Wieso zersetzt sich Plastik so langsam?

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1 Antwort

Das Problem ist vor allem, dass es überhaupt mal kovalente Bindungen sind! Die sind stärker als jede andere (nur die Ionenbindung kommt da in die Nähe) und Kohlenwasserstoffe (Alkane) sind von Natur aus nicht gerade reaktiv.

Klar, es gibt auch natürliche Polymere (Cellulose, Lignin, Stärke, Proteine), die abgebaut werden, aber da ists halt so, dass es die ein paar Jahrmillionen gibt und die Natur entsprechend Enzyme entwickelt hat.

Vielleicht gibt es irgendwann ein Bakterium, das Polyethen abbauen kann, wer weiss?

PeterJohann 19.11.2011, 18:07

Ich denke auch es liegt primär an der Tatsache, dass die meisten (künstlichen) polymeren Kohlenwasserstoffverbindungen eine relativ hohe Aktivierungsenergie für oxidative Prozesse brauchen und allein deshalb schon recht stabil sind.

Und wie schon gesagt gibt es für "Kunst"stoffe halt auch keine Mikroben, die die Enzymausstattung haben um die Verbindungen niederenergetisch zu spalten.

Allerdings sind das alles sehr generelle Aussagen für ein sehr weites Gebiet. Zutreffend auf jeden Fall für die meisten gängigen Allerweltskunststoffe (e.g. PE, PP, PC, PS, PA ), wobei einige Plastiksorten auch langsam verspröden und zerbröseln können -speziell bei höheren Umgebungstemperaturen und Lichteinfall -(z. B. PVC oder PU arten)

Aber es stimmt schon, je unpolarer die Bindungen umso stabiler der Stoff....

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