Wieviel kostet ein professionelles Teleskop?

3 Antworten

Hallo,

viele liegen immer dem Irrtum auf, dass ein Teleskop ganz ganz groß vergrößern muss - sicherlich macht es das auch, aber primär geht es um das Sammeln von Licht.

Sterne und Planeten sieht man schon mit bloßem Auge - Sterne bleiben jedoch immer Punkte aufgrund ihrer unglaublich großen Entfernung zu uns.

Jetzt muss man natürlich etwas differenzieren ob man nur Planeten beobachten will oder auch Deepsky-Objekte beobachten möchte. Als Deepsky bezeichnet man alle Objekte welche sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden. Für die Planetenbeobachtung sind die Maksutovs nicht schlecht und auch gar nicht so teuer - ein 90/1250 MAK kostet neu um die 180,- Euro. Für Deepsky sind meiner Meinung nach die Newtons (Spiegelteleskope) für den Amateur interessanter weil die deutlich günstiger sind als die Refraktoren (Linsenteleskope). Ein Refraktor mit gleicher Öffnung wie ein Reflektor kostet einiges mehr.

Ab einer Öffnung von 8" (20 cm) macht die Deepsky-Beobachtung schon richtig Spaß. Die sog. Dobson z.B sind Spiegelteleskope welcher in eine Art Holzkiste eingehängt werden (die Rockerbox) sind nochmal ne Ecke günstiger weil eine teuere Montierung wegfällt - dafür ja die Holzkiste. Auch am Planeten machen diese Teleskope eine sehr gute Figur. Neu sind solche Geräte für um die 350,- Euro haben. Aber Vorsicht - man benötigt auch Zubehör und dieses übersteigt den Wert des Teleskops oft recht schnell.

Ich hoffe, dass ich mit meiner Antwort ein wenig Aufklärung schaffen konnte, ansonsten einfach nochmal fragen ;-)

Vielen lieben Dank, ausführlicher kann die Antwort nicht werden ;-)

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Was ist für Dich ein "professionelles Teleskop" ???

Die professionell, also wissenschaftlich arbeitenden Großteleskope, z.B. von der ESO kosten mehrere 100 Millionen Euro, das neu geplante Riesenteleskop voraussichtlich ein paar Milliarden.

Das ist für den Hausgebrauch sicher zu teuer.

Wenn Du mit der Astronomie anfangen willst, dann reicht zum Start ein guter Feldstecher. Schon damit siehst Du viel mehr als mit dem bloßen Auge.

Oder ein kleines Teleskkop (für Starter) mit ca. 70 mm bis 80 mm Öffnung und 500 mm bis 700 mm Brennweite für ca. 200 Euro.

Dazwischen ist alles möglich. Mit höherem Preis steigt bei den meisten Geräten auch die Qualität. Aber nicht jedes Teleskop kann alle Aufgaben gleich gut.

Deshalb ist es als Anfänger besser mit einem einfachen Teleskop zu beginnen. Wenn man dann alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, die dieses Gerät bietet, dann weiß man meist besser, was man will:

Astrofotografie oder Visuelle Beobachtung?

Fester Standort oder Mobilität.

Deep-Sky-Objekte oder Planeten.

Mond (hört sich trivial an, ist aber ein ganz tolles Zielobjekt).

....

Und je nach deinen Wünschen wird dann ein jeweils anderes Teleskop das beste Teleskop für Dich sein.

Du könntest mal googeln;) da findest du bestimmt etwas:)

Richtig, man könnte Google mit einer Suche beauftragen, dann werden einem aber wohl ausschließlich teure Optiken angeboten weil der Händler ja schließlich so viel Gewinn wie möglich machen will. Darum finde ich, dass diese Frage hier durchaus berechtigt ist und sich Amateur-Astronomen dazu äußern können...

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