Wieviel Rauch vom Nachbarbalkon muss ich ertragen?

9 Antworten

Bin, obwohl noch nie Raucher gewesen, eigentlich keine Mimose, wenn es um hin und wieder eine Zigarette der Nachbarn geht. Jahrelang hatten wir die Situation, dass auf 2 Nachbarbalkonen geraucht und insgesamt 3 Mitmieter hin und wieder mit brennender Zigarette durchs Treppenhaus liefen und auch den Aufzug nutzten. Fand ich nicht toll - aber da konnte ich noch einsehen, dass sowas damit abgetan werden konnte "Das bringt das Zusammenleben auf engem Raum eben mit sich." In den vergangenen etwa 12 Monaten hat sich die Situation jedoch nach und nach extrem verschlechtert. Einige Nachbarn sind neu zugezogen, fingen an, ihre Kettenraucherwohnungen ins Treppenhaus hinein zu lüften und im Treppenhaus zu rauchen ... andere, bereits hier wohnende Raucher, sahen es nun auch nicht mehr ein, nur noch in ihren Wohnungen zu rauchen ... in der einen Nachbarwohnung kommt nun noch ein Kettenraucherpaar mit Alkohloproblem hinzu, was die Geruchsmischung noch attraktiver macht ... auf einem zu meiner Wohnung vorgelagerten Balkon in einem etwas niedrigerem Anbau, von wo der Wind meist noch sehr ungünstig zu meinen beiden einzigen Fenstern der kleinen Einraumwohnung bläst, wohnt jetzt eine Familie mit 5 Kettenrauchern, die in der Nacht um 2 die letzte und früh 6 U die erste Zigarette rauchen (macht mind. 5 pro Sitzung!) ... so habe ich inzw. in meiner kleinen Wohnung die Belastung vom Treppenhaus her (dort steht der Rauch zeitweise sichtbar drin! - selbst angekippte Fenster werden, besonders von einer der Raucherfamilien, wegen der "Kälte" selbst in den Sommermonaten immer sofort wieder geschlossen) ebenso wie vom Fenster her. Abdichten würde auch nicht viel bringen - von irgendwo her muß ja ab und an Luft in die Wohnung, und die Wohnungstür muß ich auch hin und wieder öffnen. Im Haus wohnen viele Familien mit teilweise noch kleinen Kindern, junge Frauen, von denen hin und wieder mal eine schwanger ist, viele Rollstuhlfahrer, die auf den stets vollgequalmten Aufzug angewiesen sind, nicht alle in der Lage, selber die Fenster in ihren Wohnungen ständig zu öffnen und zu schließen, teilweise mit eingeschränkter Möglichkeit, abzuhusten ... auch ein Herr mit einer Knochenerkrankung, der bei jedem starken Husten mit einem Rippenbruch rechnen muß ... leider jedoch vom prozentualen Anteil mit Sicherheit mehr Mietparteien, in denen es Raucher gibt, als vollständig "rauchfreie" Parteien. Leider bringen das Wohngebiete mit etwas günstigeren Mieten (auch wenn das hier kein reines Unterschichtenviertel ist) auch mit sich. Auf der anderen Seite hat man jedoch, wenn man auf was Barrierefreies angewiesen ist, kaum eine Möglichkeit, wählerisch zu sein ... und ich denke, selbst bei einer preiswerten Wohnung, sollte man das Recht haben, in den eigenen vier Wänden und im Treppenhaus noch halbwegs Luft zu bekommen! Ich kann verstehen, dass man nicht alle Raucher gleich verdammen kann, dass jeder seine Macken hat und die der anderen auch irgendwie akzeptieren muss ... dennoch sollte es eine Möglichkeit geben, bei derartigen Belastungen zu variieren, ob es sich um hin und wieder eine Zigarette auf dem Balkon handelt oder ob man als Nachbar einer stärkeren Dauerbelastung rund um die Uhr gar nicht mehr entfliehen kann. Was jemand in seinen eigenen 4 Wänden macht - okay, sein Ding. Aber sollte es nicht eine Verpflichtung geben, entstehende Belastungen auch in diesen 4 Wänden zu belassen?! Wenn ich zu einer normalen Tageszeit in einer vernünftigen Lautstärke Musik höre, ist das ja auch meine Sache. Wenn ich aber rund um die Uhr volle Kanne Diskobeschallung vornehme, steht mir garantiert bald die Polizei vor der Tür... Und wenn die Mieter es nicht schaffen, den Giftgasangriff auf ihre Wohnung zu beschränken, müßte sich dann nicht der Vermieter eine vernünftige Lösung - ob Verbote mit Kontrolle oder Belüftungsanlagen ... - einfallen lassen, um noch akzeptable Wohnbedingungen für die nichtrauchenden Mitmieter zu gewährleisten - besonders in einer Wohneinheit, die als familienfreundlich angepriesen wird und in der es mehrere behindertengerechte Wohnungen gibt, sodass man vermehrt mit Mietern mit außergewöhnlichen gesundheitlichen Problemen rechnen muß, die zudem kaum einfach ausziehen können, da es kaum rollstuhlerechte/barrierefreie Wohnungen gibt!? Oder sollen wir jetzt in eine Kneipe ziehen, um mal wieder richtig durchatmen zu können?

oder auch zu "differenzieren" ;) sorry!

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Schönen guten Tag, Ich bin Raucher und Rauche auf dem Balkon. Mein Konsum ist regelmäßig und über den Tag verteilt so alle 2-3 std.! Meine Nachbarin über mir ist echt nervig, egal was man macht ob man z.B. nachts zur Toilette geht oder tagsüber Saugt sie meckert immer. Jedesmal wenn ich auf den Balkon gehe, höre ich Ihre Balkon tür und sie steht da und mekert Ich zitiere: Ba, das stinkt, (hustet permanend)! Sie war aber selber Raucher sogar starker, 2 schachteln am Tag waren nichts. Ich fühle mich von Ihr echt belässtigt und in meiner Privatsphäre eingeschränkt, was könnte ich machen???

Umdenken, einfach umdenken, meiner Meinung nach. Ob sie selbst geraucht hat, ist in diesem Fall völlig uninteressant. Es zählt, wer hier wen belästigt. Und das tust du, indem du sie vollqualmst und nicht mal merkst, dass du sie damit störst. Sie reagiert mit diesen Sprüchen ja nur auf dein Gequalme - und dazu hat sie guten Grund, wenn sie sich dadurch gestört fühlt. Dass sie dich damit dann wieder "zurück nervt" ist sogar okay, allerdings würde ich an deiner Stelle mal anders damit umgehen, einsichtiger - und in Zukunft auch rücksichtsvoller. Damit spart ihr euch doch beide den Ärger.

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Da ist offensichtlich etwas faul. Es gibt keine logischen Gründe, die das Rauchen auf dem Balkon befürworten können, sobald sich ein anderer Mieter dadurch in seiner Wohnung belästigt fühlt.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Passivrauchen krank macht. Es gibt in den Nachbarwohnungen u. U. kleine Kinder. Es hält u. U. die betroffenen Nachbarsmieter vom ausreichenden Lüften ab, insbesondere, wenn der Rauch durch das Küchenfenster eindringt. Der Vergleich mit den Autos oder Industrieabgasen auf der Straße ist nicht passend. Wenn ich mir eine Wohnung suche, dann kann ich Einfluss darauf nehmen bei der Wohnungswahl, ob ich an einer befahrenen Straße oder Firma einziehe. Wenn plötzlich ein Raucher unter mir einzieht,der mir das Öffnen von Fenstern und/oder das Benutzen des Balkons zeitweise unmöglich macht, ist das unvorhersehbar. Das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und auch das Recht auf Unversehrtheit der Gesundheit und des Lebens hat in diesem Fall der bedrängte Wohnungsnachbar geltend zu machen, nicht der Raucher. Ein Schläger darf auch nicht andere Menschen ungestraft mit der Begründung schlagen, dass das Schlagen zu seiner Persönlichkeit zählt und er es zur freien Persönlichkeitsentfaltung benötigt. Es macht keinen Sinn, in dieser Logig, dass das Grillen auf dem Balkon verboten wird und das Rauchen nicht. Zumal das Grillen saisonal begrenzt wird, und nicht im selben Takt wie bei starken Rauchern sich vollzieht.

Es ist offensichtlichst, dass hier andere Interessen vor den Interessen der Recht habenden Bevölkerung stehen, Gruppen, deren Interessen mehr Gewicht für unsere Rechtsprechung haben.

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