wieviel muss ich verdienen damit ich keinen eurojob mehr machen muss beziehungsweise eine Massnahme

3 Antworten

Sobald du nicht mehr abhänigig von der Arge bist, brauchst du auch keine Maßnahme mehr anzunehmen! Solange du noch Geld von der Arge bekommst, mußt du dich eben nach deren Regeln richten!

Sobald du eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hast, wird die Zuweisung zu einem 1EUR-Job nicht mehr möglich sein (bzw. wird ein Widerspruch gegen eine etwaige Zuweisung ein Selbstgänger).

Bei einem 400EUR-Job steht das Ganze auf der Kippe; hier wird eine Zuweisung noch in Ausnahmefällen möglich sein, bedarf aber schon einer exakten und nachvollziehbaren Begründung des Vermittlers, in der er darlegt, weshalb dieser Job für dich notwendig sein soll, denn grundsätzlich sind 1EUR-Jobs Leuten vorbehalten, die arbeitsmarktfern sind, was du mit einem 400EUR-Job im Zweifel nicht bist.

Eine 1-Euro-Maßnahme ist sozusagen das letzte Mittel zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt.. wenn alle anderen, vorrangigen (!) Mittel (z.B. Aus-, Weiterbildung, Stellenangebote, ABM-Maßnahmen usw.) nicht zu einer Eingliederung geführt haben. Wer durch eine Erwerbstätigkeit bereits in den Arbeitsmarkt integriert ist, der erfüllt somit gar nicht die Voraussetzungen, um an einer 1-Euro- Maßnahme zur Eingliederung teilzunehmen (zum Umfang der bestehenden Erwerbstätigkeit etc. hat VirtualSelf ja schon alles Wesentliche geschrieben).

Aber auch, wenn man nicht bereits in Arbeit ist (egal , ob im Minijob oder sozialversicherungspflichtig), sollte man die Zuweisung zu einer 1-Euro-Maßnahme immer auf ihre Zulässigkeit überprüfen (lassen) - z.B. bei einer Sozialberatungsstelle, bei einem Sozialrechtsanwalt oder auch in einem Themenforum wie z.B. "hartz.info". Sehr viele 1-Euro-Maßnahmen sind von Vornherein nicht zulässig . Auch der letzte Bericht des Bundesrechnungshofs hat wieder ergeben, dass bei gut der Hälfte der überprüften 1-Euro-Maßnahmen die Anforderungsvoraussetzungen für eine Förderung nicht erfüllt waren, und dass die Maßnahmen bzw. die damit verbundenen Tätigkeiten somit nicht zulässig waren. Meistens erfüllten sie das Kriterium der Zusätzlichkeit und Wettbewerbsneutralität nicht - das aber zwingend vorgeschrieben ist, damit so eine Tätigkeit zulässig ist (und mit Steuergeldern finanziert werden darf - der Maßnahmeträger erhält ja für jeden 1-Euro-"Jobber" jeden Monat einen Batzen Geld als "Betreuungspauschale").

Schau auch mal hier rein in die Arbeitshilfe der Bundesarbeitsagentur zu Arbeitsgelegenheiten - dort sind die Voraussetzungen ausführlicher erläutert: http://hartz.info/dateien/pdf/AH-Arbeitsgelegenheiten-01.07.2009.pdf

Und hier ein Ratgeber zur Zumutbarkeit von (u.a.) 1-Euro- Maßnahmen :

http://hartz.info/index.php?topic=4593.0

Darin kannst du u.a. sehen, welche Angaben die Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung enthalten muss, um überhaupt "hinreichend bestimmt" und damit zulässig zu sein. - Sollte die Zuweisung nicht zulässig sein (bzw. sollten starke Zweifel an der Zulässigkeit bestehen) , müsste man beim Leistungsträger ggf. (nachweislich schriftlich) Widerspruch gegen die Zuweisung einlegen. Weil aber der Widerspruch die Wirkung der Maßnahmezuweisung nicht aufschiebt , müsste man ggf. gleichzeitig beim zuständigen Sozialgericht auch die "Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs gegenüber der Maßnahme- Zuweisung" beantragen. Auch dabei kann aber ggf. eine Sozialberatungsstelle , ein Themenforum (z.B. "hartz.info") oder ein Sozialrechtsanwalt behilflich sein.

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