Wieviel Watt hat ein SINUS - Watt

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4 Antworten

Aufgenommene oder abgegebene Leistung? [Bearbeiten]

Die Hersteller elektrischer Geräte sind zur Angabe der maximalen Leistungsaufnahme verpflichtet. Dies ist stets ein größerer Zahlenwert als die Leistungsabgabe und kommt damit im Allgemeinen dem Interesse der Werbung entgegen. Die abgegebene Leistung kann weit geringer sein, je nach Wirkungsgrad, d. h. den Energieverlusten bei der Wandlung der elektrischen Energie in andere Energiearten. Wärmeverluste, mechanische und andere Verluste reduzieren die tatsächliche abgegebene Leistung z. B. einer Bohrmaschine oder eines Staubsaugers. Beispiel: Eine Glühlampe mit 60 Watt Leistung nimmt 60 Watt auf, gibt jedoch nur ca. 3 Watt (5 %) in Form des erwünschten sichtbaren Lichtes ab und etwa 57 Watt in Form unerwünschter Wärme. (Viel größer ist der Wirkungsgrad einer Glühlampe, wenn man sie als Wärmequelle betrachtet.)

Bei Laserlichtquellen wird dagegen üblicherweise die tatsächlich die im Laserstrahl enthaltene Leistung angegeben. Der elektrische Verbrauch (Anschlussleistung) einer Laserstrahlquelle ist entsprechend dem jeweiligen Wirkungsgrad stets höher, u. U. um ein Vielfaches.

Dauer- oder Kurzzeitleistung? [Bearbeiten]

Die Watt-Angabe des Herstellers muss auch keineswegs die Dauerleistung des Gerätes sein, sondern kann auf eine angegebene „KB“, d. h. Kurzbetriebszeit beschränkt sein oder kann sich z. B. bei Backöfen auf das ungeregelte Schnellaufheizen beziehen, während die Dauerheizleistung weit geringer ist.

Mit der Musikleistung wird bei Verstärkern und Lautsprechern ein kurzzeitig erreichbarer (Leistungs-) Spitzenwert pro Kanal angegeben. Sie dient als Maß für die gerade noch ohne clipping erreichbare Aussteuerbarkeit bei Lautstärkespitzen eines Musiksignales. Die Musikleistung wird in der Regel bestimmt durch die Auslegung des Netzteils, insbesondere der Netzteilkondensatoren, welche die Energie für die kurzzeitigen Stromspitzen zur Verfügung stellen müssen. Werte bis zu 50.000myF sind durchaus gebräuchlich. Eine geringe Differenz zwischen der Sinus/RMS-Leistung (Dauerleistung) und der Musikleistung stellt ein Gütemerkmal für die Auslegung des Netzteiles dar, da dann das Netzteil dafür ausgelegt ist, auch hohe Ströme dauerhaft zur Verfügung zu stellen.

Bei Audiogeräten der unteren Preisklasse oder in der Werbung wird die Verstärkerleistung häufig auch mit PMPO angegeben. Bei Verstärkern ist PMPO oft in etwa das Produkt aus dem Quadrat der Leerlauf-Versorgungsspannung und der minimal zulässigen Lastimpedanz. Oft übersteigt die PMPO-Angabe jedoch sogar diesen Wert. Die Abkürzung ist nicht genau festgelegt und bedeutet sowohl Peak Music Power Output als auch Pulse Maximum Power Output als auch Peak Momentary Power Output als auch Peak Maximum Power Output. Ebenso wie die Abkürzung ist auch die Größe selbst physikalisch nicht definiert (im Gegensatz zur Sinusleistung oder RMS-Leistung).

RMS(Root Mean Square)-Leistung bezeichnet die elektrische Leistung eines Verstärkers oder Lautsprechers (gemessen in Watt), die er bei Speisung mit einem musikähnlichen Signal (rosa Rauschen) ohne Störungen oder Übersteuerung (clipping) abgeben bzw. aufnehmen kann.

Diese Größe ist nicht zu verwechseln mit der Sinus-Dauertonleistung laut DIN 45500, der so genannten HiFi-Norm, da kein Sinussignal, sondern ein rosa Rauschen als Signal verwendet wird. Die RMS-Leistung soll eine Vergleichbarkeit der Leistungsfähigkeit von Lautsprechern und Verstärkern hinsichtlich ihrer Eigenschaften bei Musikwiedergabe mit einem definierten Testsignal ermöglichen.

Die RMS-Leistung wird in der Lautsprechertechnik verwendet und dient als Leistungsmaß. Der Lautsprecher wird hierbei mit einem Signal angesteuert, das das ganze hörbare Frequenzspektrum umfasst, wobei die einzelnen Frequenzbereiche subjektiv gleichlaut sind. Durch den Stromfluss erwärmt sich u.a. die Schwingspule. Der RMS-Wert bei einem Lautsprecher (gemessen in Watt) bezeichnet die Größe der aufgenommenen Leistung bis zu dem Grad, an dem er thermisch oder mechanisch zerstört wird. Die Isolation der Schwingspule kann zerstört werden, Spulendrähte können sich lösen. Besonders bei tiefen Frequenzen kann die mechanische Zerstörgrenze des Lautsprechers vor der elektrischen Überlastung erreicht sein.

Das bezeichnet die Belastbarkeit des Lautsprechers bzw. der Endstufe bei Anlegen einer Sinusspannung. 1000 W sind ganz schön laut! Aber alles ist relativ. :-)

Und wieviel watt sind denn nun meine 1000W-SINUS??

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