Wieviel Watt hat ein normaler Haushalt normalerweise und was passiert wenn man ein 750 Watt Gerät einsteckt?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Haushalt hat keine Watt. Watt ist die Einheit für die elektrische Leistung und setzt sich aus Spannung (230/400V) und Stromstärke zusammen. Und da ein Haushalt keine festgelegte maximale Stromstärke hat hat er auch keine maximale Leistung (Watt), die man aufteilen kann. Die Stromstärke die ein Haus beziehen kann wird nur durch die Hauptsicherung im Hausanschlusskasten begrenzt, die aber verschieden groß sein kann.

Und wenn du ein gerät mit 750 Watt einsteckst beziehst du eben aus dem Stromnetz 750 Watt. Also bei 230V etwa 2,36 Ampere.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:

Bei Warmwasser über Zentralheizung kommt ein 3-Personenhaushalt mit Energiesparleuchten etc. auf ca. 2700 kWh/Jahr.

Hat man allerdings einen DLE (elektrische Warmwasserbereitung mittels Durchlauferhitzer), so kommt man bei gleichem Verbrauch wie oben allein durch zusätzliche Energiekosten für Duschen, Haarewaschen, Spülen etc. schnell auf 6000 kWh. Das macht dann locker 500kWh/Monat.

Was das 750W-Gerät betrifft: Dieses hat einen Betriebsstrom von                750 W : 230 V = 3,26 A.

Gemessen an einem 16A-Stromkreis sind das gerade einmal 20,38 % der Gesamtbelastbarkeit.

die frage ist, wie das mit den Watt zu verstehen ist. die duchschnittleiche Leistung eines Haushaltes mit einem jährlichen Energieverbrauch von 4.380 kWh entspräche also 0,5 kW (500 W)

rechnerisch sähe das etwa so aus: 4380 kWh / 8760 h = 0,5 kW das h für die Stunden kürzt sich dabei natürlich weg. auf die 8670 Stunden komme ich in dem ich die 365 Tage pro Jahr mit 24 stunden multipliziere.

dabei ist natürlich zu bedenken, dass der Dorfteich im Duchschnitt nur einen halben Meter tief ist, die Kuh aber trotzdem darin ertrunken ist.

Wenn es um die maximal beziehbare Leistung geht, dann hängt das in erster Linie von der Hauptsicherung ab und natürlich davon ob es drehstrom oder wechselstrom ist.

um das ganze gleich etwas besser rechnen zu können, nehmen wir hier mal als spannung die einheit Kilovolt (kV) ein kV = 1000 V


Wechselstrom (35A): 0,23 kV x 35 A = 8 kVA

Drehstrom: (35 A):  0,4 kV x √3 x 35 A = 24 kVA

die ergebnisse habe ich etwas gerundet. den faktor wurzel3 braucht man bei der leistungsberechnung im drehstromnetz wegen der 3 phasen. im Wechselstromnetz ist die spannung um den faktor wurzel3 niedriger als im drehstromnetz. so werden aus 400 volt zwischen den beiden phasen 230 volt zwischen phase und nulleiter.

jetzt hast du also 0,4 kV / √3 x 3 ph x 35 A....

da √3 x √3 = 3 ist, kannst du das (siehe oben) auch etwas abkürzen...

ich weiß genau, du wirst dir nun die fage aufwerfen, was genau ist ein kVA. das sind 1000 VA. bei vielen geräten steht hinten z.B. drauf 72 VA. ein VA das ist ein voltampere. also volt mal ampere.

nun ist es aber beim wechselstrom so, dass ein volt x 1 ampere nicht immer 1 watt sind. die sogenannte wirkleistung fällt bei kapaztiven verbrauchern wie schaltnetzteilen oder induktiven wie motoren etwas niedriger aus. das ist dann der sogenannte Blindleistungscoeffizient (cosinus phi) nehmen wir einen motor als beispiel. mit einem cosinus phi von 0,85 bedeutet das bei 6,8 kW eine sogenannte Scheinleistung von 8 kVA

hoffe, damit sind alle klarheiten beseitigt.

lg, Anna


Uhm O.O

Das muss ich mir gleich mal durchlesen xd

Aber Danke schon einmal für die ausführliche Antwort xxD

0

Was möchtest Du wissen?