Wieso zieht Trump viele seiner Meinungen zurück?

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15 Antworten

Ich denke, dass Trump jetzt beginnt, politische Realitäten zu sehen. Als Wahlkämpfer konnte er plakative Forderungen aufstellen, die sich nicht unbedingt an der Realität messen lassen mussten.

Er hatte ja schon unmittelbar nach der Wahl versöhnlichere Töne gegenüber Hillary Clinton angeschlagen. Kein Wort mehr davon, dass sie korrupt oder kriminell sei.

Jetzt hat er gesehen, dass die Forderung nach Abschaffung von Obamacare auch nicht ganz so einfach zu realisieren ist, wenn er nicht in die alten Zeiten zurückfallen will, als viele Amerikaner, vor allem die soziale Unterschicht, überhaupt keine Krankenversicherung hatten. Er wird Obamacare sicher ändern müssen, um sein Wahlversprechen in irgendeiner Form einlösen will. Aber bei zwei wesentlichen Punkten hat er jetzt schon gesagt, dass er sie beibehalten will. Er will den Punkt beibehalten, dass Krankvenversicherungen niemand wehen Vorerkrankungen ablehnen darf und er will den Punkt beibehalten, dass minderjährige automatisch bei den Eltern mitversichert werden. Der Rest wird sich zeigen, aber wird eine Lösung präsentieren müssen.

Er hat die Ankündigung illegale Mexikaner abzuschieben, dahingehend revidiert, dass er die Wegen Drogen- oder Gewaltdelikten oder wegen Bandenkriminalität straffällig gewordenen Mexikaner abschieben will. Er sprach von 3 Millionen betroffenen. Damit ist er auf die Linie Obamas eingeschwenkt, der während seiner Amtszeit auch 3 Millionen Mexikaner abschieben hatte lassen.  

Er hat im Interviews nicht mehr davon gesprochen, dass die gesamt Grenze 3100 km lange Grenze zu Mexiko durch eine 20 Mrd. teuere Mauer gesichert werden sollte. Auf 1100 km Länge gibt es ja jetzt schon einen Zaun. Der wird sicher erweitert und stückweise durch eine Mauer ersetzt werden müssen. Aber vielleicht ist das auch ein Stück weit eine Verhandlungsposition gegenüber Mexiko. 

Ich denke insgesamt, ist Trump nun dabei, zu prüfen, was sinnvoll und machbar ist, dass man mit plakativen Forderungen hzwar Wählerstimmen gewinnen kann, aber dass man das nicht so in Regierungshandeln umsetzen kann.

Es wäre auch nicht das erste Mal, dass sich ein Präsident im Laufe seiner Amtszeit ganz anders entwickelt, als er es vor seiner Wahl angekündigt hat. Beispiel dafür war Ronald Reagan, der vor der Wahl von der Sowjet-Union als dem "Emire of the Evil" gespochen und eine harte Gangart gegenüber der Sowjet Union angekündigt hatte. Aber während seiner Amtszeit brachte er die Abrüstungsverhandlungen wieder in Gang, es wuden mehrere Abrüstungsabkommen mit der Sowjet-Union unterzeichnet und am Ende der Amtszeit von Reagan wurde Michail Gorbatschow mit allen Ehren in Washington von Ronald Reagan empfangen.

 

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einerseits schein es viele zu beruhigen ... klar waren viele Wahlkampfversprechen total unrealistisch und falsch.

mich schockiert allerdings diese Dreistigkeit, nicht mal abzuwarten und dann "nach reiflicher Überlegung und Verhandlungen mit den Interessensgruppen und Parteien" ein realistisches Programm zu verkünden. Er sagte ja am Tag der Wahl, Wahlkampf sei ein nasty thing .. und ich habs wohl da schon richtig verstanden: sein Gerede von gestern interessiert ihn überhaupt nicht, das war für ihn wohl sowas ähnliches wie eine Fernsehshow, in der man nur gewinnen muss um den Preis zu bekommen. Jetzt hat er den Preis, und darf 4 Jahre im Weissen Haus residieren .. aber mit Realpolitik hat er sich noch nie beschäftigt, und wie ich ihn einschätze, auch wenig Lust allzu tief in die Materie einzusteigen. Er sucht sich jetzt Berater und seine Regierungsmitglieder, und wird denen die Details überlassen und selber das machen was er kann: sich selbst inszenieren. 

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Trump ist politischer Newcomer.Seine Aussagen sind eigentlich nicht das Wort Mauer,sondern er will keine illegale Einwanderung.Zudem will er illegal eingewanderte weder belohnen ,oder legalisieren,sondern Sie ausschaffen.Eine legitime Forderung,wenn ich Arbeitslosigkeit bekämpfen will,und brachliegende Industrien beleben und konkurrenzfähig machen will.Natürlich meinte er nicht,das er für 25 Milliarden Dollar eine Mauer bauen könnte,und daran glaubt das Mexico diese bezahlt.Er meinte vielmehr,Mexico verweigert sich einer Lösung,die eigenen Landsleute vom illegalen Grenzübertritt abzuhalten.Ein ganz altes Thema übrigends.Und da sagte er halt,ich baue gut und schnell die Mauer,die Mexico bezahlt.Wahlkampf.Er sichert die Grenze,Zaun oder Mauer und bezahlen muß es der amerikanische Staat.Bezahlen wird es Mexico,im übertragenden Sinne,weil halt eine 3000 km lange gemeinsame Staatsgrenze abgeriegelt wird.Vielleicht reicht auch die Vorstellung aus,Trump läßt die Mauer bauen,sich das Geld dafür vom Parlament genehmigen um Mexico zur Mitwirkung zu animieren.() Ja,Trump hat Angst,das weite Teile der Gesellschaft abgehängt werden,ganze Landstriche weiter verarmen.Immerhin haben knapp 50 % der US.Wahlberechtigten Ihn als Präsidenten gewählt.Und das nicht alleine,weil die Gegenkandidatin außenpolitisch sehr gefährlich ist .Liebe Grüße.

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Der wusste von Anfang an, dass er da Unsinn verspricht.

Die Krankenversicherung für sozial schlecht gestellte, die du so schön als "Obama care" bezeichnest, ist keine Schlechte Idee und die hat Obama aus Deutschland mitgebracht. Würde der Trumpyfant das hetzt alles wieder zusammen treten, dann würden die betroffenen ihn ebenso behandeln.

Und die Mauer, die er von Seite zu Seite ziehen will, ist erstens viel zu teuer und zweitens der größte Quatsch, den er erfinden konnte. Das diente nur der Meinungsmache, ähnlich wie die Spinner hier, die die Mauer wieder haben wollen. Es kam halt gut bei den rechten Wählern an, die Angst haben, die Mexikaner klauen ihre Jobs beim Kloreinigen.

90% seiner Wahlversprechen passen in das Schema "Erstmal laut schreien, hinterher wieder loswerden"

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Kommentar von perledersuedsee
14.11.2016, 09:23

Die Illegalen aus dem Land zu werfen, fand ich aber wirklich gut. Und die Mauer hätte einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Bauindustrie bedeutet. Und wenn ich regelmäßig Bilder aus Sachen sehe, gibt es auch Tage, wo ich mir die Mauer in Deutschland zurückwünsche. In den Köpfen der Bürger in den neuen Bundesländern ist die Mauer ja schließlich noch vorhanden.

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Angst glaube ich nicht ! Da er aber bei der Mehrheit der Amerikanischen Bürger nicht gerade beliebt ist, muss er natürlich mit einigen Dingen zurück rudern. Auch ist es ja so das er nicht über alles alleine entscheiden kann und darf.

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Im Wahlkampf sagen die Kandidaten so einiges, immerhin wollen diese gewählt werden und den Wahlkampf gewinnen. Wenn dann ein Kandidat gewählt wurde, in diesem Fall Trump, so kann er seine Wahlkampfstategie natürlich nicht zu seiner Regierungsstrategie machen. Diese beiden Strategien muss man ganz klar von einander unterscheiden. https://blog.newsearch.de/trump-triumpf-keine-fundamentale-wende/ sieh mal hier :)

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So ist es nahezu immer in der Politik. In der Wahlphase viele Versprechungen machen und letztendlich wenig davon halten. Zudem benötigt man für viele seiner Vorhaben Kompetenz, die er ohne jegliche Erfahrung in der Politik nicht hat.  

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Keine qualifizierte Antwort, aber: Kennst du den Spruch: "Politiker sind wie Spatzen. So lange sie unten sind, fressen sie dir aus der Hand, aber sind sie oben, fangen sie an, dich zu bescheißen." ;)

Zugegeben reichlich verallgemeinert, aber man findet dies immer wieder beim Wahlkampf, und ich glaube, besonders in den US gibt es die größten Unterschiede zwischen Wahlkampfversprechen und deren Umsetzung. Kein Wunder, wenn man immer nur die Wahl aus zwei Möglichkeiten hat.

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er hat jetzt Berater, die ihm erklären wie Politik funktioniert.   die Amis werden schon noch merken was für eine Luftpumpe sie gewählt haben

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Weil er gemerkt hat , das Politik was anderes als Wahlkampf ist .

Übrigens wie alle Politiker zu 99%

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Er war sehr angespannt im Wahlkampf und meinte, mit Provokationen um sich schlagen zu können, um stark zu wirken.

Jetzt, wo er am Ziel angekommen ist, kann er sich entspannen und normal werden.

Hoffen wir das Beste!

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Er hat Berater die ihm davon abgeraten haben.

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Kommentar von Lkwfahrer1003
14.11.2016, 09:26

Die hatte er auch während des Wahlkampfs :-)

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Weil Trump relativ intelligent ist und er weiß, dass dies keinen Sinn machen würde.

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... das hat er von der so hochgejubelten aus Berlin abgeschaut, die haben doch telefoniert.

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Weil er genau so reagiert, wie alle anderen Politiker auch. Er macht Versprechen, die er nicht einhalten kann. 

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Kommentar von PatrickLassan
14.11.2016, 09:16

In seinem Fall ist das auch gut so. Würde er alles umsetzen, was er im Wahlkampf versprochen hat, hätte das überwiegend negative Folgen nicht nur für die USA.

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