Wieviel darf ich neben meinem Vollzeitjob arbeiten?

12 Antworten

Grundsätzlich dürfen die Zeitaufwendungen aus Haupterwerb und Nebenerwerb gemeinsam keinen Verstoss gegen die Regularien des Arbeitszeitgesetzes ergeben.

Bei einer 5 Tage-Woche dürfen die Arbeitszeiten insgesamt im Mittel 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten, bei einer 6 Tage-Woche insgesamt im Mittel nicht über 60h pro Woche. ( das resultiert jeweils aus der Summe täglicher Arbeitszeiten von bis zu 9 Stunden, bzw. in Ausnahme auch bis zu 10 Stunden an einzelnen Tagen )

So die allgemeine Regelung für die meisten Branchen ohne besondere Ausnahmegenehmigungen.

Natürlich darf der Nebenerwerb die Ausübung des Haupterwerbes auch weder beeinträchtigen, noch in direkter Konkurrenz dazu stehen.

bei einer 6 Tage-Woche insgesamt im Mittel nicht über 60h pro Woche

und

das resultiert jeweils aus der Summe täglicher Arbeitszeiten von bis zu 9 Stunden, bzw. in Ausnahme auch bis zu 10 Stunden an einzelnen Tagen

Wie kommst du denn auf 60 Wochenstunden im Mittel?!? Das ist falsch!

Auch bei einer 6-Tage-Woche darf im Durchschnitt von 6 Monaten/24 Wochen nicht mehr als 48 Stunden pro Woche gearbeitet werden - genau wie bei der 5-Tage-Woche, weil Grundlage die 6 Werktage einer Woche sind!

1
@Familiengerd

Danke für die Richtigstellung. In besonderen Ausnahmesituationen sind kurzzeitig aber auch mal bis zu 60 Wochenstunden möglich, bei anschliessendem Freizeitausgleich.

Diese Ausnahmeregelung dürfte aber vermutlich nicht auf die Addition von HE und NE anwendbar sein .

0

Du kannst neben Deiner Hauptberuflichen Tätigkeit sooo viiiieeel Du gern möchest noch Erwerbstätig sein. (ua auch Bastelverkauf, Aushilfen, Vermieten.... uvam)
Du hast das Deinem ersten ArbeitsplatzManager mitzuteilen und er kann Einschränkungen erheben, wenn er Konkurenzprobleme sieht.
Du hast Alle Einnahmen zu Erklären (auch die "Geringen") und zwar, und das "freiwillig", dem Finanzamt.
Bleibt nur die Frage: wie kommst Du an die Zeit die täglich mehr als 24 Stunden ist.....

450 ist die Grenze für den Minijob, bei dem bekannten Mindestlohn weißt du dann die steuerliche Höchstgrenze.

Arbeitsrechtlich:" Nach den Regelungen des Arbeitszeitgesetzes beträgt die maximal zulässige tägliche Arbeitszeit 10 Stunden. Unter Zugrundelegung von sechs Werktagen beträgt daher die maximal zulässige wöchentliche Arbeitszeit 60 Stunden.

Allerdings darf die wöchentliche Arbeitszeit im Durchschnitt von 24 Wochen bzw. 6 Monaten insgesamt 48 Stunden nicht übersteigen."

https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/fachgerichte/Arbeitsgericht/arbeitszeit/index.php?print=1

... in einer Tätigkeit. Und auch nur dann, wenn eine Gewerkschafltiche Verpflichtung besteht. ...

0
@stiller2013

Da irrst du. Die Arbeitszeit ist GESETZLICH geregelt. Es gelten alle Jobs zusammen. Der Arbeitgeber mit dem höchsten Stundenanteil ist verantwortlich für die Einhaltung aller Arbeitzeiten.

0
@Rheinflip

Fakt(aus der Bemerkung zum Gesetz):
Wer heute Vollzeit arbeitet, geht seinem Beruf in der Regel 40 Stunden in der Woche nach. Im Schnitt arbeiten die Deutschen wöchentlich drei Stunden mehr als im Arbeitsvertrag vorgesehen. Viele der Überstunden werden nicht bezahlt.
Die wöchentliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten liegt in Deutschland bei 43,5 Stunden und damit fünf Stunden über der vertraglichen Regelung.
Die gesetzlichen Regelungen im AsSChG bezieht sich im Grunde nur auf Ein vertragliches Arbeitsverhältins.
Also kann man a)schon einen zweiten Vertrag unter der Steuerklasse VI und auch noch pauschal(Gering)oder gegen Honorar den Tag mit Arbeitszeit füllen.
Das Gesetz des Arbeitszeitschutzes wird im Regelfall nur gegen Verstossende 'Arbeitgeber' und ev unliebsame 'Arbeitnehmer' angewandt.
Wo kein Kläger, da kein Richter.
Und noch eines: der körperliche Zustand ist NICHT Gegenstand dieser Gesetze!
Es kann doch durchaus Menschen geben, die 23h Arbeit bei nur 1h Schlaf leisten können... Sprecht doch Niemandem seine Möglichkeiten ab.
zBsp könnte ich 22 h bezahlt Ruhen und 2 h Essen ..... und das Ganze ohne jegliche Arbeit :-)

0
@stiller2013

Du hast da einen recht schlechten Berater im Arbeitsrecht. "Aufgrund der Parallelität zu einer anderen – gewissermaßen ranghöheren – Beschäftigung ist die wöchentliche Arbeitszeit beim Nebenjob in der Regel begrenzt. Laut § 3 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) beträgt die maximale werktägliche Wochenarbeitsdauer 48 Stunden. Gehen Sie also einem Vollzeitjob nach, in dem Sie pro Woche 40 Stunden ableisten, ist es rechtens, ferner acht Stunden durch einen Nebenjob zusätzliches Geld zu verdienen." https://www.arbeitsvertrag.org/nebenjob/#Rechte_und_Pflichten_beim_Nebenjob

Es geht tatsächlich nicht um individuelles Empfinden oÄ. Es geht um glasklare rechtliche Regeln.

0

Was möchtest Du wissen?