Wieviel darf ein Vermieter wegen Wärmedämmung auf die Miete aufschlagen?

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6 Antworten

Du hast für solche Fälle ein Sonderkündigungsrecht.

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Kommentar von pharao1961
22.02.2017, 12:11

Vielen Dank!

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Nicht 11% der Kaltmiete (Nettomiete) sondern 11% der Modernisierungskosten im Jahr, davon 1/12 monatlich. Das kann schon wesentlich mehr sein als 11% der Nettomiete. Wenn diese bisher relativ niedrig war, können da schon 50% zusammenkommen. Das Wärmeverbundsystem kann zu 100% angerechnet werden. Für neue Fenster und Balkone muss ein Instandhaltungsteil abgezogen werden. Die Höhe hängt vom Zustand ab. In der Regel sind 50% oder mehr abzuziehen. Das muss in der Modernisierungsankündigung schon kalkuliert werden. Im eigentlichen Mieterhöhungsverlangen nach Abschluss aller Arbeiten muss das dann exakt rechnerisch dargestellt werden.

Sobald die Mod.-Ankündigung zugestellt ist, könntest/solltest du sofort wegen Härte intervenieren (Widerspruch einlegen, vor allem, wenn die höhere Miete nicht mehr zahlbar ist).

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Kommentar von Moewe4
05.02.2017, 15:46

Hallo und Danke für deine Antwort, die Kosten betragen 613600€ in dem Schreiben steht das aus rechtlichen Gründen, die Möglichkeit einer Nichtduldung wegen eines Härtegrundes besteht nach Paragraph 555d BGB. Das aber die Erhöhung der Miete keinen Härtegrund im Sinne des Gesetzes darstellt.

Ich bin völlig durch deswegen, wohne erst ein halbes Jahr hier und mein ganzes Erspartes steck in dieser Wohnung. Alle sagen das ein Vermieter nicht mehr als 11% der Kaltmiete aufschlagen darf. Jetzt meinst du 11% der Modernisierungskosten, bist du da sicher?

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Richtigerweise kann der VM die Kosten einer energetischene Modernisierung i. S. d. § 555b BGB mit 11% der für deine Wohnung aufgewendeten Kosten als Modernisierungserhöhung verlangen. Die dürften die Kosten der anteiligen Wärmedämmung und verbauten energieeffizienteren Fenster umfassen, eine Ernuerung des Balkons gäbe die n. § 555a BGB nicht her, s. §§ 559, 558 ff. BGB.

Und zusätzlich die Miete n. § 558 BGB erhöhen, wenn der modernisierte Ausstattungszustand nach Vergleichswohnungen oder nach Mietpreissiegel dies hergäbe, §§ 558 ff. BGB.

Dagegen kann man nicht vorgehen, auch nicht mit Hilfe eines RA oder Mietervereins, die Maßnahmen hast du allesamt zu dulden, § 555d BGB :-(

Es mag dich trösten, dass den Erhöhungen eine Heizernergieersparnis entgegenstehen dürfte, die sich in sinkenden Heizungskosten und gerigerer NK-Vorauszahlung niederschägt und den Wohnkomfort erhöht, gerade im Sommer angenehm kühleres Raumklima schafft.

Wenn man das aber nicht stemmen kann, bliebe nur ein Sonderkündigungsrecht n. § 555e BGB auszusprechen, bevor der VM auf Zustimmung klagt oder nach qualifiziertem Mietrückstand fristlos, hilfsweise wg. Vertragspflichtverletzung ordentlich kündigt :-(

G imager761


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In einem TV Bericht hieß es der Vermieter darf nur 11% der Kaltmiete aufschlagen.

Entweder hat man da im TV was falsch berichtet oder Du was falsch verstanden.

Bei Moderniserung/Sanierung darf der Vermieter 11 % der Modernisierung-/Sanierungskosten jährlich als Mieterhöhung geltend machen.

Wie gehe ich jetzt am besten vor?

Warum vorgehen?

Ist denn schon ein Mieterhöhungsverlangen erfolgt?

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Kommentar von Moewe4
04.02.2017, 20:27

Nein, nur die Ankündigug das im April damit begonnen wird und der Aufschlag pro Quadratmeter wurde mir mitgeteilt.

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Kommentar von Moewe4
05.02.2017, 15:58

Ich habe das mal ausgerechnet, die Kosten betragen 613600€ davon 11% darf der Vernieter aufschlage, das kann nicht stimmen.

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Balkone und Fenster erneuern sind ja eher "Erhaltungsmaßnahmen" die er überhaupt nicht auf die Mieter umlegen kann. Dafür bekommt er ja bereits seine Miete.

Nur für verbessernde Innovationen kann er die Mieter belasten. Er kann solche Investitionen innerhalb von 9 Jahren über die Mieterhöhung aufrechnen. Also 11 % pro Jahr.

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Kommentar von Moewe4
04.02.2017, 19:56

Hallo Hans, danke für deine Antwort, aber wie gehe ich jetzt vor? 

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es wird zwischen Sanierung unterschieden und zwischen einer Wertverbesserung. Balkon wäre Wertverbesserung. Bei den Fenstern kommts drauf an, wenn die besser sind Isolierung,Schalldämmung darf da etwas auf die Miete draufgeschlagen werden. Wenn die Fenster Schrott sind und getauscht werden müssen, dann darf nix verlangt werden.

Du kannst mal beim Mieterverein fragen, ggf. mußt du dann eintreten.

ja 11% sind richtig.

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Kommentar von Moewe4
04.02.2017, 20:31

Was ist denn dann die Wärmedämmung, Sanierung oder Wertverbesserung? 

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