Wieviel sollten Reitbeteiligungen zahlen müssen?

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Kommt drauf an. Es spielt ja nicht nur der Ausbildungsstand des Pferdes eines Rolle, sondern auch einige andere Faktoren.

Steht das Pferd in einem Stall mit Vollpension und top Trainings- und Unterrichtsmöglichkeiten - heißt die RB muss sich um nichts anderes als um die Bewegung des Pferdes kümmern - kann man natürlich wesentlich mehr verlangen als in einem Selbstversorger-Stall bei dem zum Reiten auch noch Misten, Füttern und Co. dazu kommt und ggf. auch die Trainingsmöglichkeiten nicht ideal sind.

Außerdem spielt auch die Gegend mit rein. In einer Großstadt mit entsprechenden hohen Einstellkosten wird es ebenfalls teurer sein als mitten in der Pampa.

Wobei ich auch ehrlich sagen muss dass du nicht mal in unserer Gegend, wo die Preise meines Empfindens nach nicht allzu hoch sind, ein L-Pferd für 3x die Woche und 50€ bekommst. Da fängst du schon bei ca. 100 - 150€ an - ohne Unterricht wohlgemerkt.

Im Prinzip muss aber ja auch immer die RB selbst entscheiden was sie bereit ist zu zahlen. Natürlich muss man sich nicht "ausnehmen" lassen, man darf aber auch nicht erwarten für lau ein top trainiertes Pferd in einer Luxusanlage zu bekommen.

Manche Pferdebesitzer lassen was den Preis angeht auch durchaus noch etwas mit sich verhandeln. Wenn man merkt dass die RB gut mit dem Pferd zurecht kommt und einen ordentlichen Eindruck macht, dann möchte man sie ja auch nicht vergraulen nur weil sie ggf. 10€ weniger im Monat zahlen möchte / kann. Wenn also sonst alle Faktoren stimmen, dann lässt sich preislich meist doch ein Kompromiss finden der für beide Parteien in Ordnung ist.

Eine RB beinhaltet nicht zwingend Stallarbeit. Und der größte Kostenanteil sowie das Risiko bleiben ja nun mal beim Besi. Dieser zahlt Stallmiete, Futter, Hufbearbeitung, TA, Ausrüstung, etc. pp. Die RB nutzt das Pferd, die Ausrüstung, ggf die Anlage - dass hierfür bezahlt wird, finde ich fair.

Anders sieht es aus mit einer PB. Hier geht tatsächlich meist nur um Hilfe, zB bei der Stallarbeit, etc. Dafür zu bezahlen ist nicht in Ordnung.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Da gibt es kein „sollte müssen“. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Ob Dir und mir das gefällt oder nicht.
Jemand in deinem Alter muß sowieso froh sein, wenn er überhaupt einen Platz als Reitbeteiligung findet, denn der Pferdebesitzer hat dadurch ja auch eine gewisse Verantwortung für eine Minderjährige.

Und dass „ungefähr L“ ein normal ausgebildetes Pferd wäre - ich weiß es nicht, wo du lebst, aber das halte ich für einen frommen Wunsch.

Ich persönlich habe bisher selten etwas als Reitbeteiligung bezahlt, aber solche Gelegenheiten werden immer seltener. Hätte umgekehrt mir damals jemand mit meinem Pferd geholfen, wäre ich sicher nicht auf die Idee gekommen, demjenigen Geld abzunehmen.
Aber wie gesagt: Angebot und Nachfrage. Hast du bestimmt in der Schule schon mal was von gehört 😉

Meine erste RB hat mich gar nichts gekostet, meine zweite bei 1 mal in der Woche 30€, später dann bei 2-3 mal 40€, dann hatte ich kurz eine, da hab ich 10€ pro Reiten gezählt, dann eine für 80€ (war auch die einzige in VP), meine letzte hat 50€ gekostet. Bei uns in der Gegend liegen die Stallmieten für Selbstversorger oder HP bei 200-300€.

Von meiner Pflegebeteiligung nehme ich gar kein Geld, sie soll mir höchstens mal was mitbringen (Futter, Halfter, Gerte, sowas eben). Hätte ich eine RB, würde ich auch so 40-50€ nehmen, mit der Bedingung, mindestens 2 mal im Monat Unterricht zu nehmen (kostet bei meiner RL 15€ für 30min).

Keines meiner RB-Pferde wäre durch eine L aufm Turnier gekommen, waren aber trotzdem solide ausgebildet. Davon würde ich es auch nicht primär abhängig machen, was ich verlange. Ich mache das ja nicht fürs Geld, sondern weils uns beiden was bringt.

Woher ich das weiß:Hobby – Umgang mit Pferden und Reitsport seit ca. 15 Jahren

Kommt darauf an. Musst du Stallarbeit machen? Welche Möglichkeiten hast du mit dem Pferd? Ist Reitunterricht mit drin oder gewünscht? Welche Möglichkeiten bietet die Anlage? Etc...

Grundsätzlich sind selbst 100/200€ nur ein Bruchteil von dem was der Besitzer monatlich fürs Pferd zahlt. Und dieses Pferd bekommst du für mehrere Tage die Woche zur Verfügung um es zu "nutzen", ebenso wie das Equipment. Von daher ist es ganz normal einen entsprechenden Betrag zu zahlen. Wie viel liegt in den Händen des Besitzers und ob er jemanden findet der entsprechend viel zahlt.

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