Wieviel Urlaub bekommt man im Mutterschutz?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Genauso als ob Du gearbeitet hast. Also wenn Du den Urlaub aus 2014 mitnehmen kannst und nach dem Mutterschutz in Elternzeit gehst sind das 19 Tage.

den Resturlaub aus 2014 musst du vor dem Mutterschutz nehmen. eigentlich sofort, aber manche Arbeitgeber sehen es nicht ganz so eng. die 25 Tage bleiben erhalten, wenn du dieses Jahr wieder arbeiten gehst und den Urlaub antreten kannst. wenn du nach dem Mutterschutz in Erziehungsurlaub gehst, ist der Erholungsurlaub weg.

Maximilian112 01.02.2015, 19:19
ist der Erholungsurlaub weg.

??

0
Glueckwunsch49 01.02.2015, 19:52
@luci2804

der Urlaub kann nicht übertragen bzw. aufgespart werden. er wird verfallen. wenn du in einem Jahr nicht anwesend bist, kannst du ja keinen Urlaub antreten.

0
Maximilian112 01.02.2015, 20:10
@Glueckwunsch49

Da bin ich aber anderer Meinung. Urlaub verfällt während der Elternzeit nicht so einfach.

Er kann im Jahr des Ende der Elternzeit und im Folgejahr noch genommen werden.

Ist aber nicht nur meine Meinung ;-)

0
Glueckwunsch49 02.02.2015, 00:51
@Maximilian112

OK, er verfällt nicht "so einfach", aber der Arbeitgeber wird ihr auch nichts schenken und wenn er den Urlaub kürzen kann, wird er das normalerweise auch tun:

Während der Elternzeit haben Sie als Arbeitnehmer keinen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Die Folge: Ihr Arbeitgeber kann den Jahresurlaubsanspruch für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit um 1/12 kürzen. Die Kürzung geschieht nicht automatisch. Wenn Ihr Arbeitgeber von diesem Recht Gebrauch macht, muss er Ihnen dies mitteilen.

Achtung: Für diese Mitteilung ist kein bestimmter Zeitpunkt vorgeschrieben. Ihr Arbeitgeber kann Sie auch nach Antritt der Elternzeit darüber informieren, dass er von der Kürzungsmöglichkeit Gebrauch machen wird.

Was ist mit geschobenen Urlaubstagen?

Haben Sie den Ihnen zustehenden Urlaub vor Beginn der Elternzeit nicht oder nicht vollständig genommen, muss der Arbeitgeber Ihnen den Resturlaub nach der Elternzeit gewähren – entweder im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr danach. Ihr Urlaub verfällt also auch nach mehreren Jahren nicht.

Beispiel: Frau X. geht 2009 in Elternzeit (bis 2011). Ihren nicht verbrauchten Urlaub aus 2009 kann sie dann noch 2011 oder 2012 nehmen – neben dem ihr dann für diese Jahre ohnehin zustehenden Urlaub.

Das steht Frau Koch-Ziller zu: Geht Frau X. ab dem 1.5.2009 in Elternzeit und stehen ihr für 2009 normalerweise 24 Urlaubstage zu, kann ihr Arbeitgeber ihr den Urlaubsanspruch für Mai bis Dezember 2009 (= 8 Monate) um 8/12 von 24 Tagen (= 16 Tage) kürzen. Frau X. stehen für 2009 somit nur 8 Urlaubstage zu.

Haben Sie als Arbeitnehmer vor Beginn der Elternzeit mehr Urlaub erhalten, als Ihnen zusteht, kann Ihnen Ihr Arbeitgeber den Urlaub, der Ihnen nach dem Ende der Elternzeit zusteht, um die zu viel gewährten Urlaubstage kürzen.

Quelle: http://www.arbeitsrecht.org/arbeitnehmer/mutterschutz-elternzeit/das-geschieht-in-der-elternzeit-mit-ihren-urlaubsanspruechen/

0

Hallo,

an Deinen Ansprüchen ändert sich nichts, diese werden weiter geführt als ob Du ganz normal in der Arbeit gewesen bist.

Bei den Schutzfristen im Mutterschutzgesetz handelt es sich um ein gesetzliches Beschäftigungsverbot für werdende Mütter. Da Sie in diesen Zeiten gar nicht arbeiten dürfen, selbst wenn Sie es wollten, hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass Ihnen daraus keine Nachteile entstehen.

Die Fehlzeiten aufgrund der Schutzfristen vor und nach der Geburt gelten deshalb als Beschäftigungszeit - als wenn Sie während dieser Zeit arbeiten würden. Ihre Ansprüche auf Jahresurlaub werden also nicht gekürzt. Sie haben nach Ende der Mutterschutzfristen weiterhin Anrecht auf Ihre 25 Tage Jahresurlaub.

Diesen Anspruch können Sie sogar noch länger geltend machen als üblich. Denn normalerweise verfällt nicht genommener Urlaub zu einem festen Zeitpunkt im folgenden Jahr. Diesen Termin legt für gewöhnlich der Arbeitgeber fest. Doch Urlaub, der sich aus der Zeit des Mutterschutzes angesammelt hat, und den Sie beispielsweise wegen anschließender Elternzeit noch nicht genommen haben, können Sie entweder im laufenden oder im gesamten Folgejahr geltend machen. Wenn Sie ihn dann allerdings nicht nehmen, verfällt er.

Anders als beim Mutterschutz sieht es mit Ihren Urlaubsansprüchen für die Elternzeit aus. Der Arbeitgeber darf für jeden vollen Monat, den Sie in Elternzeit gehen, ein Zwölftel Ihres Jahresurlaubs streichen. Wenn Sie also ab April Elternzeit für den Rest des Jahres einreichen würden, dann darf Ihnen Ihr Arbeitgeber den Jahresurlaub um neun Zwölftel kürzen, weil Sie neun Monate von 12 nicht arbeiten. Abgezogen von 25 Tagen Urlaubsanspruch würden also 19 Tage (Rundungen sind üblich), übrig blieben sieben Tage Urlaub.

Haben Sie vor dem Mutterschutz mehr Urlaub genommen, als Ihnen hinterher durch die Kürzung während der Elternzeit zusteht, dann werden Ihnen diese Tage von den Urlaubstagen im nächsten Jahr abgezogen.

Wenn Sie während Ihrer Elternzeit in Teilzeit arbeiten, dann darf Ihnen der Arbeitgeber den Urlaub nicht einfach streichen. Dann stehen Ihnen die Urlaubstage anteilsmäßig zu, abhängig von der vereinbarten Stundenzahl, die Sie für Ihren Arbeitgeber tätig sind. Die Zahl Ihrer Urlaubstage berechnet sich dann für die Monate der Elternteilzeit nach dem Teilzeitgesetz.

Gruss Gregory

Was möchtest Du wissen?