Will die AfD immer noch die DM zurück?

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5 Antworten

Auch die "alte" AfD wollte nie wieder zur DM zurück. Man wollte vor allem aus den verhängnisvollen Verstrickungen dieses Europa und der EURO-Rettung, der Griechenland-Rettung und der Banken-Rettung heraus. Die Rückkehr zur DM war nur eine denkbare Alternative. Olav Henkel hat z.B. offen eine Art NORD-EURO favorisiert. Wichtig war die Abkoppelung wirtschaftlich vollkommen anders gelagerter Südökonomien aus einem gemeinsamen Währungsraum. Ich persönlich hätte nichts gegen eine Rückkehr zur DM gehabt. Das ist aber alles vorbei. Der Dampfer ist abgefahren und die Kosten für das kommende Desaster werden vor allem die teils noch ahnungslosen jungen Generationen zahlen.

Es gibt zwei AfDs. Die Gründungs-AfD mit Bernd Lucke an der Spitze und die Nach-Bremer-AfD, als sich eine stärkere Rechtsorientierung mit Frauke Petry durchgesetzt hat. Da ich Sympathisant der ersten AfD war, habe ich diesen Prozess sehr interessiert mitverfolgt und wie mit Hilfe der Medien und subversiver Elemente der Rechtsruck der AfD von außen forciert worden ist. Noch in einer letzten Rede hat Bernd Lucke auf die Gefahren der anstehenden Bankensicherung hingewiesen, bei denen die Sicherungsreserven deutscher Banken, vor allem der Sparkassen und Volksbanken an marode Südbanken verpulvert werden. Das läuft jetzt, aber für viele war die alte AfD zu wirtschaftskompetent und die meisten haben gar nicht begriffen, wie tief die Euro-, Griechenland- und Bankenrettung in unsere Wirtschaft eingreifen, dass die Deutschen Sparer und Steuerzahler und jungen Generationen zu Zahlsklaven eines illusorischen europäischen Traums werden.

Man war in Berlin der Meinung, dass es reicht, die "neue" AfD endlich in die rechte Ecke abgeschoben zu haben, ähnlich wie die "neue" Pegida. Erst mal verschwindet die alte Pegida mit ihren Forderungen aus dem Bewusstsein der Leute (deren Forderungsprogramm ist von den Medien ja nie komplett kommuniziert worden). So fällt nicht auf, dass inzwischen sogar die SPD längst den Großteil dieser Forderungen übernommen hat. Nun bricht die ganze Illusion der emotional aufgebauschen aber nicht mit politischen Konzepten unterlegten "Willkommenskultur" langsam auseinander. Und die Berliner Einheitsparteien stehen vor der erschreckenden Erkenntnis, dass man die Menschen nur bis zu einem gewissen Grad für dumm verkaufen kann. Jetzt plötzlich erstarken Pegida und AfD, von denen man gehofft hat, sie in die rechte Ecke abgeschoben zu haben. Die linksradikalen Gegendemonstranten mit ihrem "Deutschland verreckt" scheuchen die bürgerliche Mitte auf und treiben sie mehr und mehr der AfD in die Arme.

Nein, die neue AfD will nach wie vor nicht unbedingt zur DM zurück. Die Kritik der neuen AfD an unserer Gesellschaft und ihren abgehobenen Eliten in ihren fernab liegenden gut geschützten Villen ist fundamentaler. Lügenpresse wird spätestens seit Silvester allgemein geteilt. Eine Woche lang hat man mal demonstrativ, weil man sich kein Schweigekartell vorwerfen lassen wollte, Ross und Reiter genannt. Und heute morgen wurden laut ARD wieder mal nur 50 Häuser eines Familienclans wegen Rauschgiftschmuggels durchsucht, ohne dass wieder die Nationalität genannt wurde. Die glauben doch wirklich, dass das keiner merkt. Außer bei Hardcore-Grünen ist die Zeit allerdings vorbei. Die verkniffenen Willkommens-Glauben sind, die krallen sich an ihren Emotionen fest, dem schönen Gefühl der Freigiebigkeit - auf Kosten anderer, denn die meisten davon tragen zum Steuertopf noch nichts bei, die nehmen nur.

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Das Hauptziel der Partei der Euroskeptiker ist neben der Verschärfung der Einwanderungspüolitik eine Kursänderung der Rettungspolitik des Euro sowie die strikte Befolgung der Maastricht-Kriterien, in erster Linier verfolgt die AfD eine Revision der deutschen Garantie-Politik für gefährdete Forderungen in Verbindung mit der Rettung der Finanzsysteme einiger wirtschaftlich rückständiger Länder der Eurozone, die vom europäischen Stabilitätsmechanismus vorgesehen ist. Als äußerste Maßnahme wurde die Einführung einer deutschen Nationalwährung beworben. Ausschlaggebend für die Kritik war die Verabschiedung des finanziellen Hilfspakets für Zypern von Angela Merkel. Die AfD plädiert allerdings nicht für eine Auflösung der EU und betrachtet sie als nützlich für Deutschland.

Die Ideen dieser Partei sind allerdings nicht in der Form, wie sich das ihre Führer vorstellen, umsetzbar. Die Renationalisierung kann die europäische Wirtschaft mehrer Jahre zurückwerfen. Für die deutsche Wirtschaft, die überwiegend vom Export lebt, wäre dies der Anfang einer langanhaltenden Rezession.

Was die übrigen politischen Themen betrifft, ist die Plattform AfD eine reine populistisch-nationalistische Partei ohne tragfähige Konzepte.

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hallo Fred4u2, es wird nicht so strikt die DM wieder verlangt, sondern:

- Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes.
Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro.

- Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die
Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Die
Wiedereinführung der DM darf kein Tabu sein.

Also:  ODER (!) die Schaffung kleinerer Wahrungsverbünde, also keinen grossen Euroraum, in dem die drei (derzeit wirtschaftlich noch starken) Länder den Rest der Währungsunion alimentieren.


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