Wieviel zusätzlichen Sprit kostet eine montierte Dachbox wirklich?

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Nach Angaben des ADAC kann sich je nach Fahrweise durch Dachboxen oder -gepäckträger sowie Ski- oder Fahrradträger der Durchschnitts-Verbrauch um 10 bis 50 Prozent erhöhen. Was das in Zahlen bedeuten kann, erläutert Almut Gaude: „Werden drei Fahrräder auf dem Dach transportiert, kann sich bei Tempo 100 der Verbrauch um 4 Liter auf 100 Kilometern erhöhen.“ Und selbst ein unbeladener Skiträger führt zu einer Verbrauchssteigerung um etwa einen Liter.

Eine weitere Möglichkeit sind Dachboxen, die in der Regel einen geringeren Mehrverbrauch als herkömmliche Träger bedeuten. Allerdings ist es nicht ratsam, den Großteil des Reisegepäcks dort zu verstauen. „Es ist nicht zu empfehlen, den Wagen zu sehr nach oben zu beladen“, sagt Marion Steinbach. Denn einerseits wächst durch die zusätzliche Höhe die Seitenwindempfindlichkeit. Außerdem ändert sich je nach Last das Fahrverhalten.

http://www.welt.de/reise/urlaubsplanung/article942666/Richtig_packen_fuer_die_Urlaubsreise_.html

Ich bin Windsurfer und fahre schon mal mit einer Dachlast herum, die in etwa einer Dachbox entspricht. Mein Wagen verbraucht normalerweise so etwa 8 Liter auf 100 Kilometer ohne eine Dachlast. Mit den Boards etc. oben drauf habe ich bei ca. 120 km/h einen Mehrverbrauch von etwa einem Liter. Das deckt sich etwa mit den Beobachtungen von Freunden, die wirklich ein Box haben.

Da sie nicht viel wiegen, sondern eher durch ihren Luftwiderstand den Benzin-Verbrauch beeinflussen, ist es vor allem geschwindikeitsabhängig (geht in die Widerstands-Rechnung quadratisch ein). Bei Stadtverkehr-Geschwindigkeit wird der Mehr-Verbrauch kaum messbar sein, bei 200 km/h dagegen wird der Verbrauch sicher um 20 - 40 % ansteigen (Vergrößerung der Stirnfläche des Fahrzeugs). Und dann hast du noch Glück, da die meisten Dachboxen ja aerodynamisch geformt sind und zumindest den Beiwert cw kaum verschlechtern.

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