Wilhelm Tell? als historisch existierende Person? Gabs den?

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15 Antworten

Im Islam gibt es eine Überlieferung über ein Vorkommnis aus vor-islamischer Zeit, die der Gesandte ALLAHs Muhammad (Friede und Segen auf ihm) erzählte, und die Suhaib (r.) überlieferte (Erklärung zu Sure 85:4-8):

Man erzählt, dass es einst einen König gab, der einen Zauberer (in seinem Dienst) hatte. Als der Zauberer alt wurde, sagte er zu dem König: "Da ich jetzt alt werde, bestimme bitte einen jungen Mann, den ich die Zauberei lehren kann." Der König schickte also einen jungen Mann zu ihm, der in der Kunst der Zauberei unterrichtet werden sollte.

Auf dem Weg des jungen Mannes zum Zauberer lebte ein Mönch, bei dem der Junge zu sitzen pflegte und dessen Reden er gern lauschte. Der Junge war so erfreut durch das Gespräch mit dem Mönch, dass er sich immer zu dem Mönch auf den Weg setzte, wenn er zum Zauberer ging. Dies ließ den Jungen zu spät kommen, worauf der Zauberer ihn schlug. Als der Junge sich beim Mönch darüber beklagte, sagte der Mönch zu ihm: "Wenn du Angst vor dem Zauberer hast, sag ihm: 'Meine Leute hielten mich auf, und wenn du dich vor deiner Familie fürchtest, sag ihnen: 'Ich habe mich wegen des Zauberers verspätet.'" Diese Strategie setzte sich eine Zeitlang fort.

Einst sah der junge Mann, dass ein gewaltiges Tier den Menschen den Weg blockierte. Der junge Mann sagte bei sich: 'Jetzt werde ich merken, ob der Zauberer besser ist oder der Mönch.' Er hob nun einen Stein auf und sagte: "Oh ALLAH - wenn das Verhalten des Mönches dir wohlgefälliger ist als die Tätigkeit des Zauberers, dann töte dieses Tier, so dass die Leute passieren können" - und dann warf er mit dem Stein nach dem Tier und tötete es, womit er den Leuten den Durchgang ermöglichte. Der junge Mann erzählte dieses dem Mönch, der zu ihm sagte: "Mein Sohn, heute bist du mir zuvorgekommen, und ich glaube, dass du jetzt ein Stadium erreicht hast, in dem du geprüft werden könntest. Sollte das geschehen, verrate mich nicht."

Der junge Mann begann, Menschen zu heilen, die von Geburt an an Blindheit litten, unter Lepra und anderen Krankheiten. Diese Nachricht gelangte zu einem königlichen Höfling, der erblindet war. Er ging zu dem jungen Mann mit vielen Geschenken und sagte: "All dieses wird dein sein, wenn du mich heilst." Der junge Mann sagte zu ihm: "Ich heile niemanden. Es ist ALLAH allein, der Heilung gewährt. Wenn du deinen Glauben an ALLAH bekundest, will ich für dich beten, und Er wird dir Gesundheit gewähren." Da sprach er seinen Glauben an ALLAH aus, Der ihm das Sehen wiedergab. Danach ging er zum königlichen Hof und saß dort wie gewöhnlich. Der König fragte ihn: "Wer hat dir dein Sehen wiedergegeben?" Der Mann antwortete: "Mein HERR!" Der König fragte weiter: "Hast du einen Herrn außer mir?" Er antwortete: "Mein HERR und Dein HERR ist ALLAH." Der König befahl, den Höfling gefangen zu nehmen und foltern zu lassen, bis er den Namen des jungen Mannes bekannt gab, und der wurde vor den Herrscher gebracht, der zu ihm sagte: "Mein Sohn, bist du in der Zauberei so weit gekommen, dass du Leute vom Leiden der Blindheit, Lepra und anderen Gebrechen heilen kannst?" Der junge Mann sagte: "Ich heile überhaupt niemanden. Es ist ALLAH, Der heilt." Da wurde auch er inhaftiert und gefoltert, bis er den König Namen und Wohnort des Mönchs wissen ließ. Dieser wurde ebenfalls herbei zitiert und aufgefordert, seinen Glauben zu widerrufen, was er aber verweigerte. Der König ließ daraufhin eine Säge holen, die mitten auf den Kopf des Mönches gesetzt wurde, und er wurde in zwei Teile entzwei geschnitten. Danach wurde nach dem Höfling des Königs geschickt, und er wurde aufgefordert, seinen Glauben zu leugnen. Er weigerte sich ebenfalls und wurde genauso gespalten. Dann wurde der junge Mann gebracht und aufgefordert, seinem Glauben zu entsagen, doch auch der weigerte sich, dies zu tun. Der König überantwortete den jungen Mann seinen Leuten und sagte ihnen: "Bringt ihn zu dem und dem Berg, und wenn ihr den Gipfel erreicht habt, und er sich immer noch weigert, seinem Glauben abzuschwören, werft ihn vom Berggipfel hinunter." Sie brachten ihn also zum Berggipfel. Dort flehte er: "Oh ALLAH - befreie mich von diesen auf welche Art Du willst." Sogleich erschütterte ein Erdbeben den Berg, und die Männer des Königs fielen hinab. Der junge Mann kam zurück zum König, der fragte: "Was ist mit deinen Begleitern passiert?" Er antwortete: "ALLAH, Der Erhabene, hat mich vor ihnen rettet." Da wurde er anderen Männern übergeben, denen aufgetragen wurde, ihn in einem kleinen Boot aufs Meer hinaus zu bringen und ihn, im Falle des Widerstandes, seinen Glauben aufzugeben, in die See zu werfen. Also nahmen sie ihn mit sich fort, und dann betete er: "Oh ALLAH - befreie mich von diesen auf welche Art Du willst!" Da erlitt das Boot Schiffbruch und die Männer ertranken. Und wieder kehrte der junge Mann zurück zum König, der ihn fragte: "Was ist mit deinen Begleitern passiert?" Er antwortete: "ALLAH, Der Erhabene, hat mich vor ihnen gerettet",

und er fügte hinzu: "Du wirst nicht fähig sein, mich zu töten, wenn du nicht tust, was ich dir sage." Der König fragte nach: "Was ist das?" Der junge Mann antwortete: "Versammle die Leute auf offenem Gelände und lass mich von einem Palmstamm hängen. Dann nimm einen Pfeil aus meinem Köcher und sprich, indem du ihn in die Mitte eines Bogen spannst: 'BismiLLAH (im Namen ALLAHs des HERRn dieses jungen Mannes', und schieße den Pfeil auf mich. Wenn du das tust, wirst du mich töten können." Der König ging dementsprechend vor:

die Leute wurden veranlasst, sich auf freiem Feld zu versammeln, der Mann wurde von dem Stamm einer Palme hinunter gehängt, der König nahm einen Pfeil aus seinem Köcher, und indem er ihn in die Mitte des Bogens" spannte sagte er: "Im Namen ALLAHs, Des HERRn dieses jungen Mannes" und schoss ihn ab. Der Pfeil traf den jungen Mann an der Schläfe, der hob seine Hand zur Schläfe und starb.

Als die Leute dies sahen, sprachen sie: "Wir erklären unseren Glauben an den Herrn dieses jungen Mannes." Der König bekam zu hören: "Schau! Was du befürchtet hast, ist geschehen: Die Leute haben ihren Glauben an den Herrn dieses jungen Mannes bekundet."

Der König befahl, an beiden Seiten der Wege Gräben auszuheben. Als sie fertig waren, wurde in ihnen Feuer entzündet. Dann wurde verkündet, dass jeder, der sich weigere, seinem Glauben zu entsagen, in die brennenden Gräben geworfen werde oder aufgefordert werde, hineinzuspringen. Die Dinge nahmen so ihren Lauf, bis eine Frau hervorkam, begleitet von einem Jungen, doch sie weigerte sich, in das Feuer geworfen zu werden, woraufhin der Junge sie ermutigte und sagte: "Oh meine Mutter! Sei standhaft; du bist auf dem richtigen Pfad." (Sahih Muslim, Ahmad, Riyad us-Salihin Nr. 30; Ibn Kathir überliefert von Muhammad bin Ishaq dass es Leute aus Nadjran waren, der Junge hieß 'Abdullah bin Thamir;

z.Zt. von 'Umar bin Khattab r. wurde der Körper des Jungen von einem Mann aus Nadjran beim Pflügen entdeckt: unverwest, und sein Finger lag noch immer an seiner Schläfe, wie er gestorben war; an einem Finger trug er einen Ring mit der Inschrift "RABBi-ALLAH"-"Mein HERR ist ALLAH"; 'Umar r. ordnete an ihn wieder ordnungsgemäß zu beerdigen).

Mag sein, dass Schiller von diese Geschichte hörte (vgl. Goethe und die "Fundgruben des Orients"), und sie ihn inspirierte.

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Auch wenn ich dafür eine schweizerische Fatwa bekomme: Es ist wahrscheinlich eine Sage, in der der Freiheitskampf der Schweizer kondensiert wurde. Die Apfelschusslegende gibt es auch schon in älteren Erzählungen. Wie immer hilft wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Tell
Das nächte mal fahr ich durch Österreich nach Italien, sicher ist sicher.

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Wilhelm Tell hat, wenn er wirklich gelebt hat, wohl einen anderen Namen getragen. Der Name "Tell" ist in der Schweiz nicht vorhanden. Aber vielleicht hiess er ja "Thal" oder "Tall"? Wer weiss?

Die Geschichte ist auch nicht neu, sie kommt in abgewandelter Form an vielen Orten der Welt vor. Aber es ist eine hübsche Legende, die wohl aus verschiedenen Erzählungen und Sagen zusammengebastelt worden war. Alle Orte seines Wirkens, z.B. die Tellsplatte oder die Hohle Gasse sind wirklich vorhanden - oder wurden nachträglich der Geschichte angepasst.

Ist doch egal, ob's ihn gegeben hat oder nicht, weder das eine noch das andere kann schlüssig bewiesen werden.

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"Wilhelm Tell ist ein sagenhafter schweizerischer Freiheitskämpfer und Tyrannenmörder, der an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert in der Zentralschweiz gelebt haben soll. Der Dichter Friedrich Schiller verfasste in seiner späten Schaffensphase das berühmte gleichnamige Bühnenwerk. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist Tell der Nationalheld der Schweiz."

http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Tell

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Max Frisch hat sich mit deiner Frage befasst: In "Wilhelm Tell für die Schule". Kurz, bissig und gut. Das solltest du dir in einer Bücherei leihen und durchgehen. Bringt vermutlich mehrere Punkte, wenn du diese Quelle kennst (und es sagst).

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In jener Zeit gab es verschiedene ähnliche Ereignisse, die historisch belegt sind. Dann wurden sie zu einer Geschichte verdichtet und die Figur Tell erfunden. Drum sagt man ja auch Schiller ist ein Dichter.
Dasselbe macht jeder Maler: er arrangiert Gegenstände, die örtlich auseinander liegen auf einem einzigen Bild.
Auch Spielfilme werden auf diese Art komponiert.
Die Tell-Geschichte ist sicher eine Legende, aber die historischen Umstände, die darin geschildert werden, stimmen schon. Und darauf kommt es an.
Die Tell-Geschichte spielte im 2. Weltkrieg eine wichtige Rolle in der geistigen Landesverteidigung gegen die Nazis. Ob sie wörtlich stimmt, spielt doch keine Rolle. Wichtig ist, dass mit ihrer Hilfe H.tler nicht einfach so einmarschieren konnte.
Diese Geschichte gibt auch einen moralischen Rückhalt für die schweizerische Sturheit und Beharrlichkeit.
Heute gibt es politische Kräfte, die die Neutralität abschaffen möchten (mit der die Schweiz als Klein-Staat 500 Jahre lang so gut gefahren ist).
Aus diesen Reihen kommen die dauernden Attacken, die die Tell Geschichte demontieren wollen. Nur sind's heute nicht die Rechten, denen Tell ein Dorn im Auge ist, sondern genau die Andern.

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Wilhelm Tell ist ein Werk von Friedrich von Schiller.... es entstand in der Literaturepoche der Klassik :) und ist ein absoluter klassiker =)

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Es gibt keine Facts das es den Tell gegeben hat aber auch keine Facts das es den Tell nicht gegeben hat.

St, Margrethen/SG - (deutsch, Geschichte, Referat)
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Wilhem Tell existierte nie, das ist nur eine Legende.

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Frag mal einen ernsthaften Schweizer , ob es deren Nationalheld "nicht" gegeben hat?

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Eine erfundene Gestalt, die Züge von tatsaächlich einmal existierenden Personen aufweist.

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Wie suchst du denn? Mit der Taschenlampe unterm Bett?

In der Wikipedia ist schon einiges geschrieben, dort gibt es auch weiterführende Links.

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