Wieviel Aktivitäten brauchen Kinder neben KiGa/Schule?

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6 Antworten

Es kommt darauf an, aus welchem Grund diese Aktivitäten von uns Eltern geplant werden.

Dienen sie nur zur Förderung des Kindes, frage ich mich, welche Motivation dahinter steht.

Ich finde es gut, wenn ein Kind etwas mit anderen Kindern unternimmt, sich verabredet usw.

Weiterhin möchte ich, dass es lernt, auf andere zu hören und zu achten. Dazu sind Fußball im Verein oder andere Mannschaftssportarten gut. Oder eben gemeinsames musizieren oder ähnliches.

Vor allem aber ist es wichtig, dass es dem Kind gefällt und dass es diese Aktivität grundsätzlich gern hat.

Wenn man sein Kind zu sehr verplant, bleiben spontane Aktionen auf der Strecke und die Mutter ist nur noch gehetzte Chauffeurin.

Denn ein Kind muss auch lernen, sich selbst zu beschäftigen und mit Langeweile oder aktionsfreien Zeiten umzugehen.

Je nach Kind ist unterschiedlich, wieviele Aktivitäten gebraucht werden. Manche Kinder haben viel Energie und müssen sich austoben. Andere sind eher ruhiger und wären durch zuviel Trubel überfordert.

Ich persönlich halte garnichts davon, die Freizeit der Kinder völlig zu verplanen. Meine Kinder sollen in Ruhe u. ohne Termindruck ihre Hausaufgaben machen u. sich anschliessend zum Spielen verabreden können. Ich habe nichts gegen Sportvereine etc., nur denke ich einer die Woche reicht.Ich kenne Kinder, die haben jeden Tag etwas anderes, können sich nie spontan verabreden.Bei meinem ältesten Sohn war damals ein Junge in der Grundschulklasse, der hatte einen schlimmeren Terminkalender als ein vielbeschäftigter Geschäftsmann. Wollte mein Sohn sich mit ihm verabreden, mußte er ihn mindestens 4 Wochen im voraus anrufen. Die Mutter kaufte ihm damals sogar einen Kurzeitwecker, damit der Junge auch immer pünktlich zu seinen Terminen kam.Sowas find ich einfach nur ätzend. Auch Kinder müssen mal die Seele baumeln lassen können u. auch lernen was Langeweile ist u. wie man damit umgeht.Kinder müssen nicht in zig verschiedenen Vereinen sein u. auch nicht 2 Instrumente gleichzeitig lernen.Alles der Reihe nach u. in Maßen. Der Termindruck geht für unsere kinder noch früh genug los, daher sollen sie ihre Kindheit unbeschwert genissen können.

Wir Eltern sind selber total verplant. Unsere Kinder sollen es mal besser haben, daher verplanen wir sie auch mit im Grunde löblichen Absichten. Nur das rechte Maß finden wir Eltern nicht, weil wir vor lauter planung unsere Kinder nicht mehr imit den eigenen wohlwollenden Augen beobachten. Kinder zeigen uns genau, was für sie noch ok ist und was nicht mehr. Aber ich muss mich darum kümmern und nicht meinen, dass mit Abliefern in Sport, Musik und was weiß ich alles getan ist. Und Langeweile sollen sie ruhig kennen lernen dürfen.

Gewisse Aktivitäten sind mit Sicherheit sehr förderlich und geben den Kindern auch eine Struktur in ihrer Wochenplanung. Z.B. ist es mit Sicherheit sinnvoll, Kinder beim Kinderturnen mitmachen zu lassen, weil da halt im Rahmen ihrer Entwicklung die Motorik gefördert wird, sie mit anderen Kindern zusammen sind und sich richtig austoben können. So etwas ist einmal in der Woche und damit nicht verplant sondern gezielt und überschaubar für die Kinder.

Ansonsten nur dann, wenn sie unbedingt Interesse an etwas haben und unbedingt da hin wollen. Mein Sohn (zwei Jahre) will zum Beispiel unbedingt immer mit zu meinem Tanztraining und ist wie wild darauf bedacht, dass ich ihn dahin mitnehme. Nun, er fängt schon an, die Tanzschritte nachzumachen.....

Der Großteil der Aktivitäten sollte spontan und von den Kindern selbst initiiert sein, sonst werden sie immer nur animiert werden wollen und können später selbst nichts mit sich anfangen....

frag die kinder was sie mögen,die einen brauchen mehr die anderen weniger,nur nicht zu irgendwas zwingen...immer frei entscheiden lassen.so halten wir es mit unseren kindern.

Kann mich eigentlich nur der Antwort von Lissa anschließen. Bin selbst Jugendgruppen-Leiterin und sehe, wie manche der Kinder total überfordert sind. Zum Teil werden diese von Ihren Eltern neben der Schule und meiner Gruppe noch zum Reiten, Karate, Fußball, Musikverein und Chor und ähnliches geschickt. Die Hausaufgaben und lernen für Klassenarbeiten können dagegen erst spät am Abend erledigt werden. Mein Motto: Die Schule geht vor.

Ich nehme dann schon mal Rücksicht und schick sie nach Hause oder entschuldige sie, bzw. die Kinder rufen mich an, und jammern mir die Ohren voll, daß sie einfach heute nicht kommen können, weil sie überfordert sind. Man sollte den Kindern einfach auch noch Freiraum lassen... Umso mehr, kommen sie das nächste Mal gerne wieder. Eine Kindheit haben sie nur einmal im Leben...

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