wieviel Beiträge zahlt man als studentische Aushilfkraft?

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3 Antworten

Wenn du dich von der Versicherungspflicht der RV befreien lässt, zahlst du keine Beiträge. Es macht aber - gerade als Student - durchaus Sinn, die Rentenbeiträge einzuzahlen.

losung1 18.01.2017, 19:20

darf ich fragen warum es sinn macht? und wieviel müsste ich bezahlen?

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gunther02 18.01.2017, 19:49
@losung1

Der studentische Hilfsjob ist, wenn die bekannte 20 Stundengrenze eingehalten wird, in der Kranken/Pflege und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei, d.h. es wird nichts abgeführt. In der Rentenversicherung wird der Job wie jeder andere Minijob auch behandelt, also grundsätzlich besteht Versicherungspflicht dafür, momentan würden dir 3,7% vom Lohn abgezogen.

Sinn macht es, weil die Zeiten als vollwertige Pflichtbeitragszeit gelten mit allen Vorteilen, obwohl du nicht den halben Beitrag, sondern nur die lächerlichen 3,7% zahlen musst, der Arbeitgeber zahlt 15%. Gerade Studenten haben aufgrund des oft späten Berufseintritts meist nicht die 45 Beitragsjahre voll, was zu Nachteilen beim Rentenbeginn führt. Zudem wird auch die Rentenhöhe etwas erhöht und der Schutz bei Erwebsminderung aufgebaut. Wie kevin1905 unten schrieb wäre es tatsächlich dämlich sich davon befreien zu lassen, auch wenn es viele kurzsichtigerweise machen

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losung1 18.01.2017, 19:55
@gunther02

vielen dank

spielt es keine rolle wieviel ich verdiene solang ich unter 20stunden pro woche arbeite?

also müsste ich dann nur die rentebeiträge zahlen und krankenversicherung sozialbeiträge usw nicht?

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gunther02 18.01.2017, 20:04
@losung1

Wenn du 450 EUR nicht überschreitest, kannst du dich von der RV befreien lassen, wenn du es nicht tust, zahlst du die 3,7% Rente von deinem Entgelt und sonst weiter nichts, wenn die 20 Stunden eingehalten sind.

Wenn du zwar 20 Std. einhältst, aber über 450 EUR verdienst, ist es sozialversicherungsrechtlich nun kein Minijob mehr und die besonderen Regeln des Minijobs (Befreiungsmöglichkeit, 3,7% RV Beitrag) entfallen dann. Du bist dann auf jeden Fall pflichtig und zahlst auch deutlich mehr Beiträge.

Man sollte sich dies also überlegen und ggf so einrichten, dass man unter den 450 bleibt, und sich dazu überwinden keinen Befreiungsantrag zu stellen.

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Minijobs sind rentenversicherungspflichtig, also werden dir 3,7% vom Lohn einbehalten.

Davon kannst du dich befreien lassen, das wäre aber geistig behindert.

Vielleicht ist der Arbeitgeber auch ein Sack und wälzt die 2% pauschale Lohnsteuer auf dich ab.

Wenn der Verdienst unter 450,01 € liegt ist es immer ein Minijob.

Auf die Austockung des Rentenversicherungsbeitrages (3,7%) kann man schriftlich verzichten  - ggf. kann der ArbG die 2 % Pauschsteuer auf Dich abwälzen - wenn Du aber keinen anderen Job und keine anderen steuerpflichtigen Einnahmen hast, dann kannst Du den Minijob auch mit Steuermerkmalen ausüben - bei Steuerklasse I würden keine Abzüge anfallen.

Bei Verzicht auf Aufstockung des RV-Beitrages sowie den Minijob mit Steuermerkmalen ausüben, hättest Du keine Abzüge.

Der Job auf Studentenbasis ist ab 450,01 € möglich - dann hättest Du aber Beiträge an die Rentenversicherung zu zahlen (9,35%). Bis ca. 1.000 € brutto fallen keine Steuern an.

Krankenversicherung

Wenn Du bei Deinen Eltern familienversichert bist, dann bleibst Du auch bei einem Minijob familienversichert - bei einem Job auf Studentenbasis müsstest Du Dich privat versichern (Studententarif ca. 90 €).

losung1 18.01.2017, 20:29

super danke für die informationen

eine frage noch bitte

Ist der Job auf studentenbasis direkt ab dem monat an dem ich über 450,01€ komme oder wie wird das geregelt?damit meine ich z.b falls ich z.b nur vorhabe in den semesterferien also 2 mal im jahr mehr zu verdienen aber sonst unter 450 bleibe ,müsste ich dann trotzdem sozialversicherungsbeiträge und mich selber privat versichern?

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DerSchopenhauer 18.01.2017, 20:38
@losung1

Bei einem Minijob darf grundsätzlich 2 Mal mehr verdient werden als 450 € - das ist aber nur bei UNVORHERGESEHENER Mehrarbeit zulässig - bei planbarer Mehrarbeit ist das also nicht zulässig.

Wenn die 450-Grenze als Student unterschritten wird, ändert sich der Status sofort - man würde immer hin- und herpendeln - das sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Du kannst aber einen Minijob machen und gleichzeitig einen Studentenjob bei einem anderen ArbG; hier werden dann die Verdienste nicht zusammengerechnet, da es unterschiedlich sozialversicherungsrechtlich zu beurteilende Tätigkeiten sind.

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losung1 18.01.2017, 21:14
@DerSchopenhauer

Bedeutet das nun dass ich einen minijob bei einem arbeitgeber nachgehen kann ohne die 450,00euro zu übertreten und bei einem anderen arbeitgeber 2 mal im Jahr einer kurzfristigen beschäftigung nachgehen kann:diese also nicht zusammengerechnet werden und ich auch sozialversicherungsfrei bleiben kann dadurch dass es ja bei einem arbeitgeber eine kurzfristige beschäftigung ist?

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