Wieviele Gehälter stehen mir nach 30 jahren Betriebszugehörigkeit als Abfindung zu?

5 Antworten

Von der IG-Metall gibt es bestimmt keine Regelung zu Abfindungen. Abfindungen sind auch nicht im Gesetz geregelt.

Abfindungen werden i.d.R. vom Arbeitgeber angeboten um einen schwer kündbaren Mitarbeiter loszuwerden, um Kündigungsschutzprozesse zu verhindern oder auch lange Kündigungsfristen zu verkürzen.

Dann gibt es Kündigungen im Rahmen eines Sozialplans oder ein Arbeitsrichter schlägt diese vor/ordnet an.

Die gängige Formel für Abfindungen sind 50% eines Bruttomonatsverdienstes pro Beschäftigungsjahr. Anbieten kann der AG durchaus auch mehr und bei Sozialplänen wird auch oft ein höherer Wert vereinbart.

eine Abfindung will in der Regel verhandelt werden. Es handelt sich um eine Zahlung des Arbeitgebers mit welcher der Besitzstand des Arbeitnehmers erkauft wird..  Der Arbeitgeber zahlt Geld um trotz der hohen Hürden des deutschen Arbeitsrechts ein Arbeitsverhältnis beenden zu können.  Ganz pauschal: je schwieriger es ist dein Arbeitsverhältnis zu kündigen  und je höher der Trennungswunsch des Arbeitgebers desto eher wird dieser bereits sein Geld in die Hand zu nehmen.

Wirkliche Vorgaben zur Höhe einer Abfindung gibt es nicht, da reine Verhandlungssache. Es haben sich im Laufe der Zeit natürlich gewisse Üblichkeit herausgebildet, die aber nicht zwingend sind. Es gibt auch eine gesetzliche Regelung die einige Aussagen zur Höhe der Abfindung trifft. Es geht in dieser jedoch um einen sogenannten Auflösungsantrag. Aussagen zur Höhe einer Abfindung werden oft auch in Sozialplänen getroffen.

Die Höhe einer Abfindung ist in aller erster Linie also Verhandlungssache. Hol dir einen professionellen Rechtsberater und bespreche mit diesem genau deine Situation.

Habe ich Rechte auf Abfindung wegen einer Krankheit?

Hallo zusammen,

ich bin jetzt über 10 Monate aufgrund psychischer Probleme krankgeschrieben, weil ich teilweise auf der Arbeit gemobbt wurde und auch viele andere Sachen vorgefallen sind was ich hier nicht erwähnen möchte. Meine Therapeutin hat mir auch empfohlen etwas neues zu suchen, und deshalb habe ich mich dafür entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen.Ich dachte mir, dass ich vielleicht die Möglichkeit hätte, mit meinem Arbeitgeber eine Abfindung auszuhandeln. Also habe ich an die Personalabteilung eine E-Mail geschrieben, dass ich meine Tätigkeit durch ärztlichen Rat aufgrund meiner Krankheit aufgeben sollte. Daher war die Frage meinerseits, ob es möglich wäre gegenseitig eine sozialverträgliche Vereinbarung zu treffen und das Ganze im Guten zu beenden.

Ich habe eine Antwort bekommen, dass sie auf mein Anliegen eingehen würden.

Meine Frage wäre an Euch Experten wie ich mich verhalten soll. Soll ich alles erzählen was vorgefallen ist und was soll ich auf die Frage antworten was ich mir vorgestellt habe (Betrag Abfindung--> zur Info: ich bin seit knapp 4 Jahren dabei)?

Meine Vorstellung wäre, dass sie mir vielleicht ein paar Gehälter bezahlen oder eine Abfindung geben. Aber wieviel Gehälter wären gerecht oder wieviel Abfindung kann ich verlangen ?

Ich bedanke mich im Voraus für eure Antworten

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Abfindung trotz neuem Job?

Hallo!

ich habe folgende Konstellation im Rahmen einer Betriebsbedingten Kündigung und bitte um eine valide Antwort eines Rechtsanwalts.

betriebsbedingte Kündigung erfolgte im September 2017 zum 31.12.2017 mit unwiderruflicher Freistellung.

Einreichung Kündigungsschutzklage

Gerichtstermin 1 fand Ende 2017 statt: Arbeitsgeber bot eine Abfindung zur Aufhebung des Arbeitsverhältnisses an. Kläger hat die Abfindung wegen zu geringer Höhe abgelehnt. Zweiter Gerichtstermin wurde auf Ende Juni 2018 terminiert.

Gehaltszahlung wurde Ende Dez 2017 eingestellt. Zahlung ALG I für Monate 1-2/2018 durch Jobcenter.

Eintritt in neuen Job am 1.3.2018. Kündigungsschutzklage läuft unverändert. Gerichtstermin Ende Juni 2018 steht an.

EX-Arbeitgeber bietet Abfindung in Höhe von 0,5 Monatsgehälter je Betriebszugehörigkeit mit Aufhebung zum 31.12.2017 an.

Frage: Besteht vor Gericht in der 2. Instanz die realistische Chance; dass die Argumentation wie folgt ausgeurteilt werden könnte:

Zahlung der Abfindung wie oben angeboten

plus

2 Gehälter aus 01-02/2018, weil Kündigung als nicht rechtswirksam erklärt wird.

Dieser Ansatz wäre höher als nur die Abfindung.

Vielen Dank für eine kompetente Antwort.

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