Wieviel Unterhalt ist prozentual für die Mutter von 2 unehelichen Kindern (<3 Jahren) unterschiedlicher Väter vom zweiten Vater zu zahlen?

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5 Antworten

Ein Kind, dessen Eltern nicht zusammen leben, hat Anspruch auf Barunterhalt von dem Elternteil, bei dem es nicht lebt (meistens ist das der Vater).

Jeder Vater muss hier also Unterhalt für sein eigenes leibliches Kind zahlen. Nur, wenn er darüber hinaus noch "leistungsfähig" wäre, müsste er auch für die Kindsmutter selbst noch "Betreuungsunterhalt" bis zum dritten Geburtstag des Kindes zahlen...


Rechenbeispiel....

Kind 1: 

- Vater ist nicht "leistungsfähig" zum Kindesunterhalt, Mutter müsste Unterhaltsvorschuss für dieses Kind beantragen/ beziehen..

Kind 2: 

- Netto des Vaters 2200 Euro, entspricht ggf. (abzügl. 5% "berufsbedingter Aufwendungen") 2090 Euro an "unterhaltsrelevantem Einkommen" (UE) gegenüber dem Kind

- Kindesunterhalt betrüge 269 Euro (nach "Düsseldorfer Tabelle, Anrechnung hälftiges Kindergeld) 

- es blieben noch 1821 Euro, abzügl. Selbstbehalt gegenüber Kindsmutter (1200 Euro) stünden noch 621 Euro zur Verfügung, um davon Betreuungsunterhalt für die KM zu zahlen...

- es würde eine Differenz gebildet werden aus den UE von Kindsmutter (z.B. Elterngeld...) und Kindsvater, aus der sich dann der Betreuungsunterhalt errechnen ließe...

Das kann man sich im Jugendamt ausrechnen lassen. Der verdienende Vater muss selbstverständlich nur für SEIN Kind bezahlen.

Das kann man sich im Jugendamt ausrechnen lassen

Das kann man zwar machen, auf das Ergebnis würde ich aber nicht vertrauen. Familiengerichte haben da mehr Erfahrungen mit und Das Ergebnis ist dann sogar verbindlich.

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@jurafragen

Als ersten Anhaltspunkt kann man das aber nehmen. Dann dem Vater sagen oder zeigen. Wenn der sich dann querstellt, kann man immer noch vor Gericht gehen.

Ist ja auch eine Zeitfrage - bis zu so einer Verhandlung kann das dauern. Und die Kindsmutter braucht das geld jetzt.

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Klar, aber die Mutter hat doch auch Anspruch die ersten drei Jahre. Arbeitslos, dürfte doch keine Rolle spielen.

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@hallospencer24

doch auch Anspruch die ersten drei Jahre

Stimmt. Deswegen erst mal zum Jugendamt gehen.

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Die Miete zahlt weiter das job center?

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@hallospencer24

Kann man so nicht sagen. Unterhalt ist ja (wie Kindergeld auch) Einkommen. Und wenn man mit diesem Einkommen sich selbst und die Kinder versorgen kann, gibts nichts mehr vom Jobcenter.

Man ist aber verpflichtet, den Unterhalt zu beantragen, weil alles Einkommen vorangig vor ALG II ist.

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Jeder Vater ist gegenüber seinem Kind unterhaltspflichtig. Unterhalt richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle!

jeweils 770 Eur von Beiden?

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@jurafragen

361 EUR Kindesunterhalt + ca. 300 EUR für die Mutter 3 Jahre lang als Betreuungsunterhalt (ALG II Ausgleich)   ... wobei dann eigenlich noch die Miete von ca. 300 fehlt

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wenn der erste nichts verdient wie soll das denn gehen ?

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@Simon790

Möglich wäre staatliche Unterstützung, wenn der Vater vollkommen mittellos ist. Aber der Vater des anderen Kindes hat mit dem 1. Kind nichts zu tun.

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Unterhaltsberechtigt sind die Kinder, nicht die Mutter.

Die Mutter ist schon immer Arbeitslos gewesen und hat einen Schufaeintrag. Sie wird nie arbeiten gehen.

Du bedienst ja sämtliches Klischees. Das ist fast so spannend wie "Betrugsfälle" bei RTL. Wann wird sie ihren Schufa-Eintrag verlieren? Ist die Polizei schon informiert. Man, man, man.

Die kinder sind im Abstand von 1,5 Jahren geboren.

Ja, und? Jetzt fehlt nur noch, dass Du einer der Väter bist.

Unterhaltsberechtigt sind die Kinder, nicht die Mutter.

Doch, auch die Mutter hat Anspruch auf Unterhalt für die ersten 3 Jahre - weiß ich aus Erfahrung.

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@beangato

ja, wer von beiden muss dann die miete bezahlen. Das macht doch nicht das job center weiter oder?

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@hallospencer24

ja, wer von beiden muss dann die miete bezahlen

Die Miete muss sie erstmal selbst zahlen.

Das macht doch nicht das job center weiter oder?

Dem Jobcenter wird zumindest zunächst nichts anderes übrig bleiben. Ein eventueller Anspruch auf Zahlung von Betreuungsunterhalt geht dann auf das Jobcenter über.

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Der darf den vollen Satz laut Düsseldorfer Tabelle zahlen abzüglich die Hälfte vom Kindergeld. Gilt aber nur für sein Kind.

quasi, kompensiert er den anderen vater.

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Nein er zählt nur für das Kind wo er der biologische Vater ist und die Höhe vom Unterhalt seines Kindes richtet sich nach dem Alter des Kindes und dem verdienst des vaters

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