Wieviel verdienen die an meinem Blut?

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10 Antworten

Es wird recht kostendeckend gearbeitet. Bei den Ausgaben sind Aufwandsentschädigung, Personal- und Materialkosten (Beutelsystem, Tupfer, Handschuhe, Pflaster, Untersuchungsröhrchen, Etiketten usw.) nur ein kleiner Teil. Hinzu kommen ja auch all die Geräte, die angeschafft werden mussten (Termometer, Blutdruckgeräte, Waagen, Liegen, Zentrifugen, Computer, Drucker usw.), damit überhaupt erstmal gearbeitet werden kann. Rechnet man all diese Kosten zusammen, kommt man je nach Blutspendedienstgröße (Preise der Anbieter dieser Artikel sinken natürlich bei Abnahme größerer Stückzahlen) schon locker auf eine Summe von 60 Euro. Ebenfalls müssen noch Labortest gemacht werden, auch da sind teure Geräte und Reagenzien notwendig. Auch das Kühlhaus zur sachgerechten Lagerung brummt rund um die Uhr. Eine Blutkonserve wird den Krankenkassen mit ca. 80 Euro, es gibt Abweichungen von einigen Euros, die auch durch eventuelle weitere spezielle Tests anfallen, das Blut ev. nochmal bestrahlt werden muss oder längere Transportwege anfallen, wobei die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf. Die Blutgruppe ist dabei in der Regel egal. Ggf.kann man noch das Plasma verwerten, ev. auch noch einen Teil zur Thrombozytenherstellung nutzen, aber da kommen dann auch noch erneute Kosten hinzu (Material, Gefrieranlagen zur längeren Lagerung, aufwendige Handarbeit). Alle Geräte müssen gewartet und oft auch aufwendigen und teuren regelmäßigen Funktionstests und Kontrollen unterzogen werden. Je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr Ausgaben fallen mir ein.

Ich würde sagen, im schlechtesten Fall zahlt man sogar drauf (positive Testergebnisse, Spender gibt sein Produkt nicht zur Verwendung frei, selten kommt es aber auch mal zu Defekten, noch seltener zum Verfall, manche Plasmen kann man nicht verwenden, weil Medikamente eingenommen wurden, der Spender sich zu fettreich ernährt hat, wenn Frauen schon eine Schwangerschaft hatten ist das Plasma auch nicht mehr für Patienten zu verwenden. Da gibt es eine Menge Gründe, die dazu führen, dass man ein Produkt nicht verwenden kann.. Man wird pro Blutspende einen vielleicht 2 stelligen Betrag erzielen, aber deutlich im unteren bis bestens im mittleren Bereich. Alles zusammengenommen sind dann aber trotzdem keine großartigen Gewinne zu erzielen, weil dann auch bautechnisch wieder investiert werden muss sprich Gebäudesanierung wie ganz normale Anstriche bis hin zu Umbauten und Anbauten.

Wichtig ist, dass die Menschen spenden und nicht immer nur rechnen, ob ihnen nicht noch mehr zusteht.

Ich hoffe ich konnte helfen.

ca. 90€ minus materialkosten etc.
Die Aufwandentschädigung bei Thrombozytenspenden ist höher,dh nicht, dass Thrombozyten wertvoller sind.

das Leben als auch das Blut sind eigentlich unbezahlbar. Für den Menschen ist es das Wertvollste , was es zu seinem Erhalt gibt, ohne Blut geht gar nichts. Das einige zum Spenden gehen , weil Sie dafür Geld bekommen , lass ich so hingestellt. Dennoch sollte sich jeder einfach mal die Zeit nehmen , nachzudenken, und beten, das keiner auf fremdes Blut angewiesen ist. Denn , ohne gibt es kein Leben , was ist das wohl für den einzelnen Wert ?

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/rohstoff-blut-1000-euro-fuer-fuenf-liter-blut-1800486.html

also pro konserve ca. 100 euro. allerdings musst du die kosten für das entnahmeteam rechnen, sprit für die einsatzwagen, die kühlung und die einlagerung.

das DRK verdient mit den blutspenden zwar viel geld, dafür werden von den einnahmen aber auch rettungssanitäter ausgebildet, die örtlichen rettungsdienstleitstellen unterhalten, vereinsarbeit gefördert usw. kommt also alles uns zugute.

Amelli 04.05.2012, 00:31

Jo also in der Uniklinik fallen kosten für EInsatzwagen transport etc ja schonmal weg, da ich ja zu denen in die Klinik gehe und nicht andersrum, und es kommt ja auch druf an welche Blutgruppe da 0 ja wertvoller ist als AB beispielsweise, aber ich glaube mit den 100€ bist du bisher am nähsten dran^^

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Destroyer69 04.05.2012, 00:36
@Amelli

möchte nicht wissen, wie viel meine stammzellen damals wert waren, die ich gespendet habe. aber da habe ich mir keine gedanken drüber gemacht, weil ein mensch, der an leukämie erkrankt war und definitiv am sterben lag, geheilt werden konnte.

die übereinstimmung bei stammzellen liegt bei 1 : 20 000 000 ... also gibt es in ganz deutschland pro leukämiefall ca. 4 mögliche spender. da können aber auch ganz alte menschen drunter fallen oder babies oder auch chronisch kranke, die von vornherein als spender ausfallen.

wer blut spendet, kann im besten fall selbst dafür sorgen, dass bei seinem eigenen unfall genug konserven vorrätig sind ;)

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Vampirfrau 04.05.2012, 16:09
@Amelli

Der Spender wird nicht für das Vorhandensein seiner speziellen Blutgruppe belohnt, sondern für den Aufwand den er sich gemacht hat, überhaupt zu spenden. Kliniken haben zwar keinen Einsatzwagen, dafür die Ausstattung in einem Gebäude und sie arbeiten auch nicht noch zusätzlich mit ehrenamtlichen Hilfen, sondern mit einem kompletten Personalstamm. Kosten haben beide, allerdings bauen sich sich unterschiedlich auf.

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Ich kann nichts über Blutspenden sagen, aber über Medizinforschung. Es kann durchaus sein, das bei einer Aufwandsentschädigung von 25 € rund 200 € pro Visite an das Insitut gehn.

Ich schätze allerdings, dass der Preis bei etwa 85€ herum liegt. Kein gewähr!

Vampirfrau 04.05.2012, 16:06

Schön wäre es. :-/

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Ist euch die finanzielle Seite wichtiger als das eigentliche Prinzip der Blutspende??? Nämlich mit eurer Spende anderer Leben zu retten? Ich denk mal nicht, daß da jemand sagt, die Spende ist zu teuer, dieser Patient bekommt sie nicht!

Amelli 04.05.2012, 00:32

Steht da oben etwa das ich regelmäßig hingeh und mich es einfach interessiert, oder steht da das ich nicht spenden geh weil ich der Meinung bin das sie zuviel Geld einsacken?^^

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Imagine2012 04.05.2012, 16:13
@Amelli

Nee, steht so nicht da, aber, wenn Du schon so fragst, mußt Du Dir schon den Vorwurf gefallen lassen, andernfalls hättest Du die Frage anders stellen müssen. Und (leider) zwingt Dich unter diesen Gedanken keiner (leider) zu einer Spende. Wenn man spendet, dann ohne Wenn und Aber!!!

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Amelli 04.05.2012, 22:18
@Imagine2012

Also meinst sollte ich lieber nichtmehr Blutspenden nur weil ich frage wieviel Geld dabei verdient wird... schon klar

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Die leute verdienen nichts daran. Es wird nur für verletzte benutzt und nicht noch weiterverkauft.

Amelli 04.05.2012, 00:28

Natürlich verkaufen die es weiter... das Blut wird gespalten in 3 teile, Blutplasma und Rote Blutzellen werden an Kliniken verkauft, der rest wird an die Forschung verkauft...

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Vampirfrau 04.05.2012, 16:02
@Amelli

Forschung? Es wird an Patienten gegeben und an die Industrie zur Medikamentenherstellung. Forschung ist wirklich ein ganz kleiner Teil

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Destroyer69 04.05.2012, 00:31

da liegst du leider falsch. wenn du beim örtlichen rot-kreuz blut spendest, bekommt der ortsverein einen gaaaanz kleinen obulus und das rot-kreuz verkauft die blutkonserven an die kliniken. die wiederum rechnen das mit den krankenkassen ab. und diese wiederum werden von uns gefüttert ;)

nichts ist umsonst, nichtmal der tod, der kostet das leben

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Vampirfrau 04.05.2012, 16:05

Das Blut wird natürlich dem Nutzer in Rechnung gestellt. Also entweder der Krankenkasse des Patienten direkt, oder vorerst erstmal dem Krankenhaus, welches es gekauft hat. Nicht verwendbare Teile versucht man natürlich noch sinnvoll zu nutzen, das geht dann an die Industrie. Aber auch das ist wichtig und wird äußerst sensibel ausgesucht und die Eignung geprüft.

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Bei uns in bekommt man nichts außer einem Vesper.

Amelli 04.05.2012, 00:29

Darum geh ich ja in die Uniklinik ^^ n bissle was ist mir mein Blut auch wert^^

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Guten Abend,

die verdienen kaum was dran. ABER die nächsten "Opfer" verdienen so vielleicht ihr Leben zurück. Ich denke das ist mehr als alles Geld der Welt ;)

Ist doch egal: letztendlich kommt es einem Menschen zu gute.

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