Wieviel darf ein mündliches Angebot abweichen?

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6 Antworten

Das ist natürlich nicht in Ordnung, aber ihr habt das Problem des Nachweises, und ich vermute mal, das wird euch nicht gelingen. Also: Angebote nur schriftlich!

§ 650 BGB Kostenanschlag

(1) Ist dem Vertrag ein Kostenanschlag zugrunde gelegt worden, ohne dass der Unternehmer die Gewähr für die Richtigkeit des Anschlags übernommen hat, und ergibt sich, dass das Werk nicht ohne eine wesentliche Überschreitung des Anschlags ausführbar ist, so steht dem Unternehmer, wenn der Besteller den Vertrag aus diesem Grund kündigt, nur der im § 645 Abs. 1 bestimmte Anspruch zu.

(2) Ist eine solche Überschreitung des Anschlags zu erwarten, so hat der Unternehmer dem Besteller unverzüglich Anzeige zu machen.

Das Mündliche Angebot ist ja nichts verbindliches, und sollte es vor Gericht kommen, würde es Aussage gegen Aussage stehen. Von daher könnt ihr da wohl nichts machen....

Es ist völlig egal ob das Angebot mündlich oder schriftlich abgegeben wurde --- es ist bindend. Ein Rechnungsbetrag von 3700€ entspricht in keiner Weise einem Betrag von ca. 2000€ und ist demnach nicht zu akzeptieren.

Bei mündlichen Verhandlungen ist es immer wichtig einen Zeugen zu haben - was bei dir aber wohl der Fall gewesen ist...

Nichts kannst du machen. Nur schriftliche Angebote dürfen um 10% abweichen. Im Streitfall steht Aussage gegen Aussage was den Umfang angeht, jede Wette.

Nun, Ihr wäret beweispflichtig. Grundsätzlich sind auch mündliche Absprachen verbindlich. Jedoch wäret Ihr in der Beweislast im Falle einer Klage. Somit, so traurig es sein mag, schätzt selber ab, was machbar wäre und was nicht.

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