Wilhelm II (Deutsches Kaiserreich)?

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8 Antworten

Das Kaiserreich war für eine Industrienation wie das deutsche Reich nicht mehr passend. Man hätte sich schon nach der Reichsgründung 1871 überlegen müssen in Deutschland den Parlamentarismus zu fördern und das Kaisertum in eine konstitiunelle Monarche (wie in England) überführen können.

Wilhelm II. war ein indirektes Opfer einer absoluten Monarchie, die mehr oder weniger vom Militär abhängig war. Zuviel Macht in der Hand weniger hat noch nie einem Staat gut getan.

Wilhelm II. ist auf der Woge des Nationalismus und der Kriegsbegeisterung an der Spitze des Staates mitgeschwommen ohne die Realitäten anzuerkennen. Und 1918 mußte er dann (widerwillig) abdanken.

Das andere Problem war die Verarmung großer Teile der Arbeiterschaft im wilhelminischen Zeitalter. Die sahen dann im Ausbruch des ersten Weltkrieges ihre Chance auf eine bessere Zukunft gekommen. Ich meine das jetzt nicht zynisch.

LA

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Es wurde voreilig gehandelt. Die sich ergebende Kettenreaktion beruhte auf unüberlegten Handlungen und ja, Wilhem II. war für sein dynamisches Verhalten bekannt - Bismarcks Anstrebungen, den Status Quo in Europa zu erhalten, hat er schnell zunichte gemacht.

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Ich denke er wollte zuerst seine Macht zur Schau stellen und wollte den Eindruck vermitteln, dass er keine Angst vor dem Krieg hat. Aber als es dann wirklich erst wurde, versuchte er einen Rückzieher zu machen. Aber dann hatte er sich schon verzockt...

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Kommentar von LukDill02
12.07.2016, 21:26

*ernst

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Er hat den Krieg schon gewollt, er hat aber das Ausmaß und das Leid das er mit sich bringt völlig unterschätzt.

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Kommentar von Phoenix130501
12.07.2016, 21:10

Ja, was vor allem daran lag das die Kriegstechniken verändert wurden. 100 Jahre zuvor in der selben Konstruktion hätte ja viel weniger Verluste zur folge

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Weder das eine noch das andere. Er hatte natürlich nicht gedacht, dass er mit dazu beitrug, dass 1914 ein Weltkrieg entstand. Mit seiner Politik hat er einen Krieg durchaus einkalkuliert, ihn jedoch nicht unbedingt angestrebt. Als es anfing in Europa zu brennen, war er nicht abgweneigt sein Militär in Marsch zu setzen. Man kann sagen, er ließ es drauf ankommen, dass auch durch seine Politik ein Krieg entstehen könnte.


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Er hat zum Schluss ja auch gesagt, er hat das Ganze so alles nicht gewollt.

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Er hatte sich heillos verstrickt und schließlich vorführen lassen.

Hinterher ist man immer klüger, wenn der Krieg erst einmal verloren ist.

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Nach allem, was heutzutage bekannt ist, hat Wilhelm II. den Krieg nicht herbeigesehnt, sich aber auch nicht sonderlich gewehrt, als ihm die angebliche Notwendigkeit eingeredet wurde.

Wilhelm II. war kein Machtmensch und ein ausgesprochener Zauderer. So gut wie sämtliche "Ordres" wurden ihm eingeflüstert, bevor dann um den Jahresanfang 1917 herum das Reich so gut wie nur noch vom Großen Generalstab regiert wurde und eine Art Militärdiktatur entstand. Von da an war der Kaiser so macht"voll" wie heutigentags der Bundespräsident: ein Stück überflüssige Dekoration.


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