Wieviel Haus kann ich mir leisten?

7 Antworten

  • Die meisten Rechner schönen die Lage doch beträchtlich und ich würde immer empfehlen, erheblich konservativer und sicherer zu rechnen.
  • Das Grundstück zählt selbstverständlich als Eigenkapital und zwar mit dem vollen Marktwert, den es beim Verkauf erbringen würde. Recherchiert einfach mal den Quadratmeterpreis für ähnliche Grundstücke in der Nachbarschaft. Erschließung, Anbindung, Hanglage oder eben, Baumbestand oder frei, Form des Grundstücks etc. muss man dabei natürlich berücksichtigen.
  • 260.000,00 für das Haus abzüglich 70.000,00 Eigenkapital ergibt immer noch 190.000,00 Finanzierungsbedarf. Davon können wahrscheinlich 100.000,00 über die KfW sehr günstig finanziert werden (Förderprogramme privates Wohneigentum + Energieeffizentes Bauen) und 90.000,00 dann über die Hausbank. Ihr müsstet für so einen hohen Gesamtkredit schon etwa 1.750,00 bis 2.250 monatliche Last tragen können. Das ist viel. Zusätzlich rechnet mit ca. 300,00 Hausgeld (quasi laufende Nebenkosten) pro Monat und natürlich dem, was Ihr selbst zum Leben braucht.
  • Bedenkt, dass wenn die Beziehung scheitern sollte, fast immer ein Totalverlust eintritt. Dieses Risiko kann man kaum abfangen und man muss sich schon sehr sicher miteinander sein. In diesem Falle wäre zudem eine Heirat notwendig, um zumindest das Todesrisiko in den Griff zu kriegen.
  • Das Haus ist gewiss schön, aber 260.000,00 ist auch ein stolzer Preis. Ist das ein Bauträger-Festpreis-Angebot? Sehr oft kommen da noch weitere Kosten zu, die einem anfangs verschwiegen werden, egal wie glatt und seriös der Vetriebler klingt. Erkundigt Euch auch mal bei anderen Anbietern und schneidert das Haus Maß nach Euren Vorstellungen. Man muss nicht gleich ein Haus so kaufen, wie angeboten. Ein Haus kauft man einmal im Leben und das muss so optimal werden wie möglich. Nicht nur äußerlich, sondern auch in Raumaufteilung und Nutzwert.

Klar hilft das Grundstück für die Beleihung. Und selbst ohne das ist eine Eigenkapitalquote von über 27 % schonmal eine gute Basis für eine Finanzierung.

Wichtig ist aber nicht nur die Frage, was Ihr jetzt schon bezahlen könnt, sondern auch, ob Ihr die Raten für den Kredit aufbringen könnt, ohne dass die kaputte Waschmaschine Euch in den Ruin treibt. Kalkuliert nicht zu knapp, legt Eure Lebenshaltungsbedürfnisse nicht zu eng aus.

Und: Ihr werdet beim Bau erleben, dass alles doch wieder teurer wird.

Einmal, weil Unvorhergesehenes bezahlt werden muss (besondere Bodenmaßnahmen, dann der Anschluss der Dachentwässerung an die Grundstücksentwässerung etc.),

Und außerdem, weil während des Baus weitere Wünsche wach werden. Die Ausstattung der Hausanbieter ist eigentlich IMMER viel zu knapp ausgelegt. Mit der Elektro-Grundausstattung gibt sich kaum einer wirklich zufrieden. Und die Überraschung kommt bei den Fliesen und beim Teppich, wenn die teuren Läden, in die der Hausbauer einen schickt, für die im Hauspreis enthaltene Preisgrenze pro Quadratmeter nur drei Varianten zur Auswahl stehen, von denn eine hässlicher als die andere ist. Und nur im Kleinformat, das heute keiner mehr haben will. Für hübschere größere Fliesen gibt es dann saftige Material- und Verarbeitungsaufschläge.

Das zieht sich mehr oder weniger durch alle Gewerke.

Also: Großzügig und mit Sicherheit kalkulieren.

Da gibt es nur eines: geht zunächst zur Bank Eures Vertrauens und lasst Euch eingehend zu einer Immobilienfinanzierung beraten. Nur die sagen Euch Dinge, auf die ihr Euch dann auch verlassen könnt.

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ja da hast du natürlich recht zur Bank müssen wir sowieso aber ich hab vor den Banken immer ja wie soll ich sagen respekt. Weil naja die können einen alles erzählen.

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@xXDelilahXx

Sicher, aber die haben seit der Finanzkrise sehr harte Auflagen zum Thema Beratung und der entsprechenden Dokumentation derselben. Ich weiß ja nicht, welche Hausbank ihr habt, aber bei der Sparasse oder den Volksbanken z.B. geht es seriös zu.

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