Wieviel lügen ist eigentlich normal?

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6 Antworten

Wir lügen alle jeden Tag mehrfach. Das fängt bei einem "Guten Morgen" wünschen an und hört bei einem "Gute Nacht" wünschen auf.

Pathologisch kann man es wohl nur dann bezeichnen, wenn das Lügen ein solches Ausmaß annimmt, dass es eine Eigendynamik entwickelt. Der Lügner entwickelt basierend auf der einen Lüge immer weitere Lügen um Aufmerksamkeit zu erregen. Manche Lügner fangen dann auch selbst an, an diese Lüge zu glauben. Das wäre für mich dann wohl der Moment, wo ich es als nicht mehr "normal" ansehen würde. Also wenn jemand anfängt, seine eigenen Lügen zu glauben, dann ist das nicht normal.


Zu dem Satz von dir, "Ich bin nicht mal Vorbestraft.", möchte ich hinzufügen, dass das auch kein erstrebenswerter Zustand ist. ;-)



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Kommentar von FindeWahrheit
24.02.2017, 16:28

Zu diesem satz: damit wollte ich eig. Aussagen, dass ich stolz drauf bin in diesem sinne ein vorbildlicher Bürger zu sein. Anstreben tue ich es sowieso nicht:)))

Aber ansonsten danke für deine aufschlussreiche antwort☺

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  • Krankhaftes Lügen liegt gerade dann vor, wenn routinehaft und mühelos immer wieder gelogen wird, gerade auch dann, wen es gar nicht nötig wäre. Krankhafte Lügner lügen einfach, weil es ihnen gerade in den Sinn kommt oder sie meinen, sich dadurch irgendwelche geringfügigen Vorteile zu verschaffen.
  • Lügen in Rahmen von absichtlichen Betrügereien oder um einer Strafe zu entgehen ist gerade eben NICHT krankhaft, sondern wohlüberlegt. Dies mag moralisch besonders verwerflich sein, hat aber keinen Krankheitswert. Psychiatrisch ist mit diesen Lügnern alles in Ordnung und sie wissen ganz genau, dass sie lügen und warum sie lügen und sie könnten es auch jederzeit einstellen. Betrüger lügen im allgemeinen außerhalb des Betrugsvorgehens nicht häufiger als Durchschnittsbürger.
  • Noch ein Wort zur Normalität von Lügen: Ja, jeder lügt mal und in einigen Situationen ist Lügen ja auch angebracht, seien es Notlügen, Höflichkeitslügen oder Selbstschutzlügen. Lügen ist immer dann auch für den Lügner schädlich, wenn er dadurch seinen Ruf bei den Mitmenschen verliert, denn Vertrauen und Verlässlichkeit ist ein ganz wesentliches Merkmal von sozialen Beziehungen zwischen Familienmitgliedern, Freunde, Kollegen, Klassenkameraden. Wer oft lügt, dem traut man nicht mehr und dem kann man auch keine Wertschätzung mehr entgegenbringen. Außerdem ist Lügen natürlich immer dann schädlich, wenn man anderen damit Schaden zufügt.
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Lügen, um Aufmerksamkeit zu erzielen, und das Misstrauen, dass andere einem ständig Lügen erzählen, das ist schon eine pikante Kombo. Du tust es und unterstellst anderen, sie würden es auch tun. Das ist allerdings eine falsche Annahme. Die meisten Menschen lügen sehr selten. Unser menschliches Zusammenleben hängt auch enorm davon ab, dass wir auf die Wahrhaftigkeit anderer vertrauen können.

Normale Lügen sind z.B. Höflichkeitslügen. Also jemandem nicht zu sagen, dass ihm der neue Pulli nicht steht, um ihm die Freude nicht zu vergälen. Dann gibt es Lügen, die strafbar sind, z.B. Steuerhinterziehung. Krankhaftes Lügen heißt auch Pseudologie. Darüber gibt es einen Wikipediaartikel, den du ja mal lesen kannst, um zu sehen, ob das auf dich zutrifft. 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pseudologie

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Naja, wenn Du Geschichten erzählst, die nicht stimmen, um Dein Leben auszuschmücken und um anderen Leuten vorzumachen, dass Du etwas seist/tust, was gar nicht der Fall ist, dann geht das für mich über das normale Lügen hinaus. Ich hatte im Bekanntenkreis auch mal so einen Mann, der hat sonstwas erzählt, von wegen, er habe XY studiert, sei gebürtiger US-Amerikaner, sei Jahrgang XY , obwohl er 5 Jahre älter war. Und der konnte nicht mal damit aufhören, als wir mal seinen Ausweis gesehen hatten und ihm auf den Kopf zusagten, dass bestimmte Dinge gar nicht stimmen. Das ist für mich zuviel und solchen Menschen würd ich auch erstmal nichts mehr glauben. Er ist ein netter Kerl, aber bis heute nehm ich keine seine Storys ernst.

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krankhaftes Lügen ist, wenn man in seinen Lügen lebt. 
Wenn man fernab von der Realität lebt in seiner eigenen Welt, die man sich erlogen hat. Wenn man jemand sein will der man gar nicht ist, aber es selber behauptet das man so jemand ist. Das ist in meinen Augen krankhaftes Lügen. 

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Jeder lügt doch manchmal...

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