Wieviel Unterhalt muss meine Schwester für ihre12 jährige Tochter zahlen wenn sie 1000€ verdient und noch ein 6 jährigen Sohn hat?

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8 Antworten

Bei wem ein Kind nach einer Trennung lebt, entscheidet nicht ein Elternteil allein.... (es sei denn, er hat das alleinige Sorgerecht).

Sollte die Tochter nach dem Umzug tatsächlich beim Vater leben, so ist die Frau ihr unterhaltspflichtig, für sie trifft dann eine "erhöhte Erwerbsobliegenheit" zu. 

Das bedeutet, sie muss alles ihr Mögliche unternehmen, um der Tochter wenigsten den Mindestunterhalt zahlen zu können, also sich schnellstmöglich (wieder) einen Vollzeitjob suchen (ggf. noch einen Nebenjob, was bei einem zu betreuenden Sechsjährigen aber vermutlich nicht zumutbar wäre...)..., ansonsten könnte ihr ein fiktives Einkommen angerechnet werden (das, was sie in einem Vollzeitjob verdienen könnte).

Das momentane Einkommen der Frau liegt unterhalb ihres "Selbstbehaltes" (zurzeit 1080 Euro bei Erwerbstätigen), so dass sie danach nicht "leistungsfähig" wäre.

Als Erwerbslose beträgt ihr Selbstbehalt 880 Euro. 

Der "Mindestunterhalt" nach "Düsseldorfer Tabelle" liegt momentan bei 355 Euro für ein zwölfjähriges Kind.

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Der sechsjährige Sohn hat auf den Unterhalt für die Tochter keinen Einfluss, für ihn muss die Frau den Unterhalt von seinem Vater einfordern.

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Sie wäre weder bei diesem Einkommen leistungsfähig ( Selbstbehalt als Single laut Düsseldorfer Tabelle 1080 € Netto ),noch ist sie es wenn sie arbeitslos wird,dann liegt der Selbstbehalt bei 880 € und das bekommt sie nicht an Arbeitslosengeld !

Außerdem kommt dann der erhöhte Unterhaltsbedarf durch den Sohn dazu,sprich der Selbstbehalt steigt an.

Ist er denn auch der Vater des Sohnes,denn dann würde er ja auch Unterhaltspflichtig werden ?

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Kommentar von AnneKaffeekane
24.07.2016, 21:12

Nein nur von der Tochter. 

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Die Frau hat bei einer Berufstätigkeit einen Betrag von 1080€, die für Ihren Bedarf anrechnungsfrei bleiben. Ist sie arbeitslos, liegt ihr Freibetrag bei 800€. Folglich ist sie gar nicht in der Lage, Unterhalt in Mindesthöhe zu zahlen. Sie sollte sich ans Jugendamt wenden bzw sich mit einem Anwalt in Verbindung setzen, um vom bisherigen Ehemann Unterhalt einzuklagen.  LG 

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Kommentar von isomatte
24.07.2016, 18:18

880 € !

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kein unterhalt bei dem geringen einkommen. würde aber definitiv das jugendamt einschalten, denn verbieten kann der vater der mutter das ü b e r h a u p t  N I C H T.

es wird daher am ende so kommen, dass die tochter und der sohn gemeinsam bei ihr leben und sie unterhalt vom vater für die kids bekommt. sollte er nicht zahlen können, legt das amt vor und holt sichs später wieder bei ihm. die mutter hat RECHTE. weise sie darauf hin! sie soll sich nicht so abspeisen lassen, erst recht ihren kindern zuliebe nicht!!!

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Kommentar von AnneKaffeekane
24.07.2016, 17:34

Ja das Problem ist das sie gemeinsames Sorgerecht habend der Vater die Tochter so bearbeitet hat das sie bei einer Verhandlung sicher keine Chance haben wird. Aber ich bleib dran. Bearbeite sie ja schon dahingehend das sie das alleinige Sorgerecht einklagt. 

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Kommentar von aribaole
24.07.2016, 17:34

Bedingt falsch. Unterhaltsvorschuss gibt es (Aussage Jugendamt Bremen) nur bis zum 12. Lebensjahr, und max. für bis zu 6 Jahre.

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Wer hat denn das Sorge und Aufenthaltbestimmungsrecht? Seit wann kann der Vater der Mutter verbieten, mit ihr um zu ziehen? Meines Wissens geht das nur durch das Familiengericht. Der will ein Dienstmädchen, und von der Mutter Kassieren. Auch verstehe ich nicht, dass die Mutter das mit sich machen lässt. Jede Mutter kämpft wie eine Löwin um ihre Kinder! K O M I S C H ! Ansonsten: Düsseldorfer Tabelle.

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Kommentar von AnneKaffeekane
24.07.2016, 17:37

Sie haben das Gemeinsame Sorgerecht. Der VATER ist übers Jugendamt gegangen und die haben gesagt die Tochter darf nicht mit umziehen wenn der Vater nicht die Zusimmung gibt. Muss dazu sagen das sie in ein anderes Bundesland zieht. 

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Kommentar von aribaole
24.07.2016, 17:56

Das ist Bl öd sinn, im Prinzip wäre es dann so, dass z.B. eine Mutter nicht von Bremen nach Achim Umziehen dürfte. Bundesland Bremen nach Achim (10km) Bundesland Niedersachsen. Es gibt reichlich Urteile dafür. Deine Schwester soll sich mal einen Anwalt (über das sog. Armenrecht) nehmen. Zumindest mal eine Anwaltliche Auskunft einholen!

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Wenn die Kinder "aufgeteilt" sind, hebt sich der Unterhaltsanspruch weitgehend auf.

Wie viel verdient der Vater denn?

Was soll das heißen, dass der Vater der Tochter verbietet, mit der Mutter zu gehen? was sagt denn das Familiengericht dazu?

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Kommentar von AnneKaffeekane
24.07.2016, 17:43

Der Sohn hat ja einen anderen Vater. Und der kümmert sich.

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Bei einem so kleinen Einkommen muss sie keinen Unterhalt bezahlen. Und mit der DDR sind die meisten nicht klargekommen, deshalb fiel ja letztendlich die Mauer.

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Kommentar von AnneKaffeekane
24.07.2016, 17:28

Ja meinte auch DDT. 😂

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Bei 1.000€ keine Unterhaltszahlung.

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