardär im Gespräch. Vom Rest erweise sich einer nach einer Woche als unbrauchbar. Bleiben 30 bis 40 Prozent, die längerfristig infrage kommen. Das Hauptproblem? "Der Suff", so der
Milliardär."

http://www.welt.de/wirtschaft/article155894413/Warum-Putins-Oligarchen-jetzt-zu-Bauern-werden.html

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Kommentar von atzef
02.09.2016, 21:41

Ansonsten verdanken wir den USA in der Bundesrepublik einen beträchtlichen Teil unseres Wohlstands (Marshallplan, Westintegration), den Russen in Gestalt der EX-DDR nur einen kostspieligen Schrottplatz.

2

Ja wollen und tun sie auch.

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