Wieviel Unterhalt muss man zahlen wenn man nur 1073€ im Monat verdient wegen Privatinsolvenz?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Unterhaltszahlungen haben Vorrang vor der Schuldenrückzahlung , auch während einer Insolvenz.

Das bedeutet: 

Je nachdem, wie vielen Personen du Unterhalt schuldest (und diesen auch leistest), wird dein "Pfändungsfreibetrag" angehoben..., so dass du zuerst einmal den Unterhalt zahlen kannst, bevor gepfändet wird.

Voraussetzung dazu wäre natürlich, dass du überhaupt genug Einkommen hast, um etwas zu pfänden...

Bezüglich Unterhalt für ein minderjähriges Kind stünde dir von deinem Einkommen ein "Selbstbehalt" zu, der derzeit bei 1080 Euro liegt. 

  • Würdest du nur 1073 Euro zur Verfügung haben, könntest du theoretisch keinen Unterhalt zahlen.(Unter Umständen könnte dann dein Selbstbehalt herabgesetzt werden.)

Der Pfändungsfreibetrag für nicht Unterhaltspflichtige (oder solche, die aufgrund ihres geringen Verdienstes und des Selbstbehaltes keinen Unterhalt zahlen können) liegt derzeit bei 1079 Euro. 

  • Bei einem Verdienst von 1073 Euro könnte dir also eigentlich nichts gepfändet werden.
  • ABER: liegt ein vollstreckbarer Titel für den "laufenden Unterhalt" vor, so könnte der Pfändungsfreibetrag auf Antrag (...) bis auf das "Sozialhilfeniveau" herabgesetzt werden.
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ach, Dein Arbeitgeber zahlt Dein Gehalt an die Privatinsolvenz angepasst? Lass das man den Verwalter nicht mitbekommen.

Unterhaltshöhe ist vom Gehalt abhängig.

Unterhalt geht vor Schuldentilgung.

Was verdienst Du brutto?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Unterhalt und Privatinsolvenz bedingen sich gegenseitig. D.h. durch die Unterhaltsverpflichtung wird die Pfändungsfreigrenze a priori auf 1480€ angehoben. Hierbei ist eine Anhebung oder Absenkung auf Antrag möglich, je nach dem wie hoch die Unterhaltspflicht tatäschlich ausfällt.

Die Höhe hängt davon ab, wem gegenüber man unterhaltspflichtig ist. Bei minderjährigen Kindern wäre in der Regel der Mindestunterhalt anzusetzen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du musst auf jeden Fall den Mindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle zahlen, also den untersten Tabellenbetrag der jeweiligen Altersstufe abzüglich halbes Kindergeld. Damit Du diesen Betrag auch zahlen kannst, kann man von Dir notfalls eine Nebenbeschäftigung verlangen, solange Deine Wochenarbeitszeit noch nicht bei 48 Stunden liegt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

du verdienst ja nicht so wenig, weil du in der privatinsolventz bist.

unterhalt geht vor privatinsolventz- da heißt, erst unterhalt zahlen und was dann übrig bleibt, must du an den insolventsbetreuer abgeben.   

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Elli20021986
26.07.2016, 20:01

1073 ist mein Netto betrag

0

Hi! Die genannten 1073€ dürften doch konkret der Betrag sein, welchen du von deinem tatsächlichen Verdienst pfändungsfrei für dich selbst behalten darfst. Bei einer Unterhaltspflicht wird diese Grenze jedoch angehoben, und dafür gibt es eine Tabelle:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwis1cqU3pHOAhWsLsAKHSR8ApwQFggoMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.finanztip.de%2Fpfaendungstabelle%2F&usg=AFQjCNFnbxwa8tpkQ2dDYWQwJCGrYuqitQ&sig2=l9edHyhTA_YNpMp9GFBhdw

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Freibetrag bei Unterhaltszahlungen und Privatinsolvenz ist 1080 Euro. Also musst du keinen Unterhalt zahlen und auch der Insolvenzverwalter kann dir nichts pfänden, da du unter der Grenze liegst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?