Wieviel % darf ein Kostenvoranschlag höher sein?

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4 Antworten

Kostenvoranschläge sind nicht bindend. Es kommt darauf an was auf der kostenvoranschlag stand. Die Einheitspreise dürfen nur um ca. 15% überschritten werden. Der zusätzliche nicht vorhergesehene Aufwand darf voll abrechnet werden, selbst wenn der Handwerker das vorher schon wußte. Nur muß der Handwerker sobald er weiß, daß die Kosten überschritten werden, dies dem Kunden unverzüglich mitteilen. Aber auch wenn er es nicht tut, muß ma immer den vollen Preis bezahlen, wenn man nicht beweisen kann, daß man die gleiche Arbeit günstiger bekommen hätte.

deshalb mach ich nur noch Pauschalverträge. Da darf die Rechnung um keinen Cent teurer werden auch wenn der Handwerker das 10 fache an Material und Stunden braucht

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Meist kommt so etwas von unvorhergesehenen Dingen die der Handwerker vorher auch nicht erkennen konnte oder einfach davon weil der Auftrag erweitert wurde (z.B. Hier wäre eine Steckdose doch auch noch ganz praktisch...) DAher würde ich die Frage einfach andersrum stellen: Hat der Handwerker die Leistungen erbracht die er Abrechnet und konnte er von Anfang wissen dass es teurer wird ? Ich denke damit wird Deine Frage wohl beantwortet sein.

Wenn im Kleingedruckten nichts anderes geregelt ist, ich kenne die 10%-Grenze. Darüber hinaus nur mit Zustimmung des Auftraggebers.

es gibt gesetzlich keine feste Grenze. Das mit der Zustimmung stimmt. Nur vor Gericht hat man trotzdem schlechte Karten, wenn die Kosten tatsächlich so hoch waren und man nicht durch ein Gegengutachten beweisen kann, daß man es billiger bekommen könnte. Dann muß man zwra trotzdem erstmal die volle Summe bezahlen, kann aber den Handwerker in einer anderen Gerichtsverhandlung diesen auf Schadensersatz verklagen. Rechnet sich aber meist für beide nicht

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@Mismid

Hab noch mal nachgelesen. Hier steht's genau: http://www.rechtslexikon-online.de/Kostenvoranschlag.html

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@gamasche

ja und das Fazit davon ist, daß der Handwerker immer ein Kakulationsirrtum anzeigen kann und man dann doch die gefoderte Summe bezahlen muß ,auch wenn es 10 mal soh hoch ist wie im Kostenvoranschlag. Ich hatte vor 2 Jahren einen Prozess genau aus diesem Grund. Mehr als ein Vergleich war nicht herauszuholen. es gibt nämlich keine richtiges Gesetz. Das Gesetz ist so wischi-waschi, daß man allein auf das Glück eines einem gewogenen Richter hoffen kann.

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@Mismid

Was wäre die Alternative? Der garantierte oder verbindliche Kostenvoranschlag, gegenüber dem einfachen oder unverbindlichen Kostenvoranschlag? Ist man dann vor solchen Ärgernissen geschützt, oder hätte sich dadurch Dein Prozessverlauf auch nicht geändert? Da fragt man sich dann, wofür Gesetze dann auf unsere Kosten entworfen, ausgesessen, .... werden! Frei nach dem Motto: "Sag mir, wer den besseren Anwalt hat- und ich sage Dir, wer den Prozess gewinnt".

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Bei der zuständigen Handwerkskammer kann man dir mit Sicherheit weiter helfen. Aber 1/3 teurer als veranschlagt würde ich auf keinen Fall bezahlen.Ich schließe mich da gamasche an entweder 10% oder 15%.

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