Wieviel Urlaubstage habe ich als Teilzeitkraft bei einem AVR Tarifvertrag?

4 Antworten

wieviel Urlaub hast du dann erhofft,bei Wöchtl. 20Std.,mir kommt der Arbeitsvertrag aber etwas >windig< vor,geht zur Gewerkschaft,dort bekommst du die richtige Antwort.

Alle Arbeitnehmer in Deutschland haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Ein immer noch weit verbreiteter Irrtum bei Arbeitgebern und auch bei Arbeitnehmern ist, dass geringfügig Beschäftigte (Minijobber) keinen Anspruch auf Urlaub haben. Dies ist falsch. Auch als Minijobber haben Sie einen Urlaubsanspruch. Anspruchsgrundlage für Urlaub

Es gibt drei unterschiedliche Anspruchsgrundlagen für Urlaub, die Sie in dieser Reihenfolge prüfen sollten, um Ihren konkreten Urlaubsanspruch festzustellen: 1. Tarifvertrag

In vielen (Mantel-) Tarifverträgen ist geregelt, wie viel Anspruch die einzelnen Mitar-beiter haben. Dies ist häufig mehr als der gesetzliche Mindesturlaub. Von 24 Tagen bei einer 6-Tage-Woche. 2. Arbeitsvertrag

Wenn Sie in Ihrem Tarifvertrag keine Regelungen finden oder für Ihr Arbeitsverhältnis kein Tarifvertrag anwendbar ist, prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag. Es ist nicht möglich, im Arbeitsvertrag weniger Urlaub zu vereinbaren als in einem anwendbaren Tarifver-trag vorgesehen ist. Wohl aber ist es möglich, mehr Urlaub zu vereinbaren. 3. Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)

Der gesetzliche Mindesturlaub für alle Arbeitnehmer beträgt nach § 3 BUrlG jährlich mindestens 24 Werktage (alle Tage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind). Das Bundesurlaubsgesetz geht von einem vierwöchigen Urlaub bei einer Sechs-Tage-Woche aus.

So rechnen Sie, wenn Sie mehr oder weniger Tage pro Woche arbeiten Wenn Sie mehr oder weniger als die gesetzlich vorgesehenen sechs Tage pro Woche arbeiten, muss ihr Urlaubsanspruch umgerechnet werden. Es gilt dann folgende Formel:

Urlaubsanspruch = Nominale Zahl der Urlaubstage X Pflichtarbeitstage pro Woche / 6 Werktage

Beispiel: Sie haben laut Tarifvertrag 30 Tage Urlaubsanspruch Im Jahr. Der Tarifvertrag geht aber von einer 6-Tage-Woche aus. Sie arbeiten laut Arbeitsvertrag nur 4 Tage pro Woche, nämlich an den Tagen Montag bis Donnerstag. Dann ergibt sich folgende Rechnung:

30 (Nominale Zahl der Urlaubstage) X 4 (Pflichtarbeitstage pro Woche) / 6 Werktage = 20

Sie haben also 20 Urlaubstage im Jahr. Als Urlaubstage gelten dann die Tage, die Sie sonst gearbeitet haben. Im Beispiel werden als Urlaub immer nur die Tage Montag - Donnerstag gezählt.

Zusatzurlaub für Schwerbehinderte

Schwerbehinderte Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf Zusatzurlaub. Dieser beträgt eine Woche. (§ 125 Abs. 1 SGB IX). Als Arbeitnehmer können sie auf den gesetzlichen Urlaub genauso wenig verzichten, wie auf einem ihnen zustehenden tariflichen Urlaub. Und wenn das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr dauert

Besteht Ihr Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr über, so haben Sie für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf 1/12 des Ihnen zustehenden Jahresurlaubes. Dabei sind Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage aufzurunden.

Beispiel: Laut Arbeitsvertrag haben Sie einen Jahressurlaub von 30 Tagen. Sie beginnen Ihre Tätigkeit am 01.10.2009, arbeiten in diesem Jahr also 3 Monate. Damit ergibt sich folgende Rechnung:

30:12 = 2,333 Tage Urlaub pro Beschäftigungsmonat 2,333 x 3 = 6,999 Tage Urlaub 2009, da Sie nur 3 Monate beschäftigt waren. Dies wird auf 7 Tage aufgerundet. Diese Auswirkungen hatte die Wartezeit des § 4 Bundesurlaubsgesetz

Nach dieser Regelung wird der volle Urlaubsanspruch (d.h. der gesamte Jahresurlaub) erstmalig fällig, wenn Ihr Arbeitsverhältnis 6 Monate gedauert hat. Während der ersten sechs Monate haben Sie jeweils nur einen Anspruch auf den bereits anteilig erworbenen Jahresurlaub. Sie können aber noch keinen Urlaub für die Folgemonate (quasi im Voraus) verlangen.

Beispiel: Sie nehmen am 01.10.2009 die Tätigkeit auf. Ihnen stehen für dieses Jahr 2,33 Urlaubstage pro Monat (Berechnung siehe oben) zu. Wenn Sie jetzt im November 2009 6 Tage Urlaub verlangen, ist dies mehr als Ihnen zusteht. Ihr Arbeitgeber kann insoweit den Anspruch ablehnen. Urlaub in der Probezeit

Immer wieder heißt es, der Arbeitnehmer hätte während der Probezeit keinen Anspruch auf Urlaub. Das ist falsch. Aus § 5 BUrlG ergibt sich, dass Sie für jeden vollen Monat des Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs haben. Etwas anderes ist die Frage, ob ihr Arbeitgeber Ihnen diesen Urlaub während der Probezeit auch gewähren muss. Nach § 7 BUrlG muss der Arbeitgeber die Wünsche des Arbeitnehmers bei Gewährung von Urlaub grundsätzlich berücksichtigen. Die Gewährung des anteiligen Urlaubes während der Probezeit ist mithin durchaus möglich.

Quelle: Arbeitnehmer Recht 24

Ok, arbeite aber 20 Stunden. Jeden Tag von 8 - 12 Uhr. Sind das dann trotzdem so wenig??

ist ja kein vollzeitjob. Wenn du als Vollzeit evtl. 26 Tage hast, wird das auf die Arbeitszeit umgerechnet.

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Urlaubsanspruch nach Kündigung durch Arbeitnehmer im 2. Halbjahr?

Ich werde am 31.07.2018 zum 31.08.18 (letzter Arbeitstag) kündigen und habe die gesetzlich geregelte Kündigungsfrist von 1 Monat. Nun habe ich fast meine ganzen Urlaubstage in Anspruch genommen für das Jahr 2018.

Das Problem ist ich habe noch Urlaub beantragt, welches bestätigt ist für den Zeitraum 20.08.18 - 29.08.18.

Aber da ich kündige und ab dem 01.09.18 den Betrieb verlasse habe ich Sorge, dass meine aktuelle Arbeitsstelle mir den Urlaubsanspruch streicht, eventuell sogar die Urlaubstage von meinem Lohn in Abzug bringt.

Ich habe bereits gegoogelt und das ganze ist für mich nicht klar ersichtlich, kennt sich jemand aus ?

Meine Daten:

Burotätigkeit (Einkauf, Dispo)

25 Urlaubstage im Jahr

40Std/ Woche , 5Tage / Woche

Bin seit 2011 im Betrieb tätig, Festanstellung, kein Tarifvertrag und die Kündigung ist auch nicht im Vertrag geregelt.

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4-Tage-Woche, 5-Tage-Woche oder 6-Tage-Woche, Manteltarifvertrag und Vertrag Einzelhandel Bayern

Guten Abend,

ich bin nun schon ziemlich lang auf der Suche nach Informationen aus dem Manteltarifvertrag bzw. Tarifvertrag für den Einzelhandel in Bayern.

Das Problem ist folgendes: Ich habe eine Urlaubsregelung von 36 Tagen / pro Jahr (Zumindest ist dies so von der Arbeitszeitliste ersichtlich, im Vertrag ist dazu nichts zu finden)

Allerdings habe ich im Vorstellungsgespräch die mündliche Zusage erhalten, dass ich meine Arbeitszeit an 4 Tagen verteilt arbeiten muss (also eine 4-Tage-Woche). Inzwischen habe ich jedoch gelesen, dass mündliche Aussagen über die Arbeitszeit nicht gültig sind...

Aus der Lohnabrechnung ist allerdings eine 6-Tage-Woche ersichtlich, was dann auch mit den 36 Urlaubstagen übereinstimmen würde.

Vergleiche ich nun aber die Angaben der Personalabteilung, werden mir pro Urlaubswoche 5 Tage abgezogen und ich habe somit eine 5-Tage-Woche. Auf der Arbeitszeitliste stehen aber 36 Urlaubstage. Umgerechnet würde ich bei einer 5-Tage-Woche aber auch nur 30 Urlaubstage erhalten. Oder gibt es hier wirklich nochmal diese Sonderregelung, dass ich 36 Urlaubstage bei einer 5-Tage-Woche erhalte. Dies kann ich mir aber überhaupt nicht vorstellen...

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Jetzt habe ich mehrere verschiedene Rechnungen vor mir liegen, aber eine entgültige Antwort leider immer noch nicht!

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Lieben Gruß von der Franzi =)

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