Wieviel darf ein guter Wein, den man mitbringt für Bekannte, maksimal Kosten?

11 Antworten

"Guter Wein" lässt sich nicht am Preis festmachen, sondern der persönliche Geschmack entscheidet. Insofern kann man auch mit einem hochpreisigem Wein gründlich daneben liegen.

Verkostungen von Experten (?) bringen erstaunliche Ergebnisse. Es kommt immer wieder vor, dass ein 08/15-Wein aus dem Supermarkt von der Bewertung in die "Spitzenklasse" gelangt.

Ich kann mich noch gut an eine Sendung erinnern (leider kann ich keine Quelle nennen), in der es um die Fähigkeit von Experten ging, Ursprung und Geschmack von Weinen zu bewerten. Dazu hatte man einen Chemiker beauftragt, einen Wein zu "kreieren". Dieses Gebräu wurde erstaunlich gut bewertet, und niemand hat es als "chemisch" identifiziert.

Insofern darf es sicherlich auch ein Wein aus dem Supermarkt sein. Kennt man Vorlieben und Geschmack der Beschenkten nicht, weiß man eh nicht wie es ankommt.

Wenn man die „Bekannten“ gut kennt, dann kann man vom Zuhören auf Vorlieben schließen.
Danach kann man dann entscheiden: Rot oder Weiß, Spätburgunder oder Riesling, Deutschland, Italien, Spanien oder Frankreich etc.

Ist das aber nicht der Fall, muss man sich entscheiden, ob es „gute“ Bekannte sind, die man „überraschen“ darf oder ob man „imponieren“ will.

Sind diese Menschen „echt vornehm“, dann kann man tatsächlich nicht etwas aus dem „Supermarkt“ schenken. Dann merken das die anderen und können den Preis und dem Geschmack einschätzen. Und dann ist man ein „kulturloser Geselle“.

Also müsste man – wenn man das will und bezahlen kann – eine „Imponiermarke“ wählen, am besten mit vielen „Parker-Punkten“. Dann wird es auch teuer – ab 50 Euro klappt das erst. Und nach oben gibt es kaum eine Grenze (man kann auch vierstellig werden).

Sind die Leute „echte Weinliebhaber“ kann man auch schon einen schönen Tropfen um die 15 bis 20 Euro finden. Wenn man selber wenig Zugang zu Wein hat, geht man in ein Fachgeschäft und berichtet, welche „Vorlieben“ die Bekannten haben. Damit macht man dann echt Freude, weil man sich Mühe gegeben hat. Lieben sie zum Beispiel Riesling von der Mosel, könnte man einen Grüne Veltliner aus der Wachau in Österreich sein oder anstelle von einem Cabernet aus Frankreich einer aus Übersee (USA, Chile, Australien, Südafrika).

Da gibt es Möglichkeiten ohne Ende.

Für „Neureiche“ könnte man beliebige Beträge ausgeben. Zum Beispiel ein „Chateau Petrus“ aus dem Pomerol bekommt man kaum unter 1500 Euro – egal welcher Jahrgang.

So kann ich mich nur einigen „Ratgebern“ anschließen: Für die Dame des Hauses einen schönen Blumenstrauß für 20 Euro im Laden nach den Lieblingsfarben oder einen Frühlingsstrauß - alternativ feine Pralinen aus einer guten Konditorei - und für den Herren einen Champagner von einer Edelmarke – zum Beispiel Moët & Chandon Nectar Impérial für etwa 40 Euro.

Nein, Wein nach euren Vorstellungen mitbringen. Wenn bisher das teuerste, was ihr euch geleistet hattet 9 Euro war, dann vielleicht 18 Euro die Flasche. Alles andere ist unangemessen. Die denken sonst, Geld spielt bei euch keine Rolle. Dann entsteht eine Erwartungshaltung für das nächste Mal. Dann hat du aber bald keine Lust mehr einen Besuch bei denen jedesmal mit einem Hunderter zu bezahlen und gehst nicht hin.

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