Wieso ziehen die meisten Menschen den Solipsismus nicht in Erwägung beziehungsweise kennen ihn nichtmal?

9 Antworten

Möglicherweise ist das eine Tradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Wenn ein Kind anfängt, seine Träume zu reflektieren, und womöglich erlebt, aus einem Traum in einen anderen hinein "aufzuwachen", und dann fragt, ob diese Wach-Realität vielleicht auch nur ein Traum ist, dürfte es in den allermeisten Fällen etwas in die Richtung zu hören bekommen, es solle aufhören zu spinnen. Dies wiederum könnte auch damit zusammenhängen, dass die wenigsten den Gedanken mögen, eine Vorstellung eines Anderen zu sein und ihn deshalb zurückweisen. Das Kind seinerseits ist von den Erwachsenen abhängig und reagiert auf derartige Reaktionen damit, dass es sich selbst ein unbewusstes Denkverbot auferlegt.

Es kann auch sein, dass die wenigsten Menschen es schaffen, sich die Muße zu gönnen, ihre Gedanken schweifen zu lassen. Abgesehen davon, dass dadurch ja sehr unangenehme Dinge ans Licht kommen könnten (Ich bin ja Teil des Problems und nicht der Lösung ... Laaa-laaa-laaaaaa, schnell Fernseher an und mit drm Denken aufhören!) (Oder ist das die Hauptursache?)

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Deepthinking stellt hier öfter solche Fragen und hat ernsthafte psychische Probleme

auf ihre Fragen einzugehen, kann in stunden-, wenn nicht sogar tagelangen Diskussionen enden

ein paar Tage später stellt sie dann die gleiche Frage noch mal

ich habe nicht den Eindruck, dass das der Fragestellerin helfen würde, sondern im Gegenteil

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@Schrottifix

Hab mir aufgrund deines vorigen Kommentars sein/ihr Profil angesehen und auch die Fragen und Antworten überflogen.

Daraus kann man tatsächlich den Eindruck gewinnen, dass besänftigende, beruhigende Worte helfen. Vermutlich tun sie das auch, zumindest anfangs. Wie es aussieht, wenn sie/er später entdeckt, dass es auch ganz andere Gedanken gibt, und dann den (noch dazu berechtigten) Verdacht fasst, wir hätten hier etwas gesagt, was wir selbst nicht glauben, ist etwas ganz anderes. Das dürfte erst einmal zu noch größeren Problemen und dann zu großem Misstrauen gegenüber allen beruhigenden Worten führen, also sehr kontraproduktiv sein.

Abgesehen davon nehme ich das hier Gesagte zunächst zum Nennwert, und frage erst später, wenn ich einen Anlass dazu sehe, wer das geschrieben hat und was dahinter stehen könnte. Alles andere wäre mir zu aufwendig.

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@PWolff

ja, natürlich kann man inhaltlich und philosophisch auf die Frage eingehen

aber da ich sie bereits kenne (auch mit dem vorherigen Accounts) lehne ich das aus psychologischen Gründen ab

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@Schrottifix

Kannst du nachweisen, dass sie(?) vorher andere Accounts hatte?

"Leider" habe ich nur Erfahrung mit Psychotherapie und nicht mit ausgewachsener Psychiatrie, doch wie viel Vertrauen kann ich in Therapeuten setzen, denen es offensichtlich darum geht, dass ich mich in diesem Leben wohlfühle, egal, ob das auf Wahrheit beruht? Zumal ihnen bekannt sein sollte, dass ich als Kleinkind mehrfach aus meinem Kontext herausgerissen worden bin und solange ich mich erinnern kann, nach dem suche, worauf ich mich verlassen kann?

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@PWolff

Boah leute ich gehe keine Diskussion mit euch ein!! Ich höre damit auf! Aber lasst mir diese Frage bitte!

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Ich kannte den Begriff bisher auch nicht, aber ich habe mich bereits mit ähnlichen Themen auseinandergesetzt, ich hoffe ich verfehl jetzt nicht das Thema.

Weil uns von klein auf eingetrichtert wird dass die Gesselschaft das wichtigste ist, angefangen bei Nächstenliebe, Helfen, über den Liebeswahn...

So werden wir über Erziehung/ Schule/ Medien/ Werbung immer wieder positiv auf unser wichtiges unterordnen und mitlaufen in der Gesellschaft hingewiesen und dass wir nicht unseren Gefühlen vertrauen sollten...sondern Forschungsergebnissen etc

Die Regierung fördert das weil sie denkt durch gemeinschaftlichtes Handeln kommt man zu größerem Erfolg.

Angst macht es mir keine.

Naja, viele Menschen interessieren sich nicht für Philosophie. Die meisten kennen den Begriff wahrscheinlich nicht einmal. Ich kann es einem auch nicht verdenken, dass man schon beim ersten Satz sagt, dass man das als unsinnig abhakt (dass nur das eigene Ich existiert, erscheint übrigens auch mir unsinnig).

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