Wieviel Prozent Steuern , muß man als Selbständiger mit Kleinunternehmerregelung jährlich bezahlen?

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6 Antworten

Wenn man keine weiteren Einkünfte hat, als z.B. nur 5.000€ aus einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit, dann wird keine Einkommenstuer erhoben, da diese Einkünfte innerhalb des Grundfreibetrages (<7.665€, vgl. § 32a Abs. 1 Nr. 1 EStG) liegen. An dieser Stelle darauf hingewiesen, dass eine Freigrenze nicht mit einem Freibetrag gleichzusetzen ist.

Mit ein bisschen googln hätte man das sicherlich auch relativ schnell herausgefunden.

Im Rahmen der Einkommensteuererklärung werden alle Einkünfte (Steuerkarte, Gewerbe, Vermietung, Kapitalvermögen...) zusammenaddiert und mit dem persönlichen individuellen Steuersatz versteuert. Wie hoch dieser ist hängt von der Höhe der Einkünfte ab...

der steuerpflichtige gewinn für ein unternehmen liegt über 7000 und nochwas euro im jahr...darunter ist das steuerfrei

Das wäre natürlich klasse ;-)

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Genauergesagt 7.664€ (Grundfreibetrag) und es ist egal ob du Unternehmer bist oder nicht, dieser Freibetrag gilt für alle gleichermaßen.

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@Makler06

ja, aber nur wenn sonst keinerelei Einkünfte erzielt werden!! Der Grundfreibetrag darf von allen Einkünften zusammen nicht überschritten werden!

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Es hängt davon ab, was man sonst noch verdient.

Genauer: Schau mal in diesen Abschnitt http://www.klicktipps.de/gewerbe2.php#eksteuer in der Nähe von dem Wort Grenzsteuersatz.

Hm, die Logik mit dem Grenzsteursatz in dem Beitrag ist mir gerade irgendwie entflogen. Zu zahlen ist doch nur der persönliche bzw. durchschnittliche Steuersatz, der Grenzsteuersatz soll doch nur zeigen wie viel Steuer ich für jeden Euro den ich mehr verdienen möchte theoretisch zahlen müsste. MAcht also gar keinen Sinn. Empfehlenswert ist aus dem Beitrag nur einen entsprechenden Prozentsatz vom Gewinn bei Seite zu schaffen, um eben nicht in Zahlungsnot zu geraten, wenn denn tatsächlich eine Einkommensteuerzahlung ans Finanzamt bevorsteht, ob da nun gerade 35% angemessen sind hängt von der eigenen Rentabilitätsrechnung ab.

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@Makler06

Wenn jemand bereits x Euro/Jahr verdient, zahlt er dafür einen bestimmten durchschnittlichen Steuersatz. Wenn aber jetzt noch z. B. 500 € dazu kommen werden die gewiss nicht mit seinem durchschnittlichen Steuersatz besteuert, sondern mit seinem momentanen Grenzsteuersatz.

"Empfehlenswert ist aus dem Beitrag nur einen entsprechenden Prozentsatz vom Gewinn bei Seite zu schaffen, um eben nicht in Zahlungsnot zu geraten," Ja genau so.

"ob da nun gerade 35% angemessen sind, hängt von der eigenen Rentabilitätsrechnung ab. " um Genau zu sein halt von der Stelle (Grenzsteuersatz, an der er gerade in der Progressionskurve steht. Die 35% sind wirklich nur ein Wert über den gaaaaaanz dicken Daumen. Er verhindert aber in den meisten Fällen, dass noch eine allzugroße böse Überraschung auf den (durchschnittlichen) Steuerschuldner zukommt.

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Gut, dass du das noch mal klar gestellt hast, was ich bereits geschrieben habe:-P !
Wenn nun 500€ dazukommen, dann muss ich doch den persönlichen Steuersatz auf 500€ mehr bezahlen, oder was meinst du genau? Vielleicht verstehe ich dich falsch, aber wenn ich 8.000€ verdient habe damit einen persönlichen Stuersatz von 0,64% habe und damit 51 Euro ESt bezahle,dazu einen Grenzsteuersatz von 15,59% habe, dann bezahle ich ja nicht für 5.000 mehr Einnahmen (aus z.B.: selbstständiger Tätigkeit) nur 15,59% ESt(=779€ ESt) auf die 5.000€ (+ 51 von 8.000€=) gesamt 830€ sondern 8,08% (persönlicher Steuersatz auf (8.000€ + 5.000€ =)13.000€ und muss damit anstatt 830€ eben 1.051€ ESt bezahlen. Der Grenzsteuersatzt ist doch im Grunde nur eine theoretische Größe auf eventuell mehr Geld als das was beretis verstuert wird.
Ansonsten gibt es auch mehre Arten, um eine Grenzsteuersatzbetrachtung durchzuführen, vielleicht bringe ich gerade auch etwas durcheinander? Oder habe ich da was völlig falsch verstanden, bin ja lernwillig??
Mal davon abgesehen macht hier (Bezogen auf die Eingangsfrage)die Betrachtung des Grenzsteuersatzes keinen Sinn. Denn es ging nicht ums "was wäre wenn ich mehr verdienen möchte?" sondern "was bleibt, wenn ich weniger verdient habe?".

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@Makler06

"Der Grenzsteuersatzt ist doch im Grunde nur eine theoretische Größe auf eventuell mehr Geld als das was beretis verstuert wird."

Ja.

Es ist mathematisch gesprochen die Tangente an die EinkommensteuerKurve. Dein o.g. Beispiel stimmt sicher so.

Möglicherweise hatten wir etwas aneinander vorbei geschrieben.

Ich hatte außerdem eher an Beispiele gedacht, wo jemand bereits mit seinem Job ein zu versteuerndes Einkommen von 15 bis 20k€ hat und dann z. B. 1000€ an Gewinn dazu bekommt. SO jemand sollt sich lieber mal 35% von den 1000€ zurücklegen.

Der Mensch in Deinem Beispiel liegt mit 16% schon auf der sicheren Seite.

Fazit: Unser Frager oder wer halt sonst ein Nebengewerbe beginnt, solte mal klären, wo er sich in der Steuerkurve befindet und was dort für die nächsten 100 oder 1000€ an Steuergezahlt werden muss.

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@JoWaKu

Ah, jetzt verstehen wir uns! Haben tatsächlich etwas aneinander vorbeigeredet!!
Und jetzt passt es auch!!

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das würde ich auch sagen ,bei einen gewinn von gut 290 euro in monat

Na so Du keine anderen Einnahmen hast ncihts, weil du unter allen Freigrenzen bleibst.

Das hauptberufliches Gehalt zählt ja nicht zu den Einnahmen,oder ? Freigrenze ist denke ich ,nur auf die nebenberufliche Selbständigkeit bezogen ?

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@Toni71

Soll das heissen, dass wenn ich hauptberuflich 50.000€ Gehalt verdiene, ich dann keine Einkommensteuer zahlen muss, weil Gehalt nicht zu den Einnahmen zählen??? grübel habe ich wahrscheinlich falsch verestanden, oder?

Es ist keine Freigrenze es ist ein Freibetrag, so viel Zeit muss sein, und nein es gilt für das zu versteuernde Einkommen. Es trifft also im Prinzip auf jede Einahme (oder besser Einkunft) zu die du hast.

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@Toni71

nein, nein der Grundfreibetrag bezieht sich auf alle Einkünfte! Wär ja noch schöner!!!

Die unselbständige Arbeit wird monatlich durch den Lohnsteuerabzug besteuert - dann bei der Einkommensteuererklärung wird alles zusammengerechnet, die Steuer davon berechnet und die gezahlte LSt abgezogen. Was übrigbleibt muß dann noch nachbezahlt werden.

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