Wieviel Abschläge hab ich bei der Rente mit 63 Jahren?

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7 Antworten

Hallo Micko, 

der Abschlag berechnet sich nach der jeweiligen Rentenart. Die Altersrente für langjährig Versicherte (mit 35 Wartezeitjahren) beginnt ohne Abschlag erst mit 67 und kann frühestens mit 63 beginnen:

4 x 12 x 0.3 = 14,4 % Abschlag

Das du gegebenenfalls Anspruch auf die abschlagsfreie Rente mit 65 hast, spielt dabei keine Rolle.

Du müsstest also bis 65 warten, wenn du die Rente ohne Abschläge haben möchtest.

Grüße

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Du kannst dir dein reguläres Renteneintrittsalter anhand der Tabelle ausrechen.

Für jeden Monate, den du dann früher in rente gehst, wird ein Abschlag von 0,3 % fällig.

Der Abzug bleibt dann lebenslang erhalten. Du musst also etwas über 15 Jahre rente beziehen, um ins Minus zu geraten, da du ja auch deine Rente 24 mal öfter bekommst.

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Ohne Abzüge kannst du erst mit 67 Jahren in Rente gehen. Oder, wenn du mindestens 45 Jahre sozialversichert gearbeitet hast 

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Hallo micko72,

Sie schreiben:

Wieviel Abschläge hab ich bei der Rente mit 63 Jahren?

Annahme: Jahrgang 1972. Von Aug.1989 bis Juni 2035 (-halbes Jahr Arbeitslos)gearbeitet. Also fast genau 45 Jahre. Wenn ich mit 63 Jahren in Rente gehen würde--hätte ich dann 7,2% Abzüge oder 14,4%. Denn wenn ich bis 65 arbeiten würde hätte ich ja keine Abzüge.

Antwort:

Fast genau gibt es nicht!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=18

Auszug ab Seite 10:

Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte gibt es für Versicherte,
die mindestens 63 Jahre alt sind und 45 Jahre Versicherungszeit zurückgelegt haben.

Auf die 45 Jahre werden angerechnet:
> Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung
oder Tätigkeit, Zeiten mit Minijobs ohne eigene
Beitragsaufstockung allerdings nur anteilig
> Pflichtbeiträge für Kindererziehung, nicht erwerbsmäßige
Pflege, Wehr- und Zivildienstpflicht
> Ersatzzeiten
> Berücksichtigungszeiten für die Erziehung eines
Kindes bis zum 10. Geburtstag oder für nicht erwerbsmäßige
Pflege von Januar 1992 bis März 1995
> Zeiten des Bezugs von Übergangsgeld, Leistungen
bei Krankheit (vor allem Kranken- oder Verletztengeld)
oder Entgeltersatzleistungen der Arbeitsförderung
(zum Beispiel Arbeitslosengeld), die gleichzeitig
Pflichtbeitrags- oder Anrechnungszeiten sind; sollten
Sie die Leistungen der Arbeitsförderung jedoch in
den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn bekommen
haben, wird diese Zeit nur berücksichtigt, wenn
die Leistung durch eine Insolvenz oder vollständige
Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers bedingt war.

> freiwillige Beiträge, wenn insgesamt 18 Jahre
Pflichtbeiträge gezahlt wurden; das gilt jedoch nicht,
wenn Sie die freiwilligen Beiträge in den letzten
zwei Jahren vor Rentenbeginn gezahlt haben und
gleichzeitig eine Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit
vorliegt.
Dagegen werden auf die 45 Jahre nicht angerechnet:
> Zeiten des Bezugs von Arbeitslosenhilfe oder
Arbeitslosengeld II
> Zeiten aus einem Versorgungsausgleich sowie aus
einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen
Lebenspartnern
> Anrechnungszeiten ohne Bezug von Entgeltersatzleistungen
(zum Beispiel während der Ausbildungssuche
oder eines Schul-, Fachschul- oder Hochschulbesuchs)
Wer vor 1953 geboren wurde, konnte die Altersrente
abschlagsfrei ab 63 erhalten. Für von 1953 bis 1963
geborene Versicherte wird die Altersgrenze schrittweise,
wie in der Tabelle gezeigt, angehoben. 

Vom Geburtsjahrgang 1964 an liegt die Altersgrenze dann wieder bei 65 Jahren.

Fazit:

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden – auch nicht mit Abschlägen.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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14,4%, da der Abschlag immer von dem Zeitpunkt der Regelaltersgrenze zurückgerechnet wird. Und die liegt bei deinem Jahrgang bei 67 Jahren

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Das kann jetzt wirklich noch niemand wissen. Kein Mensch weiß, wie sich das bis zu Deinem Renteneintritt entwickelt. Vlt. Musst Du gar bis 75 arbeiten. 

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