Wie viel Geld kann ich nehmen?

10 Antworten

hm, ich hab auch schon einige hochzeiten fotografiert und hab ein paar wichtige fragen an dich, die du erst abklären solltest bevor du das machst:

  • traust du dir zu das überhaupt zu machen? sie werden sich voll und ganz auf dich verlassen und wenn du versagst haben sie KEINE fotos von der standesamtlich hochzeit. das ist ein großes risiko dessen man sich bewusst sein muss.

  • welches equipment hast du? du brauchst lichtstarke optiken für dunkle räume und hast in der regel mit extrem schlechten licht zu kämpfen. manchmal darf man auch nicht blitzen etc. du musst auch mit sehr engen räumen rechnen was dazu führt dass man ein weitwinkel braucht.

  • hast du backup-equipment? wenn deine kamera abschmiert brauchst du ersatz - und zwar vor ort. also eine kamera ist zu wenig. mindestens zwei. ebenso bei den objektiven. du musst mit dem ausfall eines objektives rechnen und auch ohne dem durchhalten können. auch speicherkarten und akkus sollten in ausreichender stückzahl vorhanden sein.

  • und die letzte und wichtigste frage: warum nimmst du geld? du solltest dir im klaren darüber sein dass dein tun und handeln sobald du geld verlangst professionell sein muss. egal wie viel geld du verlangst. dein auftreten vor ort, dein equipment und vor allem die ergebnisse müssen 100% top sein. lieber mal die erste hochzeit für lau fotografieren. wenn deine fotos nämlich nicht auf anhieb überzeugen kann dich dein auftraggeber nämlich ans finanzamt melden, das ist nämlich schwarzarbeit. ich gehe mal auch stark davon aus dass du eine legale photoshop lizenz für rund 1200 euro hast. wenn nicht könnte dich alleine das schon in teufels küche bringen. und das dann nur wegen 100-200 euro.

  • wissen deine auftraggeber davon, dass dies dein erster einsatz ist? es gehört nämlich ne menge know how und technik dazu so etwas zu machen. man muss seine ausrüstung wie im schlaf kennen. ich kenn mein kamera menü auswendig. wenn ich irgendwo hin will muss ich da nicht auf das display schauen. ich kann abschätzen wann ich blitz brauche und wann ich verzichten kann und und und. so was muss man lernen. viele denken jetzt haben sie ne spiegelreflexkamera, jetzt machen sie traumfotos, nix da. die ersten 1000 fotos mit der kamera sind in der regel für die mülltonne (also bei mir ist das so).

und wenn du alle fragen mit einem reinen gewissen und einem tiefen JA beantworten kannst - dann kannst du darüber nachdenken das zu machen. und zwar kostenlos. das erste mal. beim nächsten mal für einmal einladen zum essen gehen. und wenn das 3, 4 mal super geklappt hat kannst du darüber nachdenken das ganze anzumelden und das öfter zu machen. das ist der einzig richtige weg. dauert ein wenig, aber es klappt.

Wenn er Recht hat, dann hat er Recht. Genau so ist es

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@fotopower

genau, deshalb gehe ich immer nur mit 3 Kammeras, 9 Akkus und 7 Objektiven zu Aufträgen - aber keine Hochzeiten.

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Respekt, das ist eine vernünftige und aussagekräftige Stellungnahme.

Allerdings gestatte ich mir anzumerken, dass wenn die Fotografin nur ab und zu solche Aufträge macht sie in diesem Fall als Kleingewerbetreibende arbeiten kann. In diesem Fall ist sie auch nicht Steuerpflichtig wenn eine gewisse Jahresverdienstgrenze nicht überschritten wird. Nachzulesen unter: § 19 Umsatzsteuergesetz. Ach ja und Fotografin darf sie sich auch nicht nennen, denn der Begriff ist geschützt. Fotodesigner oder Fotografiker aber geht ;-)

Gruß Peter

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Hi, mußt DIr erst einen Namen machen. Brauchst dringend Empfehlungen der Kunden. Daher nimm eher weniger. Bist ja auch eingeladen, kannst auch mitfuttern usw. Lernst ja noch dabei. Klar: 5 h Arbeit vor Ort, 2 h zuhause. Da wären 100 - 150 obere Zielmarke. Kannst mehr verlangen. Gefahr: wirst nicht empfohlen. Denn: für einen echten Stundenlohn gibts bessere bzw. professionellere Alternativen. Dies bedenke. Tipp: nimm 100 Euro, sage: wenn Kundschaft zufrieden, dürfen sie gerne etwas aufrunden. Gruß Osmond

Ich bin ein professioneller Hochzeitsfotograf und nehme für eine 2-Stunden-Trauung und eine 5-Stunden-Feier im Durchschnitt 1200€. Inklusive sind die Nachbearbeitung, eine Vorbesprechung und die Fotos auf einer DVD im hochwertigen Case.

Schöner Stundensatz, wenn man keine Postproduktion rechnet.

Machst du die Postproduktion selber oder outgesourced?

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Also, vergleich deine Preise mit Professionellen Fotografen, und dann halt etwas davon abziehen evtl...wenn die eh alles bezahlen ist der preis aber auch egal..und ansonsten, preis nennen, und es lässt sich immer runterhandeln..lieber gleich zu hoch

ich denke wenn du gute bilder machst ist das ein realistischer preis, wenn du deine fähigkeiten (und dei der kamera) gut einschätzt, kannst du ruhig so viel verlangen!

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