Wieso zeigen Kinder ihre Eltern an, sobald sie wissen, dass sie von ihnen in der Kindheit vergewaltigt wurden?

7 Antworten

Wenn so etwas geschieht, ist nie etwas "in Ordnung". Und wenn es herauskommt, dann hat man ein Trauma. Manchmal verdrängt man Sachen und wenn sie wieder an die Oberfläche schwimmen, dann kann man nicht mehr so weitermachen, wie zuvor.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lebenserfahrung

ich denke schon. Also ich könnte es noch. Ich würde nicht wollen, dass meine Eltern ins Gefängnis gehen

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@Jannat99

Meiner Meinung nach sollten sich solche Menschen nicht Eltern nennen dürfen.

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@ClaryFray95

tja allerdings sind sie es...

es ist aber auch nicht schlimmer als seine kinder zu schlagen oder immerwieder dem Kind schlechte gefühle zu machen, weil er seinen Abschluss nicht erreicht...

viele leiden unter ihrem eigenen Ego irgendwas für seine Eltern nie erreicht zu haben...

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@Jannat99

Kindern - egal ob es die eigenen sind oder fremde - Gewalt in jeglicher Form anzutun ist Gott sei Dank eine Straftat und wird dementsprechend auch bestraft.

Zu der Sache mit dem Ego kann ich nicht viel sagen. Ich kenne das nicht, da meine Eltern immer stolz auf mich waren und es noch sind.

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@ClaryFray95

tja was wenn du wohl nicht erfolgreich gewesen wärst, aber deine Eltern immer etwas gefordert haben u d dein Vater ein so aggressiver typ ist, dass seine Stimme im Nachbarshaus zu hören ist. Ihm ist Ehre und Stolz so wichtig?

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Oftmals deshalb, damit sie nicht noch mehr vergewaltigt werden.

Wenn man die eigenen Eltern anzeigt und beide ins Gefängnis müssten, kommt man bei Verwandten oder bei einer Pflegefamilie unter.

Das ist für so ziemlich jeden eine bessere Option.

Es ist ja häufig so, dass man die Eltern im Erwachsenenalter anzeigt.

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@Jannat99

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Sprich ich kann nachvollziehen, wieso man es nicht schon im Jugendalter macht. Man will ja so schnell wie möglich von den Eltern wegkommen. Ausserdem wenn man es erst im Erwachsenenalter macht, kann es sein, dass die Tat schon verjährt ist.

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@MaraMiez

Nein, die Verjährung ruht bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers, § 78b Abs. 1 Nr. 1 StGB. Je nach Delikt bedeutet das, z.B. in Fällen des § 176a StGB, dass die Verjährung frühestens mit Vollendung des 50. Lebensjahres des Opfers eintritt. Durch Unterbrechungshandlungen gem. § 78c StGB kann die Verjährung auch bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres des Opfers gestreckt werden.

Das bedeutet einerseits praktische Unverjährbarkeit, andererseits mit fortschreitendem Zeitablauf auch zunehmende Beweisproblematiken.

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@TheJudgement

Das war eigentlich, was ich am Anfang gemeint habe. Wenn man erst nach 10 Jahren kommt, dann viel Spass beim Beweisen der Tat.

Vielen Dank für die genaue Ausführung!

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@TheJudgement

Okay, ich hatte irgendwie 18 im Kopf, aber wenn das sogar noch länger ist, ist das ja nicht negativ.

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@MaraMiez

Das lag auch mal bei 18 - wurde jedoch 2016 geändert. ;-) Die Norm erfasst alle unter 30-jährigen Tatopfer. Also auch ein in § 78b StGB genanntes Sexualdelikt bei einer 23-jährigen Person wird erfasst - auch dort ruht dann die Verjährung.

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Ich sehe für eine solche Anzeige zwei wichtige Aspekte.

  1. Objektiv sehe ich den Schutz der Öffentlichkeit als einer der wichtigsten Aspekte. Oft sind sexuelle Delikte, welche an Minderjährigen begangen werden, Ausdruck einer pädophilen Neigung. Da diese Person in der Vergangenheit ihre Vorlieben schon in die Tat umgesetzt hat, ist ein erneutes Verbrechen wahrscheindlich. Es geht also um den Schutz von potenziell neuen Opfern.
  2. Subjektiv kann ein solcher Missbrauch (vorallem in familiären Umfeld) schwerwiegende Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung haben. Das kann soweit gehen, dass du destruktive Verhaltensweisen entwickelst, welche dich im zukünftigen Leben stark einschränken. Da sich viele Täter der Tragweite ihrer Taten nicht bewusst sind / diese sogar verleugnen, kann es für ein Opfer viel bedeuten, wenn ihr aus Sicht des Staates Recht gegeben wird. Der Täter wird sich bei einem positiven Gerichtsentscheid zwingend mit der Tat auseinandersetzen müssen (auch wenn er diese bis zuletzt nicht anerkennt).

Die Aussage, dass dich so eine Erfahrung “nicht jucken würde” ist meiner Meinung nach sehr gefährlich. Solange du eine Erfahrung (egal welche) nicht selbst erfahren hast, kannst du dir nicht sicher sein, wie du darauf reagieren würdest. Vieles hiervon spielt sich im Unterbewusstsein ab (in das wir meist keine Einsicht haben).

Darüber zu urteilen, ob die Reaktion eines Opfers “übertrieben” oder “angemessen” sei, ist falsch. Auch wenn du einen Tatbestand genauer kennst, wird es dir schlicht unmöglich sein, die Beweggründe eines Opfers (und by the way auch Täters) zu 100% nachzuvollziehen.

solange niemand selbstmord begeht oder drogensüchtig auf der Straße landet, ist es wohl kein großes Problem. Außer man wird deswegen gemobbt und findet keine Freunde...

Es ist natürlich gravierend Ekelhaft, die Vorstellung mit den eigenen Eltern Sex zu haben...

Eltern haben ein Rollenvorbild und dieses geht verloren durch so eine Tat...

Die Eltern haben ihr eigene Kind ausgenutzt...

die sind wohl zu feige um ihre Neigung anderen an anderen Kindern zu vergehen.

Weil es aber ekelhaft ist sollte niemand darüber sprechen, finde ich zumindest.

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@Jannat99

Sach mal trollst du?

Man sollte da nicht drüber sprechen, weil es ekelhaft ist? Genau deswegen sollte man das.

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@Jannat99

Deine Schlussfolgerung ist Totschweigen und daraus resultiert Toleranz. Denkst du, dass dies erfolgsversprechend ist?

Hätten solche Taten keinen Rechtsbestand, würde die Selbstmordrate unter Opfern wahrscheindlich steigen. Damit wären nämlich die oben genannten Aspekte (emotional vorallem 2.) nichtig und könnten den Opfern keine emotionale Erleichterung geben.

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@sunny2092

meine resultat ist, wenn jemand nicht möchte, dass seine Eltern in gefängnis gehen sollte er es geheim halten. Den Leuten geht es an den Arsch vorbei was mit ihm passiert ist. Viel wichter erscheint den Leuten die eigenen Kinder zu schützen und das völlig fehlerhaft. Wer seine eigenen Kinder vergewaltigt ist wohl zu feige andere kinder zu vergewaltigen...

Wenn jemand seine Eltern los werden möchte kann er das ja gerne tun. Hab ich nichts gegen...

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"Aber wenn sonst alles inordnung gewesen wäre"

Wenn so etwas passiert, dann ist gar nichts im Leben des Kindes mehr in Ordnung. Das hinterlässt tiefe seelische Narben. Und glaube mal nicht, dass Inzest und Kindesmissbrauch im Islam nicht stattfinden. DA läuft es mindestens genauso mies, eher schlimmer, eben weil sich Opfer noch weniger wehren (können).

Die Seelische Narbe ist für mich gleichbedeutend wie das verlangen meines Vaters, dass ich ein gutes Abitur nachhause bringen soll. Meinen Abachluss machen soll usw.

Für seine Identität.

Oder, dass er mich nicht alles kauft, was ich möchte, obwohl er Geld hat.

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@Jannat99

Das sind absolut keine passenden Vergleiche für Vergewaltigung an Körper und Seele.

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@Jannat99

Das eine ist Erziehung und der Wunsch, dass das Kind es später im Leben gut hat. Das andere ist bewusstes Zufügen von Schmerz, seelisch und körperlich, um Macht auszuüben und seine Triebe zu befriedigen. Das bringt dem Opfer rein gar nichts, auch nichts charakterbildendes, nur eine gestörte Selbstwahrnehmung und schlimmeres.

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@MaraMiez

Ich musste meinen Vater oft massieren in der Kindheit.

Da hab ich mit öl auf seinem rücken massiert. hab auf ihn draufgestanden und es mit meinen Füßen gemacht. Das ist auch ausnutzen

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@Jannat99

Nein, der Vergleich hinkt schon wieder. So, wie du das schilderst, hatte das - zum Glück - nichts mit Sex zu tun.

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@Dummie42

aber auch wenn es mit sex zu tun gehabt hätte wäre es wohl nicht so schlimm gewesen, außer er fickt mich Ohnmächtig. Aber gerade daran können sich ja viele nicht mehr erinnern.

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@Dummie42

Meine Mutter hat mir im Kindesalter ein Zäpfschien in den Anus geschloben. Hat zwar auch nichts mit sex zu tun, ist aber ganz lustig gewesen. kommt ja sehr nah an sex ran

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@MaraMiez

dieser wunsch kann für das kind schrecklich sein. Es kann sein, dass das kind das überhaupt nicht will. Villeicht ist er schon damit zufrieden gerade mal einen Hauptsfhulabschluss zu haben und dann Busfahrer werden oder ein schlechtes Fachabi reicht ihm aus für sein Studium mit wartesemestern...

der Wunsch der Eltern kann gravierende Schäden bei den Kindern hinterlassen falls die kinder diesen Wunsch nicht gerecht werden...

in deutschland haben wir ja das glück, dass es sowas wie Hartz iv gibt. Es muss niemand auf der Straße schlafen...

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@Jannat99

Eindeutig...Troll.

Das ist nur dummerweise echt so gar nicht lustig. Nur peinlich.

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@MaraMiez

was auch immer, peinlich ja aber es ist ja gerade deswegen peinlich weil Eltern das fordern...

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Der Artikel 3, Abs. 1 des Grundgesetzes besagt: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

Woher ich das weiß:Recherche

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