Wieviele Kernschmelzen reichen aus, um die Welt zu vernichten?

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5 Antworten

da brauch man viele, denk ich mal.

Außerdem gibt es ja nicht überall auf der Welt Atomkraftwerke.

Aber totales kaos auf der ganzen welt würde schon mit ein paar entstehen, wenn du mal bedenkst, was es schon für Trouble um Fukuschima gab.

Mit Kernschmelzen alleine kann man die Erde nicht vernichten. Selbst wenn es mehrere gleichzeitig gäbe auf der Erde, dann auch nicht. Kernschmelze heißt nicht immer gleich, dass Radioaktivität Austritt. Zwar insgesamt mehr als im Normalbetrieb dadurch die Spaltgase die fast nicht Filterbar sind schnell flüchtig sind entweichen, aber immer noch weniger als bei einer Revision des Werkes. In der Geschichte der zivilen Nutzung der Kernenergie gab es schon einige Kernschmelzen, zumeist partiell, man spricht also aus Erfahrung. Man muss ja auch gleichzeitig beachten, dass die Radioaktivität auch wieder Abklingt. In Fukushima sind deshalb nach spätestens 30 Jahren die Gebiete bis zu einem Radius von 5 Kilometer um das Kernkraftwerks theoretisch wieder bewohnbar, sofern kein Plutonium aus dem dritten Block entflüchtet ist, dadurch der Reaktor selbst aber nicht explodiert ist und Plutonium kein Gas ist, ist das auszuschließen. Das ist der große Unterschied zwischen Tschernobyl und Fukushima: in Tschernobyl ist durch die Explosion des Reaktors Plutonium mit entwichen, weshalb die Gebiete immer noch größtenteils kontaminiert sind, in Fukushima bisher nicht da nicht der Reaktor selbst explodiert ist sondern Wasserstoff in der Reaktorhalle.

Naja das mit den 30 Jahren sei dahingestellt. Die Halbwertszeit von Caesium-137 ist zwar 30 Jahre, aber das heißt ja nur, dass bis dahin die Hälfte von dem was da war, zerfallen ist und nicht dass alles weg ist.

Ich würde sagen, es wird 100 Jahre und mehr brauchen bis man wieder halbwegs gefahrenlos die Gegend bewohnen kann.

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@Alextoexplain

Ich rede ja nicht von Cäsium alleine, das übrigens die geringste Aktivität von den Stoffen aufweist die aus den Blöcken entwichen ist, sondern auch von allen anderen radioaktiven Isotopen, die weitaus stärkere Kontamination aufweisen. Ich bin mir zu 95% sicher, dass die Strahlenwerte in diesem Zeitraum sich wieder normalisieren, das kann ich tatsächlich eindeutig sagen. Gleiches war auch in Tschernobyl zu beobachten. Innerhalb der ersten sechs Jahre hat sich die Hintergrundstrahlung bereits weitestgehend normalisiert, Werte von 0,60 µSv liegen zwar noch über den Durchschnitt, aber sie lassen durchaus das Leben zu. Die Strahlung selbst ist nur noch so hoch weil eben fragmentierte Plutoniumisotope vorhanden sind. Wären die nicht, wäre die Gegend langfristig wieder bewohnbar.

Leider ist das auch ein Thema, dass radioaktive Abfälle betrifft. Dadurch die Grünen die Aufarbeitung verboten haben müssen die Abfälle rund 24000 Jahre abklingen, mit einer Wiederaufbereitung, bei der das Plutonium und das nutzbare Uran da man es wiederverwerten kann abgetrennt wird, liegt die Zeit die der radioaktive Abfall tatsächlich "Endgelagert" werden muss bei nur noch 500 Jahren maximal. Nur leider ist das einerseits zu unbekannt worum es bei der Aufarbeitung eigentlich geht und die Halbwertszeiten der Isotope sind ebenfalls nahezu unbekannt. Die Halbwertszeit ist ja nur eine variable, die andere ist die Aktivität.

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Kommt darauf wie sie ablaufen je nach dem mehr oder weniger

Im Durchschnitt so... 3? 10? 20?

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Kommt auf größe der Reaktoren, Menge des hochradioaktiven Materials/Brennelemente und Lage des AKW's an ;-)

"Nur" durch Kernschmelzen kann man das Leben auf der Erde nicht "auslöschen".

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