Wieviele Planeten ca. schätzt man gibt es im Universum?

6 Antworten

genau schätzen kann man das nicht aber nach neuen Schätzungen gibt es sehr viele Planeten im Universum. man hat bis jetzt 927 Planeten gefunden und über 2000 Planetenkandidaten Neue Forschungen weisen darauf hin das jeder 2. oder dritte vielleicht sogar jeder Stern allein in unserer Milchstraße zumindest einen oder weit Planeten hat. das ist in anderen Galaxien dann wohl auch der Fall. Stimmt das könnte es mehr Planeten als Sterne im Universum geben. Allein in unserer Galaxie würde es dann mehrer hundert Milliarden Planeten geben. bei so vielen Planeten ist Leben außerhalb der Erde mehr als wahrscheinlich auch wenn wir es noch nicht gefunden haben.

die korrekte frage müsste aber lauten: wieviele sonnen und Planeten gab es seit beginn des Universums? schließlich sehen wir heute sonnen, die es schon längst nicht mehr gibt, gleichzeitig können wir sonnen noch gar nicht entdecken, weil ihr licht uns noch nicht erreicht hat - wenn es uns jemals überhaupt erreichen wird

Also die Schätzung ist notwendigerweise sehr, sehr grob, weil man in der Suche nach Exoplaneten erst am Anfang steht und mehr als einen Parameter schätzen muss. Aber so mal ganz grob, ja?

Schätzen wir die Anzahl der Sterne in einer Galaxie auf 100 Milliarden, also (weil Milliarde = 10^9) auf etwa 10^11 Sterne pro Galaxie (Galaxien sind natürlich nicht alle gleich groß, aber so als Richtwert)

Schätzen wir weiter die Anzahl der Galaxien im beobachtbaren Universum ebenfalls auf etwa 100 Milliarden (auch hier schwanken die Zahlen je nach verwendeter Schäzung), so dass wir wieder 10^11 haben.

Das ergibt im beobachtbaren Universum 10^11 * 10^11 = 10^22 Sterne

Schätzungen aus der Sonnenumgebung (also den bisher entdeckten Exoplaneten) ergeben, dass etwa 7% der Sterne Planeten haben. Das ergäbe dann irgendwas zwischen 10^20 und 10^21 Sterne mit Planeten drum rum.

Die Anzahl der Planeten pro Sternsystem ist natürlich noch schwerer zu schätzen, aber wenn wir von unserem als Beispiel ausgehen, so käme man etwa auf 10^21 Planeten, also eine Trilliarde.

Jetzt sollte man aber noch bedenken: Wenn wir tief ins Weltall blicken, blicken wir auch in der Zeit zurück. Wir sehen in weit entfernten Galaxien daher Sterne der ersten oder zweiten Sterngeneration. Planeten bilden sich aus den Gas- und Staubscheiben in der Entstehungsphase der Sterne. Bei Sternen erster / zweiter Generation gibt es diesen Staub einfach noch nicht. In sehr alten Galaxien bilden sich deshalb weniger Planeten - wieviel weniger ist sehr schwer abschätzbar, weil wir keine Beobachtungsdaten dazu haben. Entsprechend schwer abschätzbar sind natürlich auch die Verhältnisse in diesen Galaxien heute. Der obige Wert ist also wirklich nur eine sehr, sehr grobe Schätzung, ja? (Man korrigiere mich gerne in Kommentaren nach oben oder unten...)

Wirklich entdeckt sind bis heute ein paar Hundert Exoplaneten. Die Zahl steigt ständig, es gibt vom Kepler Teleskop noch viel auszuwertendes Material.

Grüße

Eine gute Antwort, aber man sollte zusätzlich noch bedenken, dass die Anzahl der heimatlosen Planeten (Planemos) noch bis zu 10x höher geschätzt wird, als die Anzahl der Sterne. An den anderen Daten ändert das natürlich nichts, aber das würde die Anzahl der Objekte deutlich nach oben korrigieren, da die Bedingungen für die Entstehung solcher Objekte bereits seit mindestens 6 Milliarden Jahren, wahrscheinlich länger, gegeben wahren. Folglich müsste man Solche Objekte bis zu einem Abstand von wenigstens 6 Milliarden LJ beobachten können, sobald die entsprechende Technologie zur Verfügung steht.

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