Wieviel Geld bekommt der Käufer von mir zurück?

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12 Antworten

Es gibt zwei Rechtsgeschäfte.

  1. Dein Kauf beim Händler
  2. Dein Verkauf an den Privatkäufer

Der erste Kauf ist Aufgrund der Gewährleistung rückabgewickelt worden. Du hast deinen Kaufpreis zurückgekommen

Er hat einen Anspruch auf Rückabwicklung des 2. Kaufvertrages, weil der Artikel nicht die versprochenen Eigenschaften hatte. Insofern bekommt er seine EUR 250,00 zurück, nicht mehr.

Die Händlergewährleistung kann er nicht in Anspruch nehmen. Sie bestand für ihn nicht, weil sie nicht übertragbar war.

Kommentar von SerberusX
18.11.2016, 11:17

Hammer Auflösung meiner Frage :)

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Kommentar von Violetta1
18.11.2016, 11:21

Chapeau, perfekter gehts wohl nicht :-)

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Du hast unter falschen Angaben verkauft. Der Käufer kann den Vertrag rückabwickeln. Du musst also den gesamten Betrag zurück zahlen.

Evtl. noch Schadensersatz. (Auslagen, Portokosten usw.)

Kommentar von SerberusX
18.11.2016, 15:03

Wo habe ich unter falschen Angaben verkauft? Der Artikel war vor Versand noch funktionsfähig und es handelt sich um einen Privatverkauf.

Ich habe nicht geschrieben, dass ich ich die Gewährleistung übertrage. Ich habe nur geschrieben "Es ist eine Restgewährleistung von 8 Monaten vorhanden".


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Du musst ihm nur die 250 zahlen. Du hast ja mit ihm sogesehen einen Kaufvertrag über diese Summe geschlossen. Also der Käufer der dir den Gegenstand abgekauft hat, hat nur ein Recht darauf, dass Geld erstattet zu bekommen was er dafür gezahlt hat. (Also die Summe, die im Kaufvertrag zwischen dir und ihm vereinbart wurde.)

Er hat aber definitiv kein Recht darauf, mehr Geld zu bekommen als im Kaufvertrag zwischen euch beiden zustande gekommen ist.

Eigentlich gibts bei Privatverkäufen noch nicht mal Garantie usw. Wenn du dir Sicher bist, dass der Artikel in einwandfreiem Zustand gewesen ist, hättest du es eigentlich überhaupt nicht zurück nehmen müssen. Also kann er froh sein, dass du überhaupt so kulant bist.

Kommentar von RobertLiebling
18.11.2016, 11:30

Eigentlich gibts bei Privatverkäufen noch nicht mal Garantie usw.

Erstens muss das "Gewährleistung" heißen und zweitens stimmt der Satz nur, wenn die Gewährleistung im Angebot wirksam ausgeschlossen wurde.

Ansonsten gilt auch für den Privatverkäufer die gesetzliche Sachmängelhaftung von 12 Monaten bei Gebrauchtwaren.

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Wie erwartet macht der Käufer jetzt mega Amok. Er hat sich wohl mit der Rechnung, die ich beigelegt hatte, erkundigt wie hoch der Gutschrift-Betrag sei. Jetzt weiss er also, dass ich 450 Euro bekomme. Ich habe Ihm den zusammenhang erklärt, dass es 2 verschiedene Rechtsgeschäfte sind und er keinen Anspruch auf MEINEN damaligen Kaufpreis hat.

Er hat mich bedroht und mit dem Anwalt gedroht ..... lol

Hier bist du falsch informiert. Die Gewährleistungsansprüche sind sehr wohl übertragbar. Es ist nur so, dass die Ansprüche nicht automatisch mit dem Kauf an den Käufer übergehen.

Und nein, der Käufer kann nicht den kompletten Neupreis sondern nur den Preis, den er dir bezahlt hat, zurückverlangen.

Weitergehende Ansprüche würden ein Verschulden deinerseits voraussetzen, welches ich hier nicht erkennen kann.

Kommentar von SerberusX
18.11.2016, 15:06

Das sieht N.TV anders:

Ob Smartphones, Haushaltsgeräte oder Kinderwagen – Ware aus zweiter Hand
verkauft sich oft besser, wenn sie innerhalb der zweijährigen
Gewährleistungsfrist  angeboten wird. Was die privaten Verkäufer und
Verkäufer oft nicht wissen: Geht die Sache später tatsächlich kaputt,
hilft der Original-Kaufbeleg womöglich wenig. Denn per Gesetz kann der
Zweitbesitzer gar nicht reklamieren.

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Nein. Der Käufer hat Dir nur 250€ bezahlt. Die erstattest Du zurück. Der Rest ist Dir.
Wie Du richtig gesagt hast ist die Gewährleistung nicht übertragbar. Somit hätte der Käufer auch nie die 450€ erhalten. Den Vertrag ist der ursprüngliche Händler mit Dir eingegangen.

du hast für 250€ verkauft an eine privatperson und das mußt du auch an ihm zahlen..nach rückgabe der ware..

Er hat den Artikel von Dir gekauft und nicht vom Händler, deshalb bekommt er auch nur das zurück, was er Dir bezahlt hat, nämlich 250 Euro.

Die 450 Euro, die Du zurückbekommen hat, hast Du ja mal bezahlt und nicht er - ihm steht nur das zu, was er an Dich bezahlt hat

Der Käufer hat ein Recht auf sein Geld. Den Betrag,d en er Dir gezahlt hat.

Ggf. eben auch noch Porto, falls er Dir das zahlte.

Der Ruf nach dem vollen Erstattungspreis lässt einen schon verwundert aufhorchen.. da wollte wer wohl ganz schlau sein?

Wenn das auf ebay war, würde ich das glatt mal melden.. das hat ja schon den Aspekt von Betrug.

Kommentar von SerberusX
18.11.2016, 15:14

Er hat sich erkundigt und droht mir jetzt mit Rechtsanwalt usw. Als er mich anrief um den Defekt anzugeben hat er sich einmal verplappert und mir gesagt, dass ihm das schonn 2x passiert sei. Ich gehe fest von einer Betrugsmasche aus.

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...du willst dem zwielichtigen Käufer doch nicht zusätzlich ein Geschenk

machen, ok !!! Er bekommt € 250,00, basta.

Wieso sollte Dein "Kunde" mehr als 250€ zurückbekommen? Er hat nicht mehr an Dich bezahlt. lass Dich nicht verunsichern. Gib ihm sein Geld zurück und gut ist.

Juristen mögen es anders sehen, aber du hast es verkauft und das Gerät gehört nun dem Verkäufer. Das Geld steht meiner Meinung nach daher auch dem Käufer zu.

Ich würde es fair finden, wenn er dir für die Abwicklung aber die Hälfte seines "Gewinns" abtreten würde.

Kommentar von EdnaImmers
18.11.2016, 11:17

Quatsch, der Käufer hat 250€ ausgegeben und die bekommt er zurück. 

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Kommentar von dandy100
18.11.2016, 11:20

Dem Käufer steht genau das zu, was er bezahlt hat und nicht mehr!

Welchen Gewinnn meinst Du denn?

Die 450 Euro, die der Verkäufer zurückbekommen hat, hat er ja schließlich vorher selbst bezahlt und natürlich stehen sie ihm - und nur ihm-  auch wieder zu, wenn das Gerät defekt  ist.

Er muss ausschließlich die 250 Euro zurückerstatten.

Warum sollte der Käufer denn noch etwas dazubekommen? Was soll denn daran fair sein, mehr zurückzuerhalten, als das, was man bezahlt hat?

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