Wieviel ALG II Zuschuss zum Gründungszuschuss / Krankenkasse / Umzug in größere Wohnung möglich?

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3 Antworten

Soweit mir bekannt gibt es entweder ALG I / II oder eben diesen Existenzgründerzuschuß. Ein Bezug von beidem ist nicht möglich denn du bist dann ja nicht mehr arbeitslos. Die genaue Höhe kann ich dir jetzt nicht sagen (ich glaube um die 600.- €uro, aber ohne Gewähr), aber der Beitrag für die Krankenkasse wird dir ein kräftiges Loch in deine Buchführung reißen. Du kannst versuchen einen Wohngeldzuschuß auf dem Sozialamt deines Rathauses zu bekommen (Ja, das gibt es immer noch), aber dafür gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung, eine dazu verläßliche Auskunft kann dir nur dein Rathaus geben. Aber als Selbstständige/r hast du auch neue Einsparmöglichkeiten. Du kannst alle möglichen Steuern sparen, in C&C Märkten (Metro o.ä.) eine Kundenkarte beantragen und damit günstiger einkaufen, je nach Branche lohnt sich dann der Gedanke ein Fahrzeug zu leasen statt zu kaufen und vieles mehr. Doch der Einstieg in die Selbstständigkeit ist ... nicht leicht und die größten Probleme könntest du haben eine Wohnung zu bekommen. Selbstständige mit denen ich schon gesprochen habe wußten mehr als ein leidvolles Lied über ihre Wohnungssuche zu berichten. So mancher Einsteiger lebt schlechter als ein HartzIVler. Verkehrte Welt in der BRD...

Danke für die Antwort. Ja, ich weiß aber definitiv, dass ich noch ALG II bekommen würde. 1. habe ich nachgefragt, aber keine genaue Auskunft über den Umfang erhalten (ja, die Krankenkasse wird automatisch bezahlt, wenn man ALG II-Empfänger ist) und 2. findet man ähnliche Bsp. dazu im Netz. Ich werde am Anfang noch keine Einnahmen haben, frühestens nach 3 Monaten. Wenn die Einnahme dann eine bestimmte Grenze überschreiten, werde ich dann sowieso ausgeschlossen von den ALG II-Zuschüssen.

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Wie VirtualSelf schon schrieb, ist die Leistung von Deinem Einkommen (erstmal geschätzt) abhängig, sodass hier keiner sagen wann, was sinnvoll ist und was nicht

daher mein Tip: bespreche das mit einem Gründungsberater, der sich mit SGB II und SGB IIII auskennt - denn manchmal muss man den Finanzplan "behördengerecht" schreiben, auch wenn ich dafür jetzt wieder beschimpft werde

Gerne helfe ich auch per Mail oder Telefon weiter: feedback@hb-result.de

Die Höhe einer etwaigen Unterstützung ist von deinem anrechnungsfähigen Einkommen abhängig. Wird hier also niemand erraten können.

Grundsätzlich: das Jobcenter ist bei der Berechnung des anrechnungsfähigen Einkommens bei Selbständigen nicht an steuerrechtliche Gewinnermittlungsvorschiften und Absetzmöglichkeiten gebunden. Das heißt zum Bspw.: wenn ein Zimmer steuerrechtlich absetzbar ist, kann das Jobcenter immer noch "nö" sagen, wenn es das Zimmer als nicht zwingend notwendig oder angemessen erachtet. Dieses Nö kann sich durch den gesamten Ansatz von Aufwendungen ziehen, bis hin zur Wahl einer besonders günstigen Abschreibungsmethode, die man dir sozialrechtlich versagt.

Bzgl. der Wohnung: erstens muss das Jobcenter maximal die angemessene Miete tragen (und kann Probleme bei der Nebenkostenabrechnung machen); zweitens kann irgendwann - falls die Differenz zu groß ist - die Hilfebedürftigkeit generell in Frage gestellt werden, was für dich weitere Diskussionen und ggf. Einkommens-Nachweise bis zum abwinken bedeutet.

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