Wieviel Urlaubsanspruch habe ich bei einer Kündigung

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5 Antworten

Ob Dir bei einer Kündigung nur anteiliger Urlaub zusteht oder ob Du Anspruch auf den gesamten gesetzliche Mindesturlaub (oder auch auf den darüber hinaus gehenden) hast, hängt davon ab, wie lange Du im Betreib schon beschäftigt bist (mindestens 6 Monate) und ob das Beschäftigungsverhältnis nach dem 30.06. endet (was ja angesichts des aktuellen Datum wohl so ist).

Ohne diese Informationen lässt sich Deine Frage nicht beantworten.

Hat das Beschäftigungsverhältnis bis zur Kündigung weniger als 6 Monate bestanden, hast Du nur einen Teilanspruch; mit dem Problem einer bereits gebuchten Reise hat Dein Arbeitgeber nichts zu tun.

Selbst wenn nur ein Teilanspruch bestehen und der bereits genehmigte(?) Urlaubszeitraum darueber hinaus gehen sollte, koennte der Arbeitgeber den genehmigten(?) Urlaub kaum zurueckfordern, wohl aber einen entsprechenden Teil des Urlaubsentgeltes einbehalten.

Den Urlaub duerfte der Fragesteller also in jedem Fall antreten koennen. Moeglicherweise wird er allerdings nicht fuer die gesamte Dauer auch Gehalt bekommen.

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@DerCAM

Ich tendiere dazu, Dir zuzustimmen:

Urlaubsantritt ja mit Einbehalten von Urlaubesentgelt durch den Arbeitgeber für eventuell zuviel genommenen Urlaub.

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Dein Urlaubsanspruch ist entweder vertraglich oder aber zumindest gesetzlich geregelt. Du hast bist zum Austritt aus dem Unternehmen anteilig Urlaub. Sprich, trittst Du nach 6 Monaten aus, dann hast Du Anspruch auf den halben Jahresurlaub.

trittst Du nach 6 Monaten aus, dann hast Du Anspruch auf den halben Jahresurlaub.

Das trifft bei einem Austritt nach dem 30.6. aber nur zu, wenn das Arbeitsverhaeltnis genau am letzten Tag des 6. Monats seines Bestehens endet. Endet es vorher, ist es entsprechend weniger, endet es aber nur 1 Tag spaeter, entsteht bereits Anspruch auf den vollen Jahresurlaub (jedenfalls mindestens auf den gesetzlichen Mindestanspruch von 4 Wochen).

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Da du länger als 6 Monate beschäftigt bist und offensichtlich nach dem 30.06. ausscheidest hast du gem. BUrlG Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Nur ein Tarifvertrag könnte daran etwas ändern! Einzelvertraglich darf nur Urlaub gezwölftelt werden, der über den gesetzlichen Mindesturlaub hinaus geht. Gibt es weder Einzel- noch Tarifvertraglich eine vom Bundesurlaubsgesetz abweichende Vereinbarung, steht dir dein Jahresurlaub in voller Höhe zu.

Selbst wenn eine Zwölftelung zulässig wäre, kann bereits genehmigter Urlaub nicht widerrufen werden. Der ArbG kann in deinen Fall auch keine Kürzung des Urlaubsentgelts vornehmen. s. § 5 Abs. 3 BUrlG

Was hat Dein Arbeitgeber damit zu tun, wenn Du eine Reise gebucht hast, NICHTS!

Mit der Reisebuchung sicher nichts, mit der Urlaubskuerzung allerdings ne ganze Menge. Hatte er diesen bereits genehmigt, wird er diese Genehmigung kaum nachtraeglich wieder zuruecknehmen oder einseitig abaendern duerfen.

Ob der Abeitnehmer dann aber auch einen Anspruch auf das volle Urlaubsentgelt hat oder moeglicherweise nur einen Teil davon, haengt von der bisherigen Dauer des Arbeitsverhaeltnisses sowie dem Austrittsdatum ab,

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Bitte erklaere das doch mal etwas naeher, Wichtig waere z.B., wie lange du dort schon beschaeftigt bist (laenger als 6 Monate oder kuerzer) und ob der Urlaub bereits vom Arbeitgeber gnehmigt wurde.

Das Arbeitsverhältnis besteht schon 3 Jahre und der Urlaub ist schon genehmigt, deshalb die Reise gebucht. Zieht der Arbeitgeber anteilig den Urlaub ab weil ich früher aus der Firma ausscheide?

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@Mika66

Ob er es tun wird, weiss ich natuerlich nicht. Er darf es aber nicht, wenn du erst nach dem 30.6. ausscheidest.

Meine Antwort bezieht sich auf den gesetzlichen Mindestanspruch von 4 Wochen. Bezueglich darueber hinausgehender Anspruechen kann vertraglich etwas anderes wirksam vereinbart worden sein. Dann - und nur dann - gilt bei dem ueber den gesetzlichen Mindesturlaub hinausgehenden Anteils das, was vereinbart wurde.

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@Mika66

Unter diesen Voraussetzungen - Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate, Beendigung nach dem 30.06. - ist es so, wie DerCam geantwortet hat:

Anspruch auf den gesamten gesetzlichen Mindesturlaub von 4 Wochen; Anspruch auf den gesamten darüber hinaus vereinbarten Urlaub, wenn Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betreibsvereinbarung nichts anderes (anteilige Gewährung) bestimmen.

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