Wieviel Prozent, von dem was ihr in der Schule gelernt habt, habt ihr im Leben wirklich gebraucht?

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11 Antworten

Ich denke, dass man in der Schule letztendlich mehr nützliches lernt, als man während der Schulzeit absehen kann. Ich war z.B. auf einem altsprachlichen Gymnasium und habe mit Latein als erster Fremdsprache angefangen. Das war echt eine Qual und ich "spreche" es auch nicht mehr :) Aber es hat mir ein derart fundiertes Wissen über Sprachen - zumindest in Bezug auf europäische - gegeben, dass es für mich noch heute leicht ist eine Sprache zu lernen und vor allem ihre Grammatik. Ich brauche das nicht unbedingt, aber ich kann es. Das ist toll. Ich fand auch naturwissentschaftliche Fächer echt ätzend und doch habe ich ein Grundverständnis "eingetrichtert" bekommen, das es mir ermöglicht gewisse Zusammenhänge zu verstehen. Dennoch stimme ich dir zu, dass es schön wäre, wenn - gerade auf Gymnasien - auch etwas mehr fürs Leben gelehrt würde und nicht nur für den Intellekt.

Schule soll uns das Handwerkszeug an die Hand geben, mit dem wir unsere Welt verstehen können. Das sind zuerst die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Wenn ich weiterführende Schulen besuche differenziert sich der Lernstoff in verschiedene Klassen, die idealerweise den Interessen und Fähigkeiten des Schülers entsprechen sollten. Ziel muß es doch immer sein, möglichst viel des Potentials zu wecken und den jungen Menschen in die Lage zu versetzen, in zukünftigen Lebenssituationen mit seinen Fähigkeiten und seinem Wissen reüssieren zu können. Dazu gehören Sprachen, heute mehr noch als vor 20 Jahren, dazu gehört ein Grundverständnis der Naturwissenschaften und der höheren Mathematik. Unsere Welt wird immer komplexer und wer hier nicht das nötige Handwerkszeug besitzt, dem erschließen sich viele Zusammenhänge nicht mehr.

Die eigentliche Berufsausbildung gehört in die Berufsschulen und an die Universitäten, aber Grundlagen der Wissenschaften, der Künste und der Sprachen gehören unbedingt zur Charakterbildung und damit in die Schulen. Jeder hat ein Anrecht darauf.

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Mich überrascht wieviele die Schule so hochhalten und das so bedeutend erachten, was da gelehrt wird. Wenn ich Nachhilfe gegeben habe, dachte ich für mich im Stillen: Das alles braucht man nicht im Leben. Lesen, schreiben, rechnen langt und wenn ich sehe wie Fremdsprachen an der Schule gelehrt werden, 6 Jahre hast du mitunter französich, englisch gehabt. Aber ich lernte es erst im Leben. Beim Schulabgang konnte ich kein Gespräch in Fr oder englisch führen. Oder Mathematik (Geometrie Differnential, Wahrscheinlichkeitsrg), viel zu viel. Kein Mensch brauchts. Und wenn ich was brauche eigne ich es mir an, wenn ich motiviert bin.

Dem kann ich nur 100% ZUSTIMMEN :-)

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Ich habe in 13 Jahren Schule nichts gelernt, was ich später nicht mehr brauchen, bzw. natürlich auch erweitern konnte. Selbst die exotischsten Dinge, von denen ich ausging, sie wirklich nie mehr zu brauchen, helfen mir jetzt, meiner Tochter in der Schule helfen zu können.

schätze mal, daß ich, wenn ich das gesamte Wissen und Werkzeug aus der Schulzeit zusammennehme, davon sicher 75-90% irgendwann mal gebraucht habe (wobei das natürlich sehr schwer einzugrenzen ist).

Daß ich in den 20 Jahren seither sicher nochmal 500% dazugelernt habe steht auf einem ganz anderen Blatt.

An reinem Faktenwissen habe ich sicher im späteren Leben mehr gelernt, als in der Schule.

Aber in der Schule habe ich gelernt, wie man lernt - und an der Universität, wie man wissenschaftlich arbeitet. Darauf aufbauend kann ich die Welt und das Leben erfassen sowie neue Erkenntnisse einbauen und beurteilen.

die Schulzeit bis zur 10. Klasse - würde ich behaupten - wird ständig angewendet. Das kann man auch Allgmeinbildung nennen. 11.-13. hingegen kann ich persönlich und privat nur max. 40% für "nützlich" halten.

Das einzige, was ich eigentlich nie brauche und zu meiner Schande nie kapiert habe ist Chemie. Von Mathematik brauche ich etwa die Hälfte, mit Algebra und sonstigem Schnickschnack dabei konnte ich bis dato nichts gebrauchen. Aber im Großen und Ganzen vom Rest eigentlich alles. Sagen wir mal 90%

Ich kann das so nicht bestätigen. Meine Schulbildung hat die Grundlage für meine Ausbildung und meinen beruflichen Lebensweg geschaffen.

Ich habe gelernt, wie die Welt aussieht (Karte und Globus), welche Staaten es gibt und wie deren Politik aussieht.

Das mir vermittelte Wissen über die Vergangenheit Deutschlands und Europas hat mich gelehrt, meinen Status als heutiger Deutscher in der Welt zu erkennen und beurteilen zu können.

Die mir vermittelten Sprachkenntnisse haben mich durch die Welt geführt, ich konnte verstehen und wurde verstanden und ich habe viele interessante Bekanntschaften geschlossen - auch beruflich hat es mich weitergebracht.

Nun, die soziale Kompetenz haben mir meine Eltern vermittelt, da hat die Schule in der Tat gefehlt - ich denke aber, dass die Organisation Schule an der Stelle auch überfordert wäre.

Ich musste nichts vermissen und wäre dankbar, wenn die Schulischen Ausbildungen (in ihrer Vielzahl) heute noch so wären, wie vor gut 20 Jahren!

Du hast ziemlich genau die Gedanken aufgeführt, die ich mir dazu auch gemacht habe.

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@Heeeschen

ganz und garnicht. Sogar Latein ist hin und wider nützlich. Eigentlich sogar recht häufig.

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@pjakobs

Es gibt aber viele Menschen die aus beruflichen Gründen kein Englisch und auch kein Latein oder gar weitere Fremdsprachen brauchen... Und diese müssen genauso am Unterricht teilnehmen wie die anderen, die es lernen wollen. Das sieht man dann auch sehr gut an den Noten. Die Streber die alles nur 1en im Zeugnis haben, wollen lernen und die anderen wollen es nicht, weil sie ganz genau wissen was ihr Berufswunsch ist und was sie dafür brauchen und was nicht! Etwas Allgemeinbildung sehe ich ja noch ein... Man sollte schon eine Landkarte lesen können, lesen und schreiben und bis 3 zählen können.. g Aber für die Dinge die man wirklich fürs spätere Leben braucht, für die braucht man keine 9, 10 oder gar 13 Jahre lang die Schulbank zu drücken. Völliger Schwachsinn! Man sollte die Grundbildung auf 7 Jahre verkürzen und alles rausnehmen was unnütziger Ballast ist und danach sollen die Kinder das lernen was ihnen wirklich interessiert, was sie später wirklich werden wollen. Und wer Auslands-Reporter werden will, der soll auch Englisch lernen. Und der wird dann auch viel besser Englisch lernen, wenn er in einer Gruppe ist die diese Sprache ebenfalls lernen WOLLEN! In der normalen Schule wollen 60% doch überhaupt nicht lernen, gehen nur in die Schule weil sie müssen. Und das hält die anderen vom lernen ab, die es wirklich wollen. Das kostet viel Zeit diese "Störenfriede" ruhig zu stellen. Das ist genau der Grund für die vielen Schuljahre. Das ganze Wissen was man in 10 Jahren lernt, könnte man locker auf 7 verkürzen, wenn die ganzen unnützigen Dinge wie Tutoren-Stunde, Segelboote in der Mathematik-Stunde lackieren etc. aufhören würden. Außerdem empfinde ich die Schulzeit pro Tag auch zu lange. Von 8-12 Uhr sollte reichen. Kein Nachmittags-Unterricht! Abendgymnasien gehen auch nur 3 Std. am Tag und komischerweise funktioniert das genauso gut, sogar ohne Hausaufgaben! Warum muss die Pflichtschule dann 6 Std. am Tag dauern? Kein Mensch kann sich so lange konzentrieren!

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@Naturmediziner

ich war in manchen Fächern auch nicht so besonders gut. Damals gabs kein Internet und Suchmaschinen für Grundbegriffe. Die Mitschüler sollten dem Lehrer helfen, keine Störenfriede zuzulassen. Ich denke eine Erklärung an den Störenfried oder eine Abstimmung müßte den Unterricht möglich machen.

Ansonsten schließe ich mich der Antwort von "Heeeschen" voll und ganz an.

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das einzige was ich gebraucht hab war das lernen von schreiben, lesen, grundlegendes rechnen, informatik und kunst mehr nicht

das Gesamtwissen der Schulzeit wird bestimmt zu 70 % gebraucht

Lesen und schreiben bzw. Rechtschreibung und Grammatik. Alles andere wie Geometrie, Chemie, Physik u.s.w. alles nur Beschäftigungstherapie!! Diesen Käse braucht kein Mensch. Es sei denn, man möchte Biologe, Physiker, Chemiker etc. werden. Aber wer das unbedingt werden will, kann es ja auf der Uni studieren. Dass dieser ganze Müll für alle Schüler allgemein verbindlich zu lernen ist, ist einfach ein Skandal. Das ganze Bildungssystem finde ich sowieso total bescheuert. Wozu brauchen wir Realschule, Gymnasium, Hauptschule etc.? Eine Schulform bis zur 7. Klasse und danach gehts ab ins Berufsleben wäre viel sinnvoller. Das Leben ist zu kurz um sinnlose Sachen zu lernen, die man für später sowieso nicht braucht. Ich war früher seit der 7. Klasse immer am schwänzen... Und bereue es bis heute nicht. Dennoch: Schule war eine schöne Zeit wegen der Klassengemeinschaft:-)

öhm... soll Deine Antwort mich was über Naturmediziner lehren? Ich glaube, Du hast, vor allem mit Deinen Aussagen über die Wissenschaften, gerade mein Vorurteil perfekt bestätigt.

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@Heeeschen

na wenn er es doch selbst sagt? Nix gescheites gelernt, grad mal lesen und schreiben (Mathematik hat er nur teilweise und ablehnend erwähnt) - da ist das Berufsziel offenbar klar ;-)

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@pjakobs

... was unter Anderem zu solch qualifizierten Aussagen führt wie "Kolloidales Silberwasser und Blutzapper töten alle Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze innerhalb von 6 Minuten.".

Wow - die Rettung der gesamten Menschheit ohne jegliche Grundkenntnisse - brennt alle Universitäten nieder und verbannt alle Lehrer der Oberstufe...

Shag d'Albran

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@shagdalbran

Wisst Ihr eigentlich wie viele Patienten die von der Schulmedizin aufgegeben wurden, durch einen Heilpraktiker wieder gesund wurden?? Ein guter Naturmediziner braucht kein Mathe, kein Physik und wie dieser ganze Hokuspokus heisst. Dafür kann ich Menschen wieder gesund machen, was viele Ärzte (TROTZ Medizinstudiums) ganz offensichtlich nicht können. Woher willst Du wissen, dass der Zapper und das Silberwasser nicht innerhalb von 6 Minuten alle Erreger abtöten? Du kennst es ja überhaupt nicht! Würdest Du es kennen, würdest Du wissen dass diese Mittel schon Tausenden geholfen haben. Außerdem hat der Fragesteller doch selbst auch bemerkt, dass man das in der Schulzeit gelernte nur sehr selten fürs spätere Leben wirklich braucht....

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@Naturmediziner

Ohne die einfachen Kenntnisse, die Du ja ablehnst, dürftest Du nicht einmal in der Lage sein den Unterschied zwischen Viren Bakterien , Parasiten und Pilzen zu erklären. Kannst Du es dennoch, hast Du Kenntnisse der Biologie erworben - aber das lehnst Du ja ab - oh Heuchler, Du!

Zeige unter nachvollziehbaren Bedingungen erbrachte Ergebnisse oder höre auf, mit derartigem Hexendoktorkram die Leute für dumm zu verkaufen.

Deine Aussage "Dafür kann ich Menschen wieder gesund machen, ..." halte ich für anmaßend und arrogant. Der Scharlatan zeigt sich im Absolutheitsanspruch.

Natürlich kommt hier wieder die dummdreiste Formulierung aus der Mottenkiste der Esoteriker: "Beweise, dass es nicht so ist..." - nicht der Zweifler muss beweisen, der Behauptende muss es.

Shag d'Albran

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@shagdalbran

Mich würde interessieren welcher Branche Du angehörst. Bist Du ein Universitäts-Professor oder gar ein Mitglied der Pharma-Mafia? Kenntnisse der Biologie braucht NICHT jeder, deshalb habe ich geschrieben, dass dies in die normale Schule nicht hineingehört. Wer jedoch Biologe oder ähnliches werden will, der kann es ja studieren und damit die entsprechenden Kenntnisse erwerben. Das ganze aber für alle Kinder allgemeinverbindlich als Lehrplan zu führen halte ich für Quatsch. Wie viele der 25 Kinder in einer Klasse brauchen fürs spätere Leben Bilogie? Vielleicht 2 oder 3. Der Rest wird Maler, Maurer, Rechtsanwalt, Konditor oder sonstwas und wird die erworbenen Biologie-Kenntnisse deshalb sowieso wieder schnell verlernen. Deshalb halte ich es für unangebracht Dinge zu lehren die man nicht braucht. Lesen und schreiben ist hingegen etwas anderes. Das braucht jeder im tagtäglichen Leben- ohne Zweifel!

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